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Berny67

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Dienstag, 1. November 2016, 12:40

Das fast perfekte Klapprad

Hallo liebe Fahrradfreunde,

nach einer längeren Krankheitsphase meiner Frau, die nach einer größeren OP (zum Glück nichts ernsthaft bösartiges) viel Unterstützung benötigte und nun auf dem Weg der Besserung ist, konnte ich mich in den letzten Tagen endlich mal wieder einem meiner Projekte widmen. Auch eine etwas ausgedehntere Tour (aber dazu unter anderem Thread) konnte ich mal wieder unternehmen. Aus o. g. Grund war ich auch längere Zeit im Forum abwesend.
Ich plante ja schon seit gefühlter Ewigkeit mal den Einbau einer Gangschaltung in eines meiner Klappräder. Zur Wahl standen ja dazu mein mittlerweile 46 jahre altes Peugeot oder das fast genauso alte Hercules. Da das Peugeot aber noch auf seine Restaurierung wartet, fiel die Wahl auf das zugegebenermaßen auch recht patinierte Hercules, welches aber vom Allgemeinzustand her besser zurecht ist.

Die 3-Gang-Torpedo-Nabe lieferte so ein Fake-Hollandschlachtrad, was ich mal vor langer Zeit halb aus der Ruhr gezogen hatte (kein Witz!). Die Schaltung wurde ausgespeicht und war das einzig noch brauchbare an diesem Teil, der rostige Rest wurde entsorgt. Zur Überprüfung spannte ich sie mal in den Rahmen meines 3-Gang-Schmalsprrades und zu meiner Überraschung schaltete sie einwandfrei. Sind eben unverwüstlich die Dinger.

Ich gab sie für einen Service an meinen "Freundlichen", der auch deren guten Zustand bestätigte. Nun musste die Nabe neu in eine 20er-Felge eingespeicht werden. Da das Einspeichen für mich auch eine Prämiere war, diente das Kinderrad meines Jüngsten als Vorlage.
Das Zentrieren übernahm aber dann doch kurzerhand mein Mechaniker.

Es folgte dann die langersehnte Implantation in das Klapprad, wobei aber auch eine neue Kette verbaut werden musste. Den Schaltungszug verlegte ich auf ganzer Länge gekapselt und befestigte die Außenhülle, in Ermangelung für den dicken Rahmen verfügbaren Zugführungen, mit breiten Kabelbindern. Die Zerlegefähigkeit des Rades konnte duch die durchgehende Kapselung des Schaltzuges erhalten bleiben, was jedoch beim Zusammensetzen des Rades nach dem Transport ein etwas umständliches "Durchpfriemeln" des Zuges in Richtung Hinterrad erfordert. Aber damit kann ich relativ gut leben, da es ja nicht wirklich häufig zerlegt wird. Ein Zugteiler wäre da wohl besser angebracht, aber bisher konnte mir kein dazu befragter Händler weiterhelfen.

Das veraltete und total ausgeschlagene Keil-Tretlager wurde durch ein einzuschlagenes Vierkantlager ersetzt. Passende Kurbeln hatte ich noch aus meinen Schlachtbeständen. Wie zuvor kam ein 46er Zahnblatt zum Einsatz.

Als Bereifung wählte ich Kindermountainbike-Reifen von Dechatlon in 20 x 1.95. Die passten gerade noch so rein, machen zwar ordentlich Radau aber bieten viel Grip. Da der vorhandene Gepäckträger nur bedingt zum Transport von Dingen geeignet ist, wurde, wie es beim Peugeot schon von Haus aus war, ein zusätzlicher vorderer Gepäckträger angebracht. Sicherheitshalber wurde hinten links, seitlich am Rahmen, noch eine Standlichtrückleuchte angebracht. Die voll funktionsfähige "Oldtimerrückleuchte" wollte ich wegen der Originalität an ihrem Platz am Schutzblech belassen, ist aber abgeklemmt. Die Lichtkabel plane ich noch in den Rahmen zu verlegen und mit Steckern zwischen den beiden Rahmenteilen zu versehen. Vielleicht passt ja dort etwas aus dem Hifibereich.

Die erste Probefahrt verlief absolut problemlos und alles funktionierte wie gewünscht. Jedoch kam etwas Ernüchterung auf, da die Schaltung nicht so den gewünschten Geschwindigkeitszuwachs bescherte. Die Übersetzung war einfach zu kurz geraten. Dieser Effekt wurde noch durch den kleinen Radumfang verstärkt. Daher tauschte ich das Ritzel an der Nabe einfach gegen eins mit nur 16 Zähnen aus, wobei mir der Sicherungsring bei der Entnahme durch die halbe Garage flog.

Nun rennt das Teil richtig gut und ich kann damit sogar mit "den Großen" mithalten. Auf Grund des geringen Gewichtes des Rades bereiten auch längere mittelmäßige Steigungen keine Probleme. Auch das Ziehen meines Anhängers ist mühelos möglich.
Selbst auf meinem langen Arbeitsweg hatte ich bereits Spaß mit dem kleinen Rädchen.

Ich für meinen Teil bin doch recht zufrieden, was mir damit gelungen ist.

LG

Berny

Anbei noch ein paar Fotos, u.a. von meiner spätabendlichen Probefahrt mit Anhänger.
»Berny67« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_20161101_111511.jpg
  • IMG_20161101_111455.jpg
  • IMG_20161003_230922.jpg
  • IMG_20161003_230943.jpg
  • IMG_20161003_231003.jpg

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