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whitemini

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1

Donnerstag, 19. Juli 2012, 22:35

Aufbau meines Alltagsrades "Black Swan"

Hallo, ich stelle mich mal kurz vor:


Ich bin 40Jahr alt und lebe in Berlin. Schon immer hat mich alles was
mit Radfahren und Radbauen zu tun hat fasziniert. So kamen in meinem
Leben immer wieder kleine und große Radbauprojekte zustande. Die letzten
beiden Projekte habe ich mal ein wenig dokumentiert und möchte sie euch
hier vorstellen.


Das Projekt "Black Swan" kam eigentlich nur zustande, da ich in meinem
größeren und langwierigen Projekt "White Swan" (Beschreibung folgt hier
auch noch) feststeckte und endlich irgendwo wieder mal weiter kommen
wollte. Daher entschloss ich mich schnell ein schönes Alltagsrad für
mich zu bauen. Dies sollte günstig und nicht all zu aufwändig werden.
Günstig ist es geblieben - über den Aufwand (selber lackieren in der
Küche ist wirklich ein Aufwand!!!) möchte ich mich nicht weiter
auslassen.

Als ich dann eines glücklichen Tages noch einen NITTO 65 Crystal Fellow
Vorbau bei Ebay entdeckte (ich möchte seit über 10 Jahren diesen Vorbau
passend zu meiner Nitto 65 Sattelstütze haben), der auch noch
erschwinglich war, stand das grobe Gerüst in meinem Kopf schon fest.
Schön, so fing es also an:










Und hier die passende Sattelstütze dazu:







Ein schönes Pärchen :lecker: :lecker: :lecker: :lecker: :lecker:






Auch bei Ebay fand ich einen



Sattel

, der meine Designvorstellunge vom fertigen Rad, die schon recht
konkret in meinem Kopf waren, sehr gut aufgriff: ein Concor Profil




Genau so besorgte ich mir die schöne Shimano Golden Arrow Gruppe, die
bei einem Preis von 48 Euro wirklich nicht zu sehr im Geldbeutel
einschlug:


















Nach wiederum langer Suche nach einem schönen klassischen gemufften
Stahlrahmen, der eine Rahmenhöhe von kleinen 52 cm aufweist - ich bin
fast verzweifelt da was zu einem bezahlbaren Preis zu finden - hatte ich
dann mal Glück und fand für 150 Euro ein schönes Francesco Moser Rad,
wo auch die Laufräder perfekt waren, um ohne weitere Änderungen
übernommen zu werden.





Die Farbe geht aber gar nicht! Da sah das Rad in meinem Kopf aber ganz
anders aus. Also stand eine komplette Radikalkur bevor. Erst mal schön
alles zerlegen:






Und der Rahmen ging zum Sandstrahlen. So kam er dann schön sauber wieder
und ich packte ihn in Frischhaltefolie ein, da ich die Muffen polieren
wollte. Dies ist eine Aktion, die ich nie wieder machen würde. Das ist
wirklich aufwändig und langwierig.






Details der Pantographie an den Muffen:









Und das ganze dann im polierten Zustand - nicht perfekt, aber mir hat es erst mal gereicht - in allen Belangen











Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »whitemini« (20. Juli 2012, 11:31)


Der Beitrag von »whitemini« (Donnerstag, 19. Juli 2012, 22:50) wurde aus folgendem Grund vom Benutzer »OmikronXi« gelöscht: Leerpost (Mittwoch, 1. August 2012, 20:34).

whitemini

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3

Donnerstag, 19. Juli 2012, 22:50

also weiter geht es:


Da ich das Rad günstig halten wollte und auch die polierten Anteile des
Rahmens irgendwie schützen wollte, kam eine Pulverbeschichtung nicht in
Frage. Eine professionelle Lackierung wäre mit 250 Euro oder teurer auch
zu heftig. Also habe ich mir erstmal eine Dose Lack gekauft und habe
die Gabel abgeklebt, so wie ich mir das vorstelle. Und dann in eine Box
hinein die Gabel grundiert und mit einigen Schichten schwarz lackiert:






Das hat soweit ganz gut geklappt, da war ich mit dem Ergebnis soweit
zufrieden, dass ich mir dachte, dass ich das mit dem ganzen Rahmen auch
so machen kann. Hier erstmal die Gabel im Endergebnis:












Das stellt sich aber die Frage: wo soll ich den Rahmen lackieren. Ich
habe ja leider keine Lackierkabine zu Hause. Hm, warum eigentlich nicht.
Habe mir kurzerhand einen Holzrahmen gebaut, den ich mit Plastikfolie
umklebt habe. Den Boden ausgelegt und das ganze Gestell an die
Küchenlampe gehangen - fertig ist meine Lackierkabine. Hat soweit ganz
gut geklappt, aber es war danach doch noch einige Putzarbeit in der
Küche notwendig. Der Sprühnebel ist wirklich furchtbar fein und bleibt
nicht völlig innerhalb der Planen. Selbstverständlich habe ich mit
Atemmaske, Schutzbrille und Schutzkleidung gearbeitet.






Nicht groß aber zumindest ein Fahrradrahmen passt rein








Die polierten Rahmenanteile schön abgeklebt:











Weiter geht es mit den ersten Schichten Grundierung.






Dann die ersten Schichten schwarzer Lack drauf...die ersten Schichten
von vielen vielen vielen Schichten, um dass ganze irgendwann mal glatt
zu bekommen







Schicht für Schicht wird die Sandstrahlstruktur des Rahmens weniger. Das war wirklich recht grob abgestrahlt!













Irgendwann habe ich dann beschlossen, dass es reichen muss. Die
restliche "Unglattheit" sollen mit Klarlack und abschließendem Schleifen
und Polieren geglättet werden. Also runter mit dem Klebeband:








Hinten auch weg mit dem Klebezeug:







Und einige Aufkleber aus goldener Folie auf den Rahmen geklebt. Die
Pantographien wurden noch mit Pinsel und schwarzer Farbe abgesetzt -
nein so unsauber wie jetzt auf dem Bild blieb es natürlich nicht!

Danach wird der ganze Rahmen komplett noch einige viele Male mit
Klarlack überzogen. Ich war sehr gespannt ob das was wird und ob der
Klarlack letztendlich auf den polierten Teilen halten wird. Bisher kann
ich sagen: geglückt!



PowderCoater

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Unterwegs von: einer Ampel

Unterwegs nach: zur nächsten

Unterwegs über: über viele Wege

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4

Donnerstag, 19. Juli 2012, 22:57

hab ich dasnicht schon mal in nem anderen Forum gesehen ???
... the only trick on a track bike is going fast ...
...monogear for rest of my live ...

whitemini

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5

Donnerstag, 19. Juli 2012, 23:00

Dann geht es mal weiter:


Nach vielen Schichten Klarlack konnte ich den Rahmen dann letztendlich
mit Nassschleifpapier schön glätten und letztendlich plieren. Er ist nun
nicht unter der Lupe perfekt aber so für den Hausgebrauch reicht es
dicke und ich bin zufrieden.





















So, der Rahmen ist fertig. Jetzt kann es mit der Montage los gehen.
Erstmal die Schalthebel angebaut. Die erste Verbindung des "Golden
Arrow" Emblems auf dem Rahmen mit den Komponenten






Erstes probehalber zusammensetzen der Front. Die Bremsen passen zum
Glück. Ich habe moderne Bremsklötze montiert, die im Design ziemlich gut
passen, wie ich finde. Die Bremsen hatten eigentlich lange Gewinde. Ich
wollte aber diese langen Inbusmuttern nehmen, die eleganter aussehen.
Die hintere Bremse passte von der Gewindelänge sehr gut nach vorne. Das
Gewinde von der vorderen Bremse habe ich abgeschnitten, dass es von der
Länge her an den Hinterbau passt. Das neue Schneiden eines Gewindes in
den gehärteten Schraubenstahl erwies sich als schwierig aber machbar!

Vor allem auf den Eindruck des Vorbaus war ich gespannt. Ich liebe dieses Ding!!!






Nochmal von der anderen Seite. Die Reifen müssen noch runter und auch
was modernes rauf. Bin wirklich glücklich über die Ambrosio Super Elite
Felgen, die bei dem Moser Rahmen dabei waren.






Montage des Tange Steuersatzes, des Vorbaus und des Lenkers. Als
Bremshebel hatte ich fette Shimano BL-MT60 gekauft. Das ging aber gar
nicht. Bin dann zum Glück auf die wunderschönen und schlanken und
klassisch angehauchten Tektro FL-750 gestossen. Für den Griffbereich
habe ich mich für Korkband entschieden. Es ist zur Fahrrerseite hin
doppelt unterlegt, so dass der Griff etwas oval ist und der Griffbereich
extra gepolstert ist.






Hier sieht man was ich mit dem "Gesamtkonzept" des Designs meinte, als ich den



Sattel

gekauft habe. So hatte ich es schon in meinem Kopf. Passt.





Die Montage des Antriebes ging problemlos und schnell. Passte alles gut
zusammen. Das alte Schaltwerk kommt mit dem 7-fach Kranz auch gut
zurecht, obwohl ich gelesen habe, dass es das Golden Arrow damals wohl
nur bis 6-fach gab?!






Als Pedale habe ich mich für die MKS Sylvan Track in schwarz entschieden.








So, alles fertig. Schwarze Shimano Bremsleitungen und als Reifen habe
ich mich für die Continental Sport Contact mit Reflexstreifen in 32er
breite entschieden.







Hier sieht man gut die neuen Bremsschuhe und die Tektro Bremshebel, die ich so schön finde!












Fertig und mal als gesamtes Rad:













Ja, das war es für dieses Rad. Wenn ich irgendwas vergessen haben sollte und Fragen bestehen, dann nur Fragen.


Werde mich mal daran machen die Bilder vom "White Swan" aus zu sortieren
(sind über 350 Bilder). Es werden wohl ca. doppelt so viele Bilder
werden wie hier - ich hoffe ich bekomme wegen der Menge nichts auf den
Deckel!!!


Also vielen Dank für ein Feedback, Schraubergrüße

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whitemini

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6

Freitag, 20. Juli 2012, 11:43

@ PowderCoater: richtig, hast Du! Damit es kein hin- und her geben muss, werde ich solche Beiträge in beiden Foren posten und gleich behandeln. Daher werde ich auch meine alten Räder hier einfügen. So hat jeder was von und es muss niemand zwischen den Foren wechseln, um mein Zeug zu sehen. Hoffe es stört nich!

Grüße von whitemini

7

Mittwoch, 1. August 2012, 10:46

Von dem Aufwand, den du betreibst bin ich wieder beeindruckt.

Auch wenn es mir in dem Fall um das Moser leid tut.
Alte Rennräder gefallen mir mit dem originalen Lack und Patina deutlich besser.
;(
dieser Kommentar wurde zu 100% aus recycelten Elektronen erstellt

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whitemini

liberator

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Mittwoch, 1. August 2012, 11:10

Schwarz und weiß sind sehr beeindurckend. Zufällig habe ich gerade A. Winehouse´s "Back to Black" gehört. Aber in diesem Fall ist Metall besser als Alk. Hast Du schon wieder neues in Planung?

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9

Sonntag, 5. August 2012, 17:09

@ Marcus: Dank Dir! ...also wenn ich mir die originale Farbgebung des Rahmens anschaue... ich weiß nicht, ob man auch in diesem Fall über Geschmack streiten kann ;)

@ liberator: Dank Dir auch! Es geht langsam - sehr langsam weiter. Ein neues Projekt siehst Du hier: "Red Swan" ;-)

Salamander

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10

Donnerstag, 22. November 2012, 20:23

Was hab ich denn da für einen Schatz übersehen? Tolle Arbeit :thumbup:

Zu den polierten Muffen (sowas mag ich ja sehr): achte mal ob die so bleiben. Kein mir bekannter Klarlack verhindert auf Dauer das Rosten von Stahl. Ich hab mal einen Rahmen komplett entlackt und mit Klarlack überzogen, nach einigen Jahren bildeten sich zunehmend feine Äderchen von Rost (allerdings hatte ich nicht auf Hochglanz poliert, weil mir dieses Edelstahl- oder titanartige Finish als Rahmen besser gefällt). Mehr Schichten Klarlack würden die Diffusion von Sauerstoff durch den Lack verlangsamen, aber ich schätze daß das auch nicht auf Dauer ist. Oder hast Du einen speziellen Klarlack benutzt, der Unterrostung wirklich verhindern kann?
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

whitemini

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11

Montag, 10. Dezember 2012, 23:34

Hallo Salamander,

das ist ein ganz billiger Spraydosenlack aus dem Bauhaus. Es sind zwar sehr viele Schichten, aber ich denke irgendwann würde der Rost da auch drunter anfangen - allerdings hat das Rad bisher noch keinen Regen gesehen! Soll es eigentlich auch nicht. Warten wir die Zeit ab, ich bin selber auch gespannt!

Grüße von whitemini

Salamander

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12

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 00:20

Regen dürfte nach meinen Beobachtungen da nix ausmachen, ich nehme an Wasser diffundiert weniger schnell durch Lack. Bei meinem Selbstversuch ist in dieser Hinsicht kein Unterschied zwischen Stellen wo der Regen gut abläuft und dem Spritzwasserbereich am Tretlager. Umgekehrt haben auch meine Stahlmöbel mit Klarlack, und die stehen ja immer im Trocknen, diese Unterrostungen. Manche kaum, manche deutlich mehr. Kommt wohl doch sehr auf die Lackdicke an.

Hast Du übrigens mal daran gedacht, selbst zu galvanisieren? In dem Buch "Motorräder selbst verschönern und verbessern" von Malte Bittner, Motorbuch Verlag, ist sowas beschrieben. Ein ganz vorzügliches und unterhaltsames Buch übrigens. Unter anderem hat der sich aus 2 verchromten stino Fahrradscheinwerfern Motorradlautsprecher gebaut. Nicht daß ich mit sowas am mopped durch die Gegend fahren würde, aber die Idee (und die Ausführung) ist klasse :thumbup:
Ein Anleitungsheftchen zum Galvanisieren gibt es bei www.conrad.de, ebenso wie das Material (wenn man die nicht selber besorgen kann).
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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13

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 00:32

@ Salamander: danke für die Ideen und Empfehlungen. Hört sich gut an. Werde ich mich mal mit beschäftigen, wenn ich wieder etwas Zeit finde. Vergolden wäre kein Problem - ist aber nicht mein Geschmack. Mit sonstigem Galvanisieren habe ich mich noch nicht beschäftigt.

Für die "Rostunterwanderungen" scheint dann die allgemeine Luftfeuchtigkeit schon auszureichen. Innerhalb welcher Zeit hast Du das festgestellt? Ich denke durch das Polieren wird es bei mir erheblich länger dauern, bis da was passiert. Aber ich denke irgendwann wird es auch dazu kommen...

Grüße von whitemini

Salamander

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14

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 01:19

Bei dem selbst lackierten Rahmen kamen diese Unterrostungen nach einigen wenigen Jahren. Wie gesagt, allzu dick hatte ich den Klarlack nicht aufgetragen. War auch mehr ein Test, ich hatte 2 Rahmen bekommen die eigentlich vom Lacklabor zur Schrottpresse sollten... Einen hatte ich dann komplett nackig gemacht, weil ich sichergehen wollte daß das kein Ausschuß war mit fehlerhaft gelöteten Stellen. Deshalb auch der Klarlack, um eventuelle Risse rechtzeitig zu entdecken.

Zitat

Vergolden wäre kein Problem - ist aber nicht mein Geschmack. Mit sonstigem Galvanisieren habe ich mich noch nicht beschäftigt.

WIMRE bist Du Zahntechniker, dann hättest Du sicher die Grundlagen und wahrscheinlich auch andere Voraussetzungen. Das Übertragen auf andere Überzüge sollte dann doch nicht mehr so schwer fallen. Falls ich richtig liege, kannst Du zu Tampongalvanisieren was sagen? Kriegt man damit mechanisch belastbare Beschichtungen (Ausfallende) hin?
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15

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 23:59

Ja, richtig, ich bin Zahntechniker. Also ich habe da heute mal drüber nachgedacht und ich denke am Verchromen werde ich mich nicht selber versuchen. Soweit ich mich erinnern kann, ist da ja auch noch eine Nickelschicht drunter (warum und zu welchem Zweck weiß ich nicht mehr) und die Lösungen, mit denen man da hantiert, sind gesundheitlich recht bedenklich. Da lasse ich lieber Profis in dem Gebiet ran.

Tamponvergoldung habe ich auch schon gemacht. Da gibt es recht einfache Geräte für. Das ist wirkich einfach zu machen und ergibt optisch schöne Ergebnisse - sofern der Untergrund zuvor perfekt poliert wurde!!! Die Scheichtstärke ist da recht variabel - je nach Geduld beim Auftragen. Von mechanisch belastbar kann man beim Vergolden allerdings grundsätzlich nicht unbedingt sprechen ;)
Bei anderem Materialien habe ich keine Ahnung, wie einfach die zu handhaben sind beim Galvanisieren, und ob das Verfahren dort so einfach zu händeln ist wie beim Vergolden.

Grüße von whitemini

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16

Freitag, 14. Dezember 2012, 20:27

Die Nickelschicht darunter hat etwa die Funktion einer Grundierung. Die dient der Haftung, ebnet letzte Unebenheiten ein und damit lässt sich billig eine größere Schichtdicke erreichen. Verchromen muß nicht sein, die dafür nötigen Materialien gibt es mW auch nicht für Privatanwender. Als Abschluß dann eine Schicht Glanznickel, ob man sich das auch sparen kann weiß ich nicht. Nickel hat einen leicht gelblichen Glanz, dürfte man aber nur im direkten Vergleich sehen. Vernickeln ist ua bei Werkzeugen wie Schraubendrehern nicht unüblich; früher war das weiter verbreitet (Oldtimer). Statt Verchromen kann man auch Rhodinieren. DIe Rhodiumlösung ist zwar recht teuer, aber ergiebig weil wegen der Härte gerionge Schichtdicken ausreichen. Ist alles in dem oben erwähnten Buch beschrieben.

Um das komplett zu machen, zwischen Werkstoff und Nickel gehört noch eine Kupferschicht. Bei Fahrrädern wurde die seit den 70er/80ern gern eingespart, auf Kosten der Haltbarkeit.
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