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martin0

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1

Dienstag, 11. Juni 2013, 07:22

bei 130 km ist Schluss

Hi,

ich möchte gern auf 200 Kilometer pro Tag kommen, ab 90 km im Flachland fangen die Knie an zu schmerzen und bei 130 ist Schluss. Ich fahre täglich zur Arbeit, gelegentlich einen Ausflug mit Steigungen, und zwei- oder dreimal im Jahr ne längere Tour, meistens ein Flusstal entlang. Im Jahr komme ich auf vllt. 3000 km.

Mein Radl:
Gudereit RC30 Plus RH 61
Shimano LX (wegen Geldmangel im Studium jahrelang gefoltert, die Ritzel habens bald hinter sich. 21 Gänge)
Magura Hydraulikbremsen
Licht mit Shimano HB ... Nabendynamo (ohne Leerlauf, Standlicht)
Gepäckträger

Insgesamt ein sehr schweres Rad (was im Stadtverkehr bei schlechtem Wetter und dichtem Verkehr kein Nachteil ist). Die Gangschaltung ist mir ein bissl zu klein (bilde ich mir ein), auf langen Touren bin ich im zweitgrößten Gang unterwegs, und bergab ist bei etwa 45 km/h mit Strampeln Schluss. Ein oder zwei große Gänge mehr wären toll. Zahnzahlen hab ich grad net, kann ich aber nachliefern, ebenso andere Details.

Arbeite selbst als Lehrer, und ne Sportkollegin, die selbst Rad fährt, meinte, dass das Knieproblem auf eine falsche Geometrie zurückzuführen sein könnte. Daher hab ich die Hoffnung, dass jemand hier mehr weiß?

Grad ist der Sattel kaputtgegangen, und in Anbetracht neuer Investitionen (Ritzelpakete, Sattel?) überlege ich, auch Grundsätzliches in Erwägung zu ziehen. Schrauben kann ich einigermaßen, hab mal Mechaniker gelernt.

Angehängt habe ich mal ne Tabelle mit Maßen drin. Bin gespannt.

Lieben Gruß :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »martin0« (13. Juni 2013, 19:48) aus folgendem Grund: Anhänge gelöscht, weil persönlich und offensichtlich ohne Relevanz


HotRod

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2

Dienstag, 11. Juni 2013, 07:56


<..> Arbeite selbst als Lehrer, und ne Sportkollegin, die selbst Rad fährt, meinte, dass das Knieproblem auf eine falsche Geometrie zurückzuführen sein könnte. Daher hab ich die Hoffnung, dass jemand hier mehr weiß?

Grad ist der Sattel kaputtgegangen, und in Anbetracht neuer Investitionen (Ritzelpakete, Sattel?) überlege ich, auch Grundsätzliches in Erwägung zu ziehen. Schrauben kann ich einigermaßen, hab mal Mechaniker gelernt.

Angehängt habe ich mal ne Tabelle mit Maßen drin. Bin gespannt.

Moin Martin,

Deine Kollegin könnte Recht haben, aber um das beurteilen zu können, müssten wir Dich auf dem Rad sehen und selbst dann ist eine Ferndiagnose noch schwierig, weil die Perspektive auf den Fotos verzerren kann.

Was meinst Du mit "Grundsätzliches"? Dein Rad komplett renovieren oder ein neues Rad? Wenn neu, an was dachtest Du?
Wo kommen die Maße im Anhang her? Selbst vermessen oder schon beim Fachmann gewesen. Dieser Fachmann müsste Dir auch Dein Rad richtig einstellen können.

Insgesamt benötigen wir etwas mehr Infos um Dir sachdienlich hilfreich zu sein ;)
"Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden."
Marie von Ebner-Eschenbach
"Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden."
Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975

kairo-hh

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3

Dienstag, 11. Juni 2013, 08:23

Moin :)

Ja, es kann an der Rahmengeometrie liegen, zumal das Fahrrad von Dir eventuell etwas zu klein ist.
Häufig liegt es aber, gerade bei Problemen mit den Knien, entweder an einem falsch eingestellten Fahrrad, oder aber an der Art und Weise wie man fährt.

Schau Dir mal dieses PDF an: http://www.saar-rad.de/userfiles/file/An…_210x297_HU.pdf
In dem wird beschrieben wie man das Fahrrad richtig einstellt. Für Dich dürfte vor allem das mit der richtigen Sattelhöhe wichtig sein.

Wie schon geschrieben, kann es auch daran liegen wie man fährt. Damit ist gemeint wie hoch die Trittfrequenz ist, also wie viele Umdrehungen die Pedale machen.
Leider sieht man es sehr häufig, dass die Trittfrequenz zu niedrig ist. Das hat den Nachteil, dass man sehr viel Kraft aufwenden muss um in Bewegung zu bleiben. Dadurch werden aber auch die Knie zusätzlich belastet, wobei Fahrradfahren eigentlich ein Sport ist, bei dem die Knie besonders geschont werden. Ideal ist eine Trittfrequenz zwischen 80 und 100 Umdrehungen pro Minute. Wenn es nur 70 sind geht es auch noch, viel weniger sollte es dann aber wirklich nicht mehr sein.
Dann kann es auch noch daran liegen mit welchem Teil des Fußes Du die Pedale trittst. Ideal ist es, wenn Du nur den Fußballen benutzt. Die Hacke oder das Fußgewölbe sollten möglichst Tabu sein.

Noch zwei Tipps:
Derzeit hast Du 21 Gänge am Fahrrad. Aber selbst wenn Du eine Schaltung mit 30 Gängen nimmst, hast Du effektiv vielleicht 2-3 Gänge gewonnen. Das liegt daran, dass es bei der Kettenschaltung viele Überschneidungen gibt und es somit effektiv keine 30 Gänge gibt. Daher wirst Du gegenüber Deinem 21-Gang-Fahrrad kaum einen Unterschied merken.

Und der letzte Tipp: Hast Du schon mal an Klickpedale gedacht? Richtig eingestellte Klickpedale (bzw. die Schuhe) sorgen für einen idealen Rundlauf und sind für das Knie das Beste was man machen kann.

Wie HotRod schon geschrieben hat, ist ansonsten eine Diagnose sehr schwierig.
Lieben Gruß

Kai

ullebulle

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4

Dienstag, 11. Juni 2013, 08:42

Also, bei mir als schon Kniegeschädigtem ist es sehr wichtig,
den Sattel in der Höhe einzustellen.
Das ist natürlich per Forum nicht zu beschreiben, sondern nur durch den Blick
eines Fachmanns vor Ort (Fahrradhändler des Vertrauens) und Ausprobieren
hinzukriegen.
Der Händler sieht auch, ob das Fahrrad zu einem passt.

Und ich rate dringend auch zu Klickpedalen, damit der Fuß immer in der richtigen Stellung
aufs Pedal drückt.

Gruß ulle

kylogos

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5

Dienstag, 11. Juni 2013, 08:52

Sattelhöhe korrekt?
Knielot korrekt?
Kniewinkel im OT > 90°?
Trittfrequenz mind. 80 U/min?
Fußfehlstellungen (X- oder O-Beine)?
Beine gleich lang?

Wo genau tut es weh? Oberhalb des Knies weist auf Muskulatur hin, unterhalb eher auf Patellasehne. Seitliche Schmerzen resultieren häufig aus Fehlhaltungen.

Was sagt Dein Orthopäde? Gibt es Auffälligkeiten am Knie? Meniskus i.O.? Knie vollumfänglich schmerzfrei beweglich? Blutwerte i.O.? Evtl. Creatin-Kinase erhöht?

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the Godfather

martin0

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6

Dienstag, 11. Juni 2013, 20:06

Aloha,

vielen herzlichen dank für die zahlreichen Anregungen und Nachfragen. Ich will versuchen, sie so gut wie ich kann zu beantworten.
Deine Kollegin könnte Recht haben, aber um das beurteilen zu können, müssten wir Dich auf dem Rad sehen und selbst dann ist eine Ferndiagnose noch schwierig, weil die Perspektive auf den Fotos verzerren kann.

Was meinst Du mit "Grundsätzliches"? Dein Rad komplett renovieren oder ein neues Rad? Wenn neu, an was dachtest Du?
Wo kommen die Maße im Anhang her? Selbst vermessen oder schon beim Fachmann gewesen. Dieser Fachmann müsste Dir auch Dein Rad richtig einstellen können.

Ok, ich könnte versuchen, ein Bild zu machen, aber nach Allem was ich grade gelesen habe vermute ich mal, dass es den Gang zu einem fähigen Händler nicht ersparen wird?
"Grundsätzliches": Machen neue Teile Sinn, weil das Rad an sich brauchbar ist? Wechsle ich den Rahmen, weil zwei wichtige Zentimeter fehlen, und ziehe mit den Teilen so gut es geht um? Wenn ein neuer Rahmen hermuss, macht das Sinn es in Richtung Randonneur zu entwickeln? Längere Radreisen werd ich in Zukunft definitiv machen. Bei meinem komme ich mit der Hacke schon mal an die Satteltasche, und in steileren Kurven setze ich hin und wieder mit der inneren Pedale auf, was sehr unangenehm ist (bislang noch keine Stürze) (ist das abschaffenswürdig oder muss man da einfach aufpassen?).
Neues Rad werd ich mir zur Zeit nicht leisten können, aber evtl. ein gebrauchtes...

Die Maße im Anhang hab ich mit Wasserwaage und Zollstock selbst genommen, nur um ne grobe Tendenz zu erhalten. Genau und belastbar war das mit Sicherheit nicht.

Ja, es kann an der Rahmengeometrie liegen, zumal das Fahrrad von Dir eventuell etwas zu klein ist.
Häufig liegt es aber, gerade bei Problemen mit den Knien, entweder an einem falsch eingestellten Fahrrad, oder aber an der Art und Weise wie man fährt.

[...] wobei Fahrradfahren eigentlich ein Sport ist, bei dem die Knie besonders geschont werden. Ideal ist eine Trittfrequenz zwischen 80 und 100 Umdrehungen pro Minute. Wenn es nur 70 sind geht es auch noch, viel weniger sollte es dann aber wirklich nicht mehr sein.

Und der letzte Tipp: Hast Du schon mal an Klickpedale gedacht? Richtig eingestellte Klickpedale (bzw. die Schuhe) sorgen für einen idealen Rundlauf und sind für das Knie das Beste was man machen kann.

Vielen Dank für den Link und die vielen Tipps. Da hab ich jetzt Hausaufgaben :) Auf kurzen Strecken in der Stadt fahre ich eine recht hohe Frequenz, mag geschätzt so bei 110/120 liegen. Bislang war ich dem Glauben aufgesessen, eine niedrigere Frequenz würde auf lange Strecken Kräfte sparen. Das werd ich direkt ausprobieren. Muss ich erstmal Kondition aufbauen, oder ist der Gedankengang Quatsch?

Würden es auch Käfige tun? Bin als Teenie Rennrad gefahren, und von daher an Käfige gewohnt. Oder ist das Umlernen net so dramatisch? Muss ja auch alltaugstauglich sein wegen Fahrt zur Arbeit.

Sattelhöhe korrekt?
Knielot korrekt?
Kniewinkel im OT > 90°?
Trittfrequenz mind. 80 U/min?
Fußfehlstellungen (X- oder O-Beine)?
Beine gleich lang?

Wo genau tut es weh? Oberhalb des Knies weist auf Muskulatur hin, unterhalb eher auf Patellasehne. Seitliche Schmerzen resultieren häufig aus Fehlhaltungen.

Was sagt Dein Orthopäde? Gibt es Auffälligkeiten am Knie? Meniskus i.O.? Knie vollumfänglich schmerzfrei beweglich? Blutwerte i.O.? Evtl. Creatin-Kinase erhöht?
Sattelhöhe werd ich ausprobieren (s.o.), zur Not checken lassen. Brauche dann aber Nachhilfe: Was ist ein Knielot? OT > 90° ? Ganz leichte X-Beine habe ich wohl.

Aber sehr deutlich: Das linke Bein ist etwa 1,5 cm kürzer als das rechte Bein, habe vor nem Jahr wegen Hüftschmerzen nen Ausgleich drin, der aber nur die Hacke anhebt. Schmerzen sind beinahe ausgeglichen, hat aber echt lange gedauert wegen 30 Jahre Hüftschiefstand. Bei der Pedale wäre der Unterschied noch da. Momentan habe ich den Sattel eingestellt, dass das kürzere Bein sich grad eben nicht durchdrückt, das längere Bein ist da benachteiligt.

Die Knie kann ich schmerzfrei bewegen, in der Pubertät hatte ich unspezifische Schmerzen, das war alles.
Die Knieschmerzen kann ich leider nicht wieder aufrufen, ich kann mir alles drei grad vorstellen, das hilft aber verm. nicht.

Orthopäden haben wir leider keinen (dem ich vertrauen würde), zur Zeit macht das mein Hausarzt, der da vermutlich der falsche ist. Blutwerte sind bis auf Thrombozyten normal, die Zahl ist zu niedrig, aber nicht so abweichend dass ich Medikamente nehmen müsste. Gibt halt beeindruckende blaue Flecken, und wenns blutet dauert es etwas länger, aber nicht viel. Creatin-Kinase sagt mir nichts, hab grad den Beamtencheck hinter mir, wird das da mitgecheckt? Wenn ja, war es wohl normal, die Amtsärztin hat mich wegen jedem kleinen Popel zum Hausarzt zur Begutachtung geschickt...

Henner

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7

Dienstag, 11. Juni 2013, 20:39

..Ein oder zwei große Gänge mehr wären toll..

Als ich das gelesen habe dachte ich sofort an einen tendenziell zu niedrige Trittfrequenz.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß zum Teil schon leichte Veränderungen an der Geometrie das Durchhalten ohne Schmerz deutlich steigern. So bin ich zum Beispiel sicher zwei Jahre lang fast jeden Tag zu Arbeit hin und her gefahren - ohne Schmerzen.
Sobald ich aber dann mal über 90-100km am Stück gefahren bin, setzte mein rechtes Knie aus. Die Lösung war dann den Sattel weiter nach hinten zu schieben - deutlich weiter als per "Knielotempfehlung".
Fahr' vielleicht mal mit einem anderen Fahrrad, falls du ein in etwa passendes Rad in deinem Umkreis mal leihen kannst und guck mal wie du reagierst.
Ich denke auch ein Händler wird dir das Rad nur gemäß der üblichen auch hier genannten Tips einstellen.
Die Feineinstellungen muß man selber rausfinden - genau die machen denke ich den Unterschied auf längeren Distanzen.

Kenne dein Fahrrad nicht, aber ich denke Gudereit ist doch eine venünftige Marke. Da würde ich erstmal nix kaufen, sondern an der Einstellung des vorhandenen Materials spielen. Erst wenn dann nix geht kann man weitersehen. Blöd halt, wenn man erst nach knapp 100km wirklich merkt, daß es nicht passt.

kylogos

unregistriert

8

Mittwoch, 12. Juni 2013, 11:51

Sattelhöhe werd ich ausprobieren (s.o.), zur Not checken lassen. Brauche dann aber Nachhilfe: Was ist ein Knielot? OT > 90° ? Ganz leichte X-Beine habe ich wohl.

Aber sehr deutlich: Das linke Bein ist etwa 1,5 cm kürzer als das rechte Bein, habe vor nem Jahr wegen Hüftschmerzen nen Ausgleich drin, der aber nur die Hacke anhebt. Schmerzen sind beinahe ausgeglichen, hat aber echt lange gedauert wegen 30 Jahre Hüftschiefstand. Bei der Pedale wäre der Unterschied noch da. Momentan habe ich den Sattel eingestellt, dass das kürzere Bein sich grad eben nicht durchdrückt, das längere Bein ist da benachteiligt.

Die Knie kann ich schmerzfrei bewegen, in der Pubertät hatte ich unspezifische Schmerzen, das war alles.
Die Knieschmerzen kann ich leider nicht wieder aufrufen, ich kann mir alles drei grad vorstellen, das hilft aber verm. nicht.

Orthopäden haben wir leider keinen (dem ich vertrauen würde), zur Zeit macht das mein Hausarzt, der da vermutlich der falsche ist. Blutwerte sind bis auf Thrombozyten normal, die Zahl ist zu niedrig, aber nicht so abweichend dass ich Medikamente nehmen müsste. Gibt halt beeindruckende blaue Flecken, und wenns blutet dauert es etwas länger, aber nicht viel. Creatin-Kinase sagt mir nichts, hab grad den Beamtencheck hinter mir, wird das da mitgecheckt? Wenn ja, war es wohl normal, die Amtsärztin hat mich wegen jedem kleinen Popel zum Hausarzt zur Begutachtung geschickt...
Begrifflichkeiten: http://www.patria.net/ergonomie/
Sehr zu empfehlen!

OT: oberer Totpunkt, der höchste Punkt des Pedales, bevor es aus der Aufwärts- in die Abwärtsbewegung geht. Hier sollte der Winkel Oberschenkel / Unterschenkel max. 90° betragen.

Creatin-Kinase: http://de.wikipedia.org/wiki/Creatin-Kinase
Ein Indikator für entzündliche Veränderungen in der Muskulatur. Auch erhöht nach Sportverletzungen oder starkem Muskelkater.

Den Orthopäden würde ich Dir trotz allem mal ans Herz legen.

Bzgl. des zu kurzen Beines: evtl. kann man den Cleat am Schuh des zu kurzen Beines "erhöht" montieren, um so die Verkürzung auszugleichen. Auch hier gilt --> Orthopäden fragen!

Grundsätzlich sind Schmerzen, die nach langen, ungewohnten Belastungen auftreten, nichts schlimmes. Im Gegenteil! Sie sind ein Warnsignal Deines Körpers, dass Du dabei bist, eine Grenze zu überschreiten. Wenn Du dabei nicht zu weit gehst, kannst Du diese Grenze allmählich - in vernünftigem Rahmen! - nach oben verschieben.

Aber erst, wenn abgeklärt ist, dass es für den Schmerz keine akuten Ursachen gibt.

grandsport

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9

Mittwoch, 12. Juni 2013, 13:50

Zitat

aber nach Allem was ich grade gelesen habe vermute ich mal, dass es den Gang zu einem fähigen Händler nicht ersparen wird?

Wäre, wenn er Ahnung hat, was nicht zwingend der Fall sein muss, durchaus anzuraten. Es geht auch ohne und am Ende wird allein dein Körper entscheiden und kein Forum, keine Tabelle, kein Berater. Aber ein guter Händler sieht einfach schnell woran es hakt.

Zitat

in steileren Kurven setze ich hin und wieder mit der inneren Pedale auf, was sehr unangenehm ist

In steilen/engen Kurven wird nicht getreten, da kommt das Innenpedal nach oben. So tief runter, wie du dann kommen kannst, wirst du nie gehen, würde ich mal behaupten.

Zitat

Auf kurzen Strecken in der Stadt fahre ich eine recht hohe Frequenz, mag geschätzt so bei 110/120 liegen. Bislang war ich dem Glauben aufgesessen, eine niedrigere Frequenz würde auf lange Strecken Kräfte sparen. Das werd ich direkt ausprobieren. Muss ich erstmal Kondition aufbauen, oder ist der Gedankengang Quatsch?

120 ist eine irre Frequenz, die man selten länger durchhält, wenn man nicht super trainiert ist. Ein Radler, der Rennen fährt und trainiert wie ein Wilder, sagte mir mal, alles über 110 ist Kurzzeitfrequenz. Ich packe 100-105 auf längere Distanzen. Das habe ich beginnend bei rd. 70-75 in Fünfer-Schritten dorthin gesteigert.
Ich würde mir einen Trittfrequenz-Messer ans Rad basteln. Diverse Tachoanbieter haben entsprechende Modelle, die einen TF-Messer dabei haben. Ich habe den Sigma BC1609. Empfehlenswert.
Kondition für eine dauerhaft höhere TF muss man aufbauen, richtig. Anfangs hat man da schnell das Gefühl, sich dumm und dämlich zu treten, ohne voranzukommen. Mit der Zeit gibt sich das, also die Kondition kommt. In kleinen Schritten zu erhöhen überfordert nicht und bringt trotzdem zügig viel.
Erst wenn du dein TF-Ziel erreicht hast, lohnt es sich, über eine andere Abstufung oder gar Gangschaltung nachzudenken, denn welche Übersetzungen du tatsächlich brauchst, hängt neben deinem Tempo und dem Terrain von deiner TF ab.

liberator

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10

Mittwoch, 12. Juni 2013, 14:50

als Anregung mal anders gedacht: Vielleicht Überlastung oder Ermüdung? Für längere Belastung braucht der Körper auch lange, sich daran zu gewöhnen, für 90km ist man ja auch leicht mal ab drei Stunden unterwegs, irgenwann macht der Körper einfach schlapp.
Wie sieht es mit Fahrtechnik aus? Wenn Du recht breitbeinig fährst, kann das auch zu Schmerzen führen, weil die Belastungswinkel nicht stimmen, was sich auch bis später aufbauen kann...etc

martin0

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11

Mittwoch, 19. Juni 2013, 06:26

Hey. Sorry für die späte Antwort, war krank. Habe ein bissl rumgespielt: Sattel war falsch eingestellt, habs jetzt verbessert. Knielot ist aber noch nicht, der Kniewinkel ist immer noch spitz. Habe mich auch jetzt entschieden, das Rädle zu renovieren: Sattel ist bestellt, mal schauen ob ich den weiter nach hinten schieben kann als den alten. Falls nicht, muss wohl ne andere Sattelstütze/anderer Vorbau her, um die Position insgesamt nach hinten zu schieben? Auf Dauer kommt dann auch ein neuer Lenker dran, wegen Umgreifen wohl einer mit Drop. Mal schauen wegen der Magura Bremsgriffe, das wird wohl ein Problem.

Aber vielen Dank, was Neues gelernt: Die effektive Geschwindigkeit ist vom Gedankengang her egal, die Gangschaltung steuert die Übersetzung so, dass Frequenz und Kraftaufwand (so denn gefunden) identisch bleiben. Das Tempo ist dann erstmal ein einfaches Resultat, hab ich vorher nie drüber nachgedacht.

Gangschaltung habe ich mir noch mal kritischer angeschaut: Die Trittfrequenz ist hoch, und wenn Geradeaus kein Gegenwind kommt, oder es ein bissl bergab geht ist da noch ganz gut Reserve. Bei etwa 140 hör ich auf zu treten. Mittleres Ziel für mich ist es allerdings, lange Distanzen zu fahren, und auch die Mittelgebirge anzugehen. Machts da Sinn, auf einen großen Gang zu verzichten, weil große Gänge die kleinen Übersetzungen ausschließen?

Überlastung ist natürlich klar, 90 km fahre ich ja nicht jede Woche am Stück. Aua, Hinlegen und Füße hoch sagen da auch andere Körperteile, aber die Knie sehr deutlich mehr als alle anderen...


LG

grandsport

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12

Mittwoch, 19. Juni 2013, 07:36

Zitat

Machts da Sinn, auf einen großen Gang zu verzichten, weil große Gänge die kleinen Übersetzungen ausschließen?

Wo es bergauf geht, geht es auch wieder bergab, da sind große Gänge schon fein.

Wenn du eine TF von 140 packst (Respekt!), dann kommst du mit 48:12 als größtem Gang ja immerhin recht weit, das geht bis auf Tempo 70, bei 50:11 wären es satte 80, mit RR-Heldenkurbel sogar 85.
Wenn diese Geschwindigkeiten nicht deine Ambitionen sind, wäre eine Reduzierung zugunsten kleinerer Gänge sicherlich überlegenswert.
Ich würde schauen, wie eng die Abstufung werden kann, daran hängt es ja, ob du nicht nur eine hohe TF, sondern auch eine gleichmäßige fahren kannst. Die Gleichmäßigkeit macht eine Menge aus, wenn es um lange Distanzen geht.

Am Renner fahre ich 50:34 auf 12:27 und das 11fach. Ergibt durchschnittliche 7,3 %-Gangsprünge, faktisch komme ich zweimal auf 11,8 %, zweimal auf runde 2% (nie drunter), was bei ausgeschlossenem Überkreuzschalten 18 echte Gänge ergibt.
Ist ein bisschen Rechnerei, das alles zusammenzukriegen, aber sie lohnt sich, weil am Ende eine Schaltung herauskommt, die alles abdeckt, was ich brauche: enge Abstufung, weite Spektrum, kontinuierliche TF, steil rauf, steil runter.
Ich hab mir dafür eine Excel-Tabelle gebastelt. Hat sich gelohnt.

Mein Randonneur liefert bei individualisierter Abstufung ganze 21 echte Gänge (3x9) bei einer durchschnittlichen 8,7 % und 0 Dopplungen.

Große Gänge schließen kleine nur dann aus, wenn du zu wenige Ritzel hast - oder eben eine schlechte Abstufung der Ritzel.

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martin0

liberator

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13

Mittwoch, 19. Juni 2013, 07:47

Es gibt da eine Faustformel, das, was Du (als halbwegs trainierter) Mensch innerhalb einer Woche schaffst, das geht auch am Stück.
Also, eine Zeit lang unter der Woche auf kleineren Stücken aktiver sein und dann zuschlagen. Dann sollten auch die empfindlicheren Körperteile allmählich mitspielen

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martin0

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14

Mittwoch, 19. Juni 2013, 13:27

Zitat von »grandsport«



Wenn du eine TF von 140 packst (Respekt!),


[/BrettvormKopf] Jungs. Dafür dass ich 50 km/h auf nem Trekkingrad schaffe ist mir das ein bischl viel Anerkennung hier, da bin ich einfach mal misstrauisch geworden und hab das hier gefunden:

Unter Trittfrequenz (Cadence, abgekürzt CAD) versteht man die Anzahl von kompletten Pedalumdrehungen (also linkes Bein oben bis wieder linkes Bein oben) pro Zeiteinheit (meist Minute).

*hust*

Alle meine Werte durch zwei! Waren geschätzt. Tempo 50 nicht, das fahren die Autos ja auch.

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kairo-hh

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Mittwoch, 19. Juni 2013, 13:47

OK, wenn man dann also davon ausgeht, dass Deine 140 in Wirklichkeit 70 Umdrehungen pro Minute sind, dann ist die Trittfrequenz eigentlich etwas zu niedrig. Wenn Du Dich mit dieser aber wohlfühlst, dann kannst Du auch bei der 70 bleiben. Weniger sollte es aber wirklich nicht werden, da dann der Kraftaufwand und die daraus resultierende Belastung für die Knie um so größer wird.
Lieben Gruß

Kai

martin0

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16

Mittwoch, 19. Juni 2013, 14:16

Naja, wenn mir das Erhöhen der TF den Kauf der Gangschaltung erspart, werd ich das ja auf jeden Fall angehen. Mehr als 70 km/h würd ich eh nicht fahren. Schön, nächstes Problem entdeckt. Lösungsweg: Training. Vielen Dank!

grandsport

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17

Mittwoch, 19. Juni 2013, 14:16

O.K., jetzt verstehe ich. 70 Umdrehungen pro Minute (upm) hatte ich auch mal. Das Ergebnis war ein Schleimbeutel, der unter der Kniescheibe hervorkroch, und ein Arzt, der sagte, "Rad präzise einstellen und Trittfrequenz erhöhen - sonst war's das ziemlich bald für Sie auf dem Rad".

Dann habe ich die TF erhöht und die Beschwerden gingen vollständig weg.
Der Schleimbeutel hat sich allerdings erst durch intensiv-physikalischen Kontakt mit einer Schranke wieder unter die Kniescheibe verzogen...

Unterm Strich bestätigt sich durch deine Korrektur jetzt das vorher Gesagte:
Patria-Ergonomie-Seite nutzen.
TF erhöhen.

Ist das geschehen, Übersetzung betrachten und ggf. an neue Fahrweise anpassen.
Bei mir hat die Erhöhung der TF zu einer deutlichen Erhöhung der Reichweite geführt.

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martin0

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18

Dienstag, 25. Juni 2013, 19:54

Ok,

neuer Sattel (Brooks B17 Standard) ist da, weiter nach hinten geschoben habe ich ihn auch, Knielot ist jetzt deutlich größer als 90°. Dies allerdings nur, weil ich die Sattelstütze umgedreht habe. Jetzt habe ich allerdings das Gefühl, dass ich ein kleines bissl zu sehr auf dem Damm sitze, den Sattel also etwas nach vorn neigen müsste. Die Rasterung der Sattelstütze ist aber viel zu grob dafür. Gibt sich das einreitetechnisch mit der Zeit? Oder muss da ne neue Stütze her?

Trittfrequenz hab ich auf ca. 85 erhöht. Wollte erst in kleineren Häppchen, aber da bin ich immer wieder ins alte Muster zurückgefallen. Auch mit viel zu viel Kraft gefahren, sodass ich nach gefühlt 150 Metern echt am Ende war. Also kleinen Gang rein: wenn du schnell fahren willst kannst du ja schneller treten. Jetzt hab ich das Gefühl, dass sich langsam ein Rhythmus einstellt. Das Gefühl danach ist auch besser. Irgendwie ist da was Unangenehmes verschwunden, das ich vorher nicht wahrgenommen hatte.

Aber: Jetzt habe ich sehr viel Gewicht auf den Armen liegen. Ist das normal (weil ungewohnt), oder muss ich den Lenkerabstand verändern?

Gangschaltung hat sich erledigt. Wenn überhaupt dann fehlen kleine Gänge. Wir haben hier in der Nähe eine ganz gute Steigung, die ich mit niedriger TF hochfahren kann, auch in größeren Gängen. Aber die Trittfrequenz hoch zu halten schaffe ich nicht, unmöglich. Und ins große Blatt hab ichs noch garnicht geschafft.

Kurz:

Sattelneigung ändern oder lieber noch warten? Ist es sinnvoll, mit dem Lenker entgegenzukommen?
Lenkerabstand wegen deutlich mehr Gewicht in den Armen?

Prabha

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19

Mittwoch, 26. Juni 2013, 02:32

... Wir haben hier in der Nähe eine ganz gute Steigung, die ich mit niedriger TF hochfahren kann, auch in größeren Gängen. Aber die Trittfrequenz hoch zu halten schaffe ich nicht, unmöglich. Und ins große Blatt hab ichs noch garnicht geschafft.


Diese Aussagen verstehe ich nicht.
Ziel ist es doch in einer höheren Trittfrequenz zu bleiben - und das geht genauso zu trainieren wie das meiste andere im Bereich der Körperertüchtigung.
Bevor ich anfing, soviel Fahrrad zu fahren, war ich ein paar Monate im Fitnessstudio und habe dort ziemlich viel Zeit auf dem Crosstrainer verbracht. Der erfordert einen ähnlich runden Tritt wie das Fahrradfahren - und dieses Ding konnte ich in höheren Frequenzen treten. Zu meiner großen Freude konnte ich das später auch beim Fahrradfahren nutzen. (Als Jugendliche war ich immer ganz stolz, wenn ich die Berge im 3. Gang schaffte (mehr Gänge hatte ich nicht) - meine Knie "danken" mir diese unnütze Anstrengung noch heute.) Jetzt fahre ich immer noch viele Steigungen, achte aber darauf, auf dem Sattel zu bleiben und kleine Gänge zu nehmen. Und wenn gar nichts mehr geht (die Geschwindigkeit dauerhaft unter 5 km/Std. sinkt), dann schiebe ich eben.

Auch wenn du dir blöd dabei vorkommst: Das Fahren in kleinen Gängen mit höherer Tritt-Frequenz lässt sich trainieren!
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

martin0

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20

Mittwoch, 26. Juni 2013, 06:55

Schon klar. Mach ich ja. Täglich. Aber der kleinste Gang ist noch zu groß für diese Steigung. Das Radfahren hat sich durch die Steigerung der TF krass verändert.

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