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chic_rider

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1

Dienstag, 24. Juli 2018, 22:58

Gazelle Holland-Fahrrad Modell "Tour Populair"

Wollte schon lange mal wieder ein Gazelle Holland Fahrrad kaufen.
Gibt es hier in den alten und neuen Modellen qualitative Unterschiede?
Ich hatte z.B. mal gehört das die VW Golfs IV vor 2000 qualitativ hochwertiger seinen.
Gibt es soetwas bei den Gazelle Rädern auch?
Freue mich sehr über Feedback.

Danke

Salamander

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2

Mittwoch, 25. Juli 2018, 16:36

Solche Qualitäts-Änderungen bei Herstellern gibt es bei Fahrrädern auch. Im Gegensatz zu Autos kann man hier leicht selber nachbessern, wenn das nur die Montagequalität oder den Laufradbau betrifft (OK, letzteres muß man können oder einen kennen der's kann). Wenn bei den Komponenten Mist verbaut wurde, auch - aber da ist die Frage, ob sich ein Teiletausch rechnet; manches wie Reifen zB kann man auch erstmal aufbrauchen. Wenn sich die Rahmen oder Lackierung verschlechtert haben, kann man natürlich kaum was machen.

Zu Gazelle kann ich in diesem Fall nix sagen.
Hast Du schon mal erlebt, dass etwas so bildschön zusammenkracht?

Chasse Patate

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3

Mittwoch, 25. Juli 2018, 23:17

Habe mehrere davon, eines von 68, eines von 78, zwei modernere um die 2000. Verglichen mit einem von heute, welches sogar schon teilweise muffenlos geschweisst ist anstatt gelötet, lackierte anstatt verchromte Sturmey Archer Teile hat, ... sogar die schönen roten Gazelle Muttern sind bei einem 5 Jahrte alten schon verblichen ... dasselbe gilt für neue Brooks Sättel oder die mittlerweile dünnen Schutzblechstreben

je älter desto haltbarer und besser verarbeitet.
In D wurden sie auch als A Touren verkauft.

:airborne:
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4

Mittwoch, 25. Juli 2018, 23:22

Ich hatte z.B. mal gehört das die VW Golfs IV vor 2000 qualitativ hochwertiger seinen.


Genau, das war der Golf 2. :D
Die Glorreichen schieben ...

Salamander

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5

Donnerstag, 26. Juli 2018, 23:30

Verglichen mit einem von heute, welches sogar schon teilweise muffenlos geschweisst ist anstatt gelötet, lackierte anstatt verchromte Sturmey Archer Teile hat

Ich liebe ja klassische gemuffte Stahlrahmen, aber ich muß sagen geschweisste Stahlrahmen haben sich aus gutem Grund durchgesetzt. Umweltschutz und Arbeitsschutz sind da weniger ein Problem, und vor allem ist Hartlöten deutlich teurer. Man braucht eine Unzahl diverser Muffen für verschiedene Rahmen in mehreren Rahmenhöhen, die Ansprüche an die Vorbereitung sind wesentlich höher (metallisch blank, genaues Spaltmaß), und dann müssen die korrosiven Flussmittelreste noch aufwändig entfernt werden. Zudem lässt sich eine mißlungene Lötverbindung im Gegensatz zu Schweißnähten nur schlecht erkennen. Grade bei billigen Rädern ist das fatal, weil da der Kostendruck immens ist und entsprechend gerne gepfuscht wird. Ich hab schon Räder in der Hand gehabt, wo Rohre einfach aus der Muffe gefallen sind. Einen technischen Vorteil haben Muffen: mit entsprechender Form vermeiden die Rahmenbrüche durch einen harten Spannungssprung an den Knotenpunkten, aber das wird bei den Hollandradrahmen nicht verwirklicht.

Verchromte Teile sind Sache der Komponentenhersteller, wenn es das nicht gibt kann der Fahrradbauer da nix machen. Auch verchromen ist teuer, wegen der aufwändigen Poliererei vorher und der teuren Entsorgung der giftigen Bäder. Ich denke mit Grausen an die miserablen Verchromungen, die in den 80er Jahren aufkamen. Da sind lackierte bzw pulverbeschichtete Teile für mich das kleinere Übel.

In D wurden sie auch als A Touren verkauft.

Ich bin ja nun kein Keksperte für Hollandräder, aber ich meine es gibt da Unterschiede (Gestängebremse oder Bowdenzug). Beim Nachforschen bin ich auf diesen link gestoßen https://hollandrad.blog/2009/02/22/gazel…-oder-a-touren/, da steht in einem Leserkommentar

Zitat

Schließlich springt die Kette in regelmäßigen Abständen runter. Der Kettenspanner ist aus wenig stabilem Plastik und kann auch nicht durch einen herkömmlichen, haltbaren Metallspanner ersetzt werden, da Gazelle den Rahmen mit einer Kante konstruiert hat.

Nunja, man neigt bei so einem Wachstuchkettenkasten schnell dazu die Kettenwartung zu vernachlässigen und dazu gehört auch das Spannen. Und wenn man die Achsmuttern nicht löst, kriegt man einen metallenen Kettenspanner kaputt. Aber was da nun ausschlaggebend war, kann ich latürnich nicht sagen.
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chic_rider

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6

Freitag, 27. Juli 2018, 09:37

Danke für die vielen Antworten. Witzig, dass es sich in so vielen Branchen so verhält,
dass "je älter desto besser" gilt. Finde ich irgendwie schade, aber alle versuchen
immer die Kosten zu senken.

Chasse Patate

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7

Samstag, 28. Juli 2018, 09:11

ja wie?

@ SALAMANDA ... 899 Euronen is das nun ein Billigrad oder nicht?
Kettenpflege: Nachspannen ist so einfach wie bei jedem anderen Rad. Nach 10000 km würde ich die immer noch fettige Kette doch mal messen; also dann wenn der Hinterradreifen komplett runter ist.
:airborne:
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Salamander

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8

Samstag, 28. Juli 2018, 09:58

@ SALAMANDA ... 899 Euronen is das nun ein Billigrad oder nicht?

Hab ich das behauptet?

Kettenpflege: Nachspannen ist so einfach wie bei jedem anderen Rad.

Ein Leserkommentar behauptet, bei diesem Rad mit Plastikkettenspanner sei dem eben nicht so. Ob das stimmt, oder ob der zu doof ist, kann ich nicht sagen.
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Henner

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9

Samstag, 28. Juli 2018, 11:18

Ich habe etwa 10Jahre lang ein Tour Populair besessen und habe es während dieser Zeit als Alltagsrad genutzt. Endkilometerstand waren etwa 56000km.
Das Tour Populair ist zumindest wenn es so viele Kilometer zurücklegt kein "Null-Problem" Rad für Leute mit zwei linken Händen. Größtes Problem ist meines Erachtens, dass die Gewichtsverteilung sehr zu ungunsten des Hinterrades ausfällt, was zu Speichenbrüchen, gerissenen Felgen und überhaupt erhöhter Pannenanfälligkeit führt. Da muß man dringen einen Marathon Plus oder - so habe ich es gemacht - mit einer Pannenfuchseinlage fahren.

Ich könnte noch viel dazu schreiben…

Anbei ein Photo des fraglichen "Plastik"-Kettenspanners, Baujahr circa 2005. Ich habe noch ein komplettes Hinterrad mit 5-Gang Sram Nabenschaltung hier liegen, welches ich bei Gelegenheit mal verkaufen muß…

Edit: Nein, ich bin kein Schwergewicht - ich wiege 82 Kilogramm. Dennoch ist sind Edelstahlfelgen da überfordert. Es zeigte sich, dass eine normale Stahlfelge (Marke "Schothorst") bei mir nicht einreißt.
»Henner« hat folgendes Bild angehängt:
  • Kettenspanner_Tour_Populair_klein.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Henner« (28. Juli 2018, 11:22)


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10

Samstag, 28. Juli 2018, 16:56



Kettenpflege: Nachspannen ist so einfach wie bei jedem anderen Rad.

Ein Leserkommentar behauptet, bei diesem Rad mit Plastikkettenspanner sei dem eben nicht so. Ob das stimmt, oder ob der zu doof ist, kann ich nicht sagen.

Immer das selbe mit dem WWW ... alles nur alternative Fakten. Nix mit erste Hand Erfahrung und ölverschmierten Fingern.
Ich sag hier nix zum Löten; das Silberlot is eh grad aus.
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11

Samstag, 28. Juli 2018, 17:23


Anbei ein Photo des fraglichen "Plastik"-Kettenspanners, Baujahr circa 2005. Ich habe noch ein komplettes Hinterrad mit 5-Gang Sram Nabenschaltung hier liegen, welches ich bei Gelegenheit mal verkaufen muß…

Edit: Nein, ich bin kein Schwergewicht - ich wiege 82 Kilogramm. Dennoch ist sind Edelstahlfelgen da überfordert. Es zeigte sich, dass eine normale Stahlfelge (Marke "Schothorst") bei mir nicht einreißt.

Ich sprach ja schon davon, dass meine älteren all jene Problemchen nicht haben.
Kettenspanner ersetzte ich generell durch geriffelte Unterlegscheiben.
Genau das Problem mit gerissenen Speichen ist mir vom berühmten Stéphane de Gazelle bekannt; er ist am Ende bei Kupferunterlegscheiben gelandet.

Würde wirklich nach einem alten (60er bis 80er Jahre) mit Gestängebremse im markplaats.nl Ausschau halten.

Die tauchen im verstaubten oder herausgeputzten Originalzustand immer wieder zu einem Preis weit unter dem jetztigen Neupreis auf.
Für den Neupreis bekommt man aber auch sehr alte top restaurierte Exemplare mit Kruiseframe und Stangenremmen der Nobelmarken Simplex oder Lokomotief und hat dann nicht mehr so ein Massenprodukt, wie das Toer populair.
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12

Samstag, 28. Juli 2018, 18:34

Also Speichen (2,34mm Durchmesser am Hinterrad) knackten nur dann weg, wenn ihre die Spannung zu niedrig(!) war. Es gab dabei keine Vorzugsseite (d.h. Ritzelseite oder gegenüber).

Grund für nachlassende Speichenspannung war dann wohl zumeist die einreißende Edelstahlfelge. Anbei mal ein Photo aus meinem Archiv.
Wie gesagt - mit einer selbst eingespeichten Stahlfelge war der Spuk dann für mich vorbei. Kann sein, dass ich da nochmal die ein oder andere Speiche wechseln musste. War dann aber alles im Rahmen.

Einen Gabelbruch vorne hatte ich im übrigen bei etwa 27000km. Ganz ohne Bordsteinräuberei oder Wheelies :) . Die zweite Gabel hat dann bis zum Ende gehalten und ist dann durch eine defekte/blockierende Trommelbremse vorne zerstört worden.

Edit: Hab' noch ein Detailphoto gefunden
»Henner« hat folgende Bilder angehängt:
  • Gazelle_Felgenbruch.jpg
  • Felgenriss_detail.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Henner« (28. Juli 2018, 19:22)


13

Samstag, 28. Juli 2018, 20:15

Das mit dem Gabelbruch fand ich damals schon erstaunlich... Wenn man die Gewichtsverteilung Vorder-/Hinterrad, dein Durchschnittsgewicht und die doch überschaubare Bremskraft der Trommelbremsen berücksichtigt – wodurch konnte die bitte versagen? ?(

Henner

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14

Samstag, 28. Juli 2018, 23:05

Ich muß sagen, dass ich die vordere Bremse dann nicht mehr auseinander genommen habe. Ich vermute, dass die Achse gebrochen war. Die Halteplatte, die die Beläge hält und auch den Arm zur Bremsmomentabstützung mit dran hat hing irgendwie schief in der Nabe/Bremstrommel drin.
Das Ganze ist glücklicherweise bei ganz niedriger Geschwindigkeit passiert :S .

Salamander

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15

Sonntag, 29. Juli 2018, 16:02

Das mit dem Gabelbruch fand ich damals schon erstaunlich... Wenn man die Gewichtsverteilung Vorder-/Hinterrad, dein Durchschnittsgewicht und die doch überschaubare Bremskraft der Trommelbremsen berücksichtigt – wodurch konnte die bitte versagen? ?(

Durch den großen Hebel, den die Strecke von der Bremsmomentaufnahme zum Gabelkopf bildet. Hebellänge mal Bremskraft ergibt ein Moment, was den Gabelholm verdrehen will. Und oft genug auch schafft :D
Hast Du schon mal erlebt, dass etwas so bildschön zusammenkracht?

16

Sonntag, 29. Juli 2018, 21:41

Schon klar, dass der Hebel größer ist als bei einer Bremsmontage am Gabelkopf. Ich hatte als Vergleich eher Gabeln mit Scheibenbremsaufnahme im Sinn, die bei gleichen Hebelverhältnissen nicht nur wirksamere Bremsen, sondern meistens auch noch einen höheren Anteil am Gesamtgewicht und gern auch schlechtere Wegstrecken wegstecken.

Klar, das sind andere Räder... ich hätte trotzdem gehofft, dass ein Marken-Hollandrad mit dem Gewicht da andere Reserven hat. Zumal die ja genau diesen Bremsentyp an genau diesem Modell echt nicht erst seit gestern verbauen.

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Sonntag, 29. Juli 2018, 22:08

Bekannt sind kaltverformte Gabeln und abgeknickte Hinterbaustreben durch plötzliches, ungewolltes Blockieren der Trommelbremse bei geringer/normaler Handkraft. @Henner schrieb von einer mutmaßlich gebrochenen Achse der Trommelbremse, das könnte hier den gleichen Effekt gehabt haben.

Ich hatte aber auch schon eine bei einer Notbremsung geschrottete Hollandradgabel in den Pfoten. Der Fahrer war allerdings ein ziemlicher Brocken
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Henner

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18

Sonntag, 29. Juli 2018, 23:56

Um die Schadensbilder zu präzisieren:
Der Gabelbruch (27000km) entwickelte sich sehr allmählich. Man sah zunächst nur, dass das Vorderrad über den Umfang gesehen zum Schutzblech hin keinen gleichmäßigen Abstand mehr hatte. Die Gabel ist dann nach vorne hin abgebrochen - der Radstand ist sozusagen immer länger geworden, bis die Gabel dann komplett brach. Die Gabelholme der Gazelle sind sehr grazil - ich habe mir den Bruch dann genau angesehen.

Die blockierende Trommelbremse (56000km) führte zu einer starken Verzögerung, so daß ich fast über den Lenker geflogen wäre. Bei höherer Geschwindigkeit wäre das echt fatal gewesen.
Die Gabel war im oberen Bereich, in der Nähe des Lenkkopflagers nicht verformt. Das Anlötteil, das den Hebel zur Bremsmomentabstützung an der Gabel aufnimmt war hingegen ausgerissen. Das geht normalerweise nicht so einfach, da der Hebel zur Bremsmomentabstützung bei einer Bremsung relativ mittig "von hinten" gegen einen Gabelholm drückt. Vermutlich aufgrund eines Achsbruches (die komplette Ankerplatte hing schief in der Bremstrommel) war das Anlötteil aber nach innen hin ausgerissen. Das Vorderrad hat auch noch so 1-2 Umdrehung vor dem Stillstand gedreht, so das die verbogene Ankerplatte+Hebel ordentlich gegen den Gabelholm geschlagen haben.

Ich hätte eine komplett neue Gabel + Nabe (oder gar Vorderrad) vorne gebraucht um das wieder zu reparieren. Nach meiner Erfahrung mit der Ersatzteilbeschaffung bei Gazelle und in Anbetracht des schon fortgeschrittenen Kilometerstandes habe ich mich dann komplett von dem Rad getrennt :S .

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