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grandsport

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21

Mittwoch, 26. Juni 2013, 09:02

@martin0, ich versuche mal die Übersetzung, da die Begriffe klein und groß in diesem Zusammenhang nei ganz eindeutig sind. Klein = kleines Ritzel oder = kleines Übersetzungverhältnis - was das exakte Gegenteil wäre.

"kleinster Gang zu groß" meint: Die Kette auf dem größten Ritzel fährt sich an der Steigung zu schwer und du kannst die hohe TF nicht halten. Richtig?

Dann sag mal was zu deiner Übersetzung. Wenn's ganz steil wird, halte ich meine TF übrigens auch nicht. Bei 15 % ist mit 34:27 nichts mehr zu machen... Ist aber auch nicht tragisch, wenn man trotzdem hochkommt.

Zitat von »martin0«

Knielot ist jetzt deutlich größer als 90°.
Diesen Satz verstehe ich nicht. das Knielot hat mit Winkelgraden doch gar nichts zu tun.
Das Knielot möge durch die Pedalachse fallen. Dann passt es.
Die richtige Sattelhöhe vorausgesetzt ist nun der nächste Schritt, die Distanz Sattel-Lenker in den Griff zu bekommen.
Mittels sitzposition.xls (mal danach im Netz suchen) bekommt man hilfreiche Annäherungswerte.
An zwei Stellschrauben lässt sich dann meist drehen:
- Die Lenkerhöhe anpassen. Wird der Damm zu sehr beansprucht, Lenker vermutlich etwas höher.
- Einen kürzeren Vorbau ausprobieren.
Manchmal auch beides, ist aber selten. Ein kürzerer Vorbau kann allerdings auch das Fahrverhalten ändern.

Die Sattelneigung zu verändern ist natürlich auch ein weg, aber wenn der Sattel deutlich sichtbar schräg steht, ist das der falsche Weg.
Die Sache it dem Mehrgewicht auf den Armen zusammen mit der höheren Belastung am Damm lässt aus der fotofreien Ferne vermuten, dass der Lenker zu tief montiert ist.
Allerdings ist es auch eine Übungssache. Geht manchen Trekkingradlern so, wenn sie aufs RR umsteigen. dann gilt: Lenker hoch und mit der Zeit und Gewöhnung in kleinen Schritten die Lenkerhöhe wieder absenken.

martin0

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22

Mittwoch, 26. Juni 2013, 20:13

Hab ich wohl ein bissl was durcheinandergeworfen:

Wenn ich in der vorderen Position bin, die Kurbel also horizontal liegt, ist der Kniewinkel etwas größer als 90°.

Die Ritzel habe ich grad durchgezählt: 48/38/28-28/24/21/18/15/13/11. Die erwähnte Steigung wird bei 18% liegen, mit Kopfsteinpflaster. Ist aber auch nur 100m lang. Fahre ich 28:28 (hä? 1:1?), geht die TF nach etwa 30m in den Keller. Noch kleinere Gänge sind dann ne Untersetzung?

Auf gerader Strecke schaffe ich gut 38:18 bei einer TF von 85 (heute versehentlich 100 gefahren, das war ein bissl viel). Distanz war heute 23 km. Auf das 48er Blatt habe ich noch garnicht wechseln müssen. 38:21 ist derzeit zu viel; heute ist mir aufgefallen, dass eine feinere Abstufung ganz toll wäre. Da ich ja auf Distanz durchaus mit Gepäck gehen möchte, ist dies wahrscheinlich auch das obere Ende des Bereichs, in dem sich das auszahlen würde. Die Ritzel sind echt runtergefahren, seit einigen Monaten ist ne neue Kette drauf, die springt manchmal. Aber wenn es um neue Ritzel geht, wäre das ja ungefähr jetzt der Zeitpunkt, dass ich mir Gedanken um eine Abstufung mache.

Lenker hoch teste ich aus. Hatte ich gestern schon ein wenig gemacht.

liberator

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23

Donnerstag, 27. Juni 2013, 07:54

Abstufungsmäßig geht vieles: Ich habe an meinem Trekkingrad eine 48-36-26 Kurbel mit einer 11-25 Kassette kombiniert. Mit Gepäck auf dem Rad und Gebäck auf den Hüften muß ich dann schonmal in den Wiegetritt wenn es so steil bergauf geht, dann geht es auch nicht mehr mit ner 90er Drehzahl. Wenn man nicht gerade Jan Ulrich heißt, ist es meiner Meinung nach ohnehin sinnvoller am Berg aufzustehen, als sich im sitzen hochzuquälen, weil man einfacher die benötigte Spannung aufbauen kann, um Körpergewicht sowie Arm- und Beinkraft in Vortrieb umzusetzen. Dabei drückst Du dann auch die Knie durch, was ich bei einem dermaßen erhöhten Krafteinsatz wie beim Bergauffahren ebenfalls für sinnvoller und schonender halte.

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24

Donnerstag, 27. Juni 2013, 08:14

Zitat von »liberator«

Wenn man nicht gerade Jan Ulrich heißt, ist es meiner Meinung nach ohnehin sinnvoller am Berg aufzustehen, als sich im sitzen hochzuquälen, weil man einfacher die benötigte Spannung aufbauen kann, um Körpergewicht sowie Arm- und Beinkraft in Vortrieb umzusetzen. Dabei drückst Du dann auch die Knie durch, was ich bei einem dermaßen erhöhten Krafteinsatz wie beim Bergauffahren ebenfalls für sinnvoller und schonender halte.

Das ist allerdings nicht richtig. Im Wiegetritt bringt man zwar gefühlt mehr Kraft auf die Pedale, tatsächlich wendet man aber auch mehr auf. Unterm Strich ist es deshalb unter Effizienzgesichtspunkten schlechter als sitzen zu bleiben am Berg.
Erst im sehr niedrigen TF-Bereich ergeben sich Vorteile, weil man der niedrigen Frequenz wegen die Vorteile des runden Tritts nicht mehr in die Waagschale werfen kann.
Im Wiegetritt den Berg hoch entlastet einen Teil der Muskeln, die im Sitzen beansprucht werden, deshalb fühlt sich der Wiegetritt am Berg leichter an, weil andernfalls die Muskeln des Sitzenbleibens stärker belastet werden. Und wenn man stärker belastete Muskeln gegen soclhe "rechnet", die gerade den Pausentee hinter sich haben, dann fühlt sich das natürlich lässig an.
Wer krafteffizient und dabei ganz und gar kniegesund den Berg hoch will, übt das Sitzenbleiben bei möglichst hoher Frequenz. Wobei 18% natürlich ein Ansage sind - da winkt der Wiegetritt dann schon deutlich. Wer so langsam kurbeln muss, dass er nicht mehr rund treten kann, der wechsle in den Wiegetritt.
Ich fahre 15% jedenfalls mit 34/27 inzwischen im Sitzen. Früher hätte mich das umgebracht, wenn ich die Strecke (fahre ich regelmäßig) heute mal im Wiegetritt, mal im Sitzen hochfahre, fühle ich mich im Wiegetritt immer schneller - der Blick auf den Tacho belehrt mich aber eines Besseren. Oben bin ich wiegetretend viel mehr außer Atem als sitzend. Übungssache.

Zitat von »matin0«

Wenn ich in der vorderen Position bin, die Kurbel also horizontal liegt, ist der Kniewinkel etwas größer als 90°.

Das ist normal so. Die 90° Kniewinkel werden gelegentlich genannt, wenn es um die Kurbelposition 12 Uhr geht, also senkrecht. Dann soll der Kniewinkel die 90° nicht unterschreiten. Ist aber ein ziemlich entspanntes "sollen". Ich unterschreite leicht und komme damit gut zurecht. Allerdings erst, seit ich eine hohe TF fahre.

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Donnerstag, 27. Juni 2013, 08:31

Danke für die Ergänzung: Es gibt bergauf bei mir so einen Punkt, an dem ich intuitiv in den Wiegetritt wechsel, nämlich dann, wenn ich merke, dass ich im sitzen die Kraft nicht mehr aufbringe, um Trittfrequenz und Geschwindigkeit konstantaufrechtzuerhalten und sich ein Mißverhältnis zwischen beiden bildet, dann gehe ich für ein paar Umdrehungen in den Wiegetritt, bis sich ein Verhältnis einstellt, bei dem ich wieder sitzen kann. Wenn es so steil wird, dass es sich das gefühlt effiziente Verhältnis nicht einstellt, bleibe ich im Wiegetritt. Intuition ist schwer in Worte zu fassen, es kommt halt drauf an.
Aber vielleicht schaffen wir es ja auch, neben der optimalen Trittfrequenz Kriterien für eine optimale Sitzposition zu finden, ohne zu sehr mit Zahlen zu spielen. Ich meine nämlich, den Sattel zu sehr nach hinten zu stellen ist auch nur begrenzt gut.
Die 61er Rahmenhöhe habe ich gefunden, aber wie groß ist martin0? Ich fahre 60er Rahmen bei 187cm Körpergröße, vielleicht ist es ja ein Vergleich möglich.

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Samstag, 29. Juni 2013, 05:29

Ich bin 1,96 bei einer Schritthöhe von 93,5.

Rahmenhöhe ist 61, gemessen von Tretlagermitte bis Rohrende.

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Freitag, 2. August 2013, 07:36

Zitat von »liberator«

Ich meine nämlich, den Sattel zu sehr nach hinten zu stellen ist auch nur begrenzt gut.

So ist es. Wenn das Knielot zu weit hinten ist, trittst du faktisch nicht mehr nach unten, sondern nach vorne, wenn das Pedal waagerecht nach vorne steht.
Das bedeutet zum einen einen ständigen Belastungswechsel: Kraft geht nach unten, Kraft geht nach vorne, Kraft geht nach unten, Kraft geht nach vorne...
Zum anderen gehen eventuelle Stöße (Schlagloch) direkt ins Gelenk unter die Kniescheibe, statt aufgefangen werden zu können.
Stabilität und Kraftverbrauch sehen da nicht gut aus, das Knigelenk wird über die Maßen belastet.

martin0

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28

Montag, 12. August 2013, 17:10

So, Feedback:

Hab ein paar Wochen in kleinen Happen gestrampelt, was das Zeug hält, und die TF auf etwa 92 erhöht. Der Anfang war grausam, so etwa noch mal ganz von vorn. Durch weniger Kraft auf den Pedalen hat sich das Gewciht auf Sattel und Lenker deutlich erhöht, Muskelkater in den Armen und Druck aufs Gesäß war erstmal die Folge. Creme hilft aber.

Am Samstag hatte ich endlich wieder frei, und bin die gleiche 130km-Tour gefahren, diesmal konsequent und diszipliniert mit einer TF 85-92, das meiste mit 38:18. Vormals bin ich auf dem Zahnfleisch dort angekrochen, jetzt hätte ich gut weiterfahren können. Leider war der Knöchel verknickst und geschwollen, deswegen habe ich vorsichtshalber aufgehört. Keine Knieschmerzen mehr, am Tag drauf ein kräftiger Muskelkater in den Armen war alles.

Am Tag drauf beim Brötchen holen habe ich dann gemerkt, dass der Sattel noch ein klein wenig höher darf.

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Montag, 12. August 2013, 20:02

Zitat

Vormals bin ich auf dem Zahnfleisch dort angekrochen, jetzt hätte ich gut weiterfahren können.

Sag ich ja... :) Schön, dass es auch anderen so geht: Die anfangs etwas anstrengende Arbeit, die TF zu erhöhen, zahlt sich recht zügig aus in besserer Reichweite. Das ist der Lohn des Durchhaltens. Glückwunsch!

martin0

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30

Mittwoch, 21. August 2013, 09:14

Gestern hab ich dann das "hätte können" weggemacht: 192 km, ohne große Knieschmerzen. War natürlich zum Schluss ne echte Plackerei, aber ich bin eigentlich nicht "auf dem Zahnfleisch angekrochen".

Danke!

Kirsche

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Mittwoch, 21. August 2013, 10:30

Alle Achtung, beachtliche Leistung :thumbsup:
Mit liebem Gruß,

Kirsche
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