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janhen

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1

Montag, 21. Oktober 2013, 16:23

Wirkungsvolles Zubehör für Ergonomie: Antrieb, Pedale, Sattel

Hallo,

Vorweg: Ich fahre nicht extrem viel (aktuell 1-2000 km/Jahr - ohne Click), aber habe schon ein paarmal leichte Knieschmerzen gespürt, sicherheitshalber auch mal ein paar Wochen nur zu Fuss gegangen.

Welches Zubehör hat wirklich Sinn ?

Insbesondere finde ich es klasse, wenn langfristig die Gelenke geschont werden. Wäre gern um 2030 herum ein betagter Radfahrer :D



Was mir aktuell aufgefallen ist:





  1. Biopace-Kettenblätter (nicht grad neu ... wirklich schonend oder sogar das Gegenteil ?)
  2. die Konkurrenz von Osymetric
  3. Ergon-Pedal (PC2, 6° geneigte Krafteinleitung)
  4. Bius1-Pedal (natürlicher dreidimensionaler Bewegungsablauf)
  5. Ergonomische Sättel wie von SQLab (teils auch mit "Sitzknochenvermessung")
  6. Einfach das vorhandene Material optimal einstellen und weiter nichts tun (beim netten Händler mit Messfahrrad)

Welche Produkte (gern auch andere als "meine") haltet Ihr für




  • generell gut ?
  • in bestimmten Fällen für gut ?
  • niemals für gut :thumbdown:

Danke für jede Meinung und viele Grüße, Jannek

ullebulle

Radfahrer

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2

Montag, 21. Oktober 2013, 16:36

Hallo Jannek,

Punkt 6!

Es sei denn, es wäre was kaputt, aber bei Deiner Fahrleistung wohl noch lange nicht.

Der Sattel muss natürlich zum Hintern passen, alles andere ausprobieren und einstellen,
oder einstellen und ausprobieren.

Gruß vom Kniekranken
ulle

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Prabha

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3

Montag, 21. Oktober 2013, 16:38

Punkt 6 kannst du noch ergänzen mit

7. Niedrige Gänge mit höherer Trittfrequenz fahren (falls du bis jetzt einer bist, der sich eher in den schweren Gängen so richtig stark fühlt. ;) )
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

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Anrados

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4

Montag, 21. Oktober 2013, 19:43

Punkt 6 und 7 reichen m.E. auch ersteinmal völlig aus.
Durch mehr Radfahren verändert sich allerdings auch die Muskulatur
so sollte man ruhig nach einiger Zeit die Sitzposition nochmal überprüfen.
Evt. den Lenker etwas tiefer einstellen, was aufgrund der "Untrainiertheit" am Anfang
unbequem war, fühlt sich auf einmal viel besser an :thumbup:

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Salamander

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5

Dienstag, 22. Oktober 2013, 00:44

Ich würd erstmal sicherstellen, daß das Rad richtig eingestellt ist. Insbesonders ein zu tiefer Sattel kann Kniebeschwerden hervorrufen.

Kälte kann auch zu Kniebeschwerden führen - das kann auch der Fahrtwind bei kurzer Hose an gar nicht mal so kalten Tage sein. Falls Du est vor kurzerm mit dem Radfahren angefangen hast, die Gelenke brauchen wesentlich mehr Zeit sich an Belastungen an zu passen, als Muskulatur und Kreislauf.

Ist ärztlich abgeklärt, ob keine Kniefehlstellungen, Entzündungen, Arthrose oder sonstige Krankheitsbilder vorliegen? Wobei Radfahren grundsätzlich gut ist bei Arthrose, aber wie schon angemerkt keine "dicken Gänge" fahren. Tacho mit Trittfrequenzanzeige lohnt sich.


Bei so Sachen wie eiernde Kettenblätter und Wundersättel denk ich immer, da versucht sich ein Marketingfuzzi am Perpetuum mobile. Gilt nicht für SQlab Sättel, die Sachen sind wirklich gut. Dieses Bius1-Pedal ist neu für mich, erst mal lesen. Klingt ja alles sehr beeindruckend:

"Die großen Gelenke des menschlichen Körpers sind durch drei Bewegungsachsen definiert." - nur doof daß ich als Ergotherapeut gelernt habe, das Kniegelenk ist im wesentlichen ein Scharniergelenk. Das mag seitliche Belastungen und schräg eingelenkte Kräfte überhaupt nicht. Übel ist auch:

"Fahrrad fahren im Skating Modus! Die Skating-Technik ermöglicht den Einsatz von mehr Muskelgruppen und
damit eine effizientere Kraftausnutzung sowie einen runderen
Bewegungsablauf"
Gurgel mal nach "Skilanglauf Skaten Knieprobleme"... Man braucht zum Radfahren auch keine zusätzlichen Muskeln, die Begrenzung der Ausdauerleistung liegt im Herz-Kreislauf-System. Ist mir jetzt zu spät den Rest auch noch zu zerrupfen. Nur soviel: mit Biopace denk ich dauernd ich hab einen schlechten Tag, weil sich das irgendwie tritt wie in Pudding. Damit hätte ich dann so eine Art Gummipedal an den Füßen.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

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rautaxe

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6

Dienstag, 22. Oktober 2013, 09:06

Bei so Sachen wie eiernde Kettenblätter und Wundersättel denk ich immer,
da versucht sich ein Marketingfuzzi am Perpetuum mobile.
Ich finde es auch unverschämt von den ganzen Rennradfahrern einfach weiterhin die "Bügellenker" zu verwenden. :thumbdown:
Und noch viel schlimmer: Die stecken auch noch andere an: Radoneure genannt 8| .
Es gibt so tolle neue und viel ergonomischere Lenker. :thumbsup:

Und beim Bius1-Pedal bekommst du für lächerliche 225€ nicht nur ein Pedal sondern:

Zitat

Zum Bestellumfang gehören zwei Pedalen, jeweils eines für rechts und eines für links.
:thumbsup: :thumbsup:

IRONIEOFF:

Bei mir haben Punkt 6 und 7 geholfen:
6. Sattel viel höher und Knielot korregiert
7. Tacho mit Trittfrequenz. Benötige ich jetzt nicht mehr wirklich, aber zum Anfang war es sehr hilfreich und hat auch nicht die Welt gekostet.


zu 5. Eine Wissenschaft für sich. Bei mir hat es der Brooks B67 gebracht, nachdem ich fast alle Sättel im Laden ausprobiert habe (inkl. SQ-Lab),
aber ich wiege auch "etwas" über 100 Kg. , da sind nun mal fast alle Sättel nicht für ausgelegt.
Beim Sattel hilft nur ausprobieren, Sitzknochenvermessung ist nur eine Möglichkeit die Auswahl einzuschränken ;-)

janhen

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7

Dienstag, 22. Oktober 2013, 14:04

Danke, da waren alle irgendwie hilfreich.

@Brabha: Ja, das mit hoher Trittfrequenz und eher wenig Druck war mir bewußt. Schadet aber nichts, nochmal dran erinnert zu werden, das habe ich auf der Straße oft vergessen. Notfalls muss man sich wohl wirklich mit Frequenzanzeige kurieren.

Und ja, Aufrüstung mit teuren Teilen mach ich nicht durch Spontankäufe ;-) Werde gemäß Euren Ratschlägen mit der Justierung des Rades beginnen, das ist bestimmt nicht falsch. Die ergonomischen Produkte behalte ich vorerst einfach nur im Blick und lese was sich dazu findet.

Salamander

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8

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 00:05

Die ergonomischen Produkte behalte ich vorerst einfach nur im Blick und lese was sich dazu findet.
Denk' aber dran: nicht überall, wo "ergonomisch" dran steht, ist auch ergonomisch drin.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

pedal

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9

Dienstag, 5. November 2013, 12:50

Den Thread mag ich nochmal beleben (da unser Pedal betroffen ist)

@Salamander: Das mit dem Scharniergelenk trifft aufs Knie nicht zu (OK, du schreibt ja schon "im wesentlichen" ein Scharniergelenk). Das Knie macht eine Rollgleitbewegung und eine leichte Drehung und bewirkt eine Adduktion des Schienbeins beim Beugen - das ist wesentlich mehr als bei einem Scharnier. Letzteres ist oft nicht beschrieben, aber die Ergotherapeuten unter uns ;-) finden es z.B. im Klein/Sommerfeld, Biomechanik der menschl.Gelenke, Elsevier 2004.
(Ich selbst bin nicht vom Fach - zitiere nur Leute die es sind ... :) )

Den Klein/Sommerfeld gibts wohl leider nur klassisch gedruckt. Aber auch schnell mal googeln bringt z.B. dies zutage -- wenn auch ohne Nennung der Adduktion:
http://www.koeln-orthopaedie.de/download…stelle-Knie.pdf
Der Chirurg hier bezieht sich zwar nicht speziell auf Radfahrer - aber wichtig ist, daß das Knie sich beim Fahren nicht wie ein Scharnier einfach nur in eine Richtung beugen möchte.

Der Sinn so eines seitlich beweglichen Pedals ist also nicht etwa, "seitliche Kräfte" ins Knie einzubringen - sondern im Gegenteil, dem Knie (und übrigens auch dem Hüftgelenk, und - evtl. weniger wichtig - dem Sprunggelenk) seine sog. physiologische Bewegung zu erlauben.

@rautaxe: Der unfreiwillig lustige Satz zum Bestellumfang ist behoben... Immerhin hat der Texter schön deutlich gemacht, daß man nicht zwei linke bekommt ;(

Viele Grüße,
Ruben

Draht_Esel

50% Bier, 50% Zitronenlimo

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10

Donnerstag, 7. November 2013, 15:29

"...aber habe schon ein paarmal leichte Knieschmerzen gespürt, sicherheitshalber auch mal ein paar Wochen nur zu Fuss gegangen."

Ist ein bisschen Off-Topic, aber da fällt mir ein, dass ich in einem Wälzer über das "richtige" Laufen - geschrieben von einem Physiotherpeuten - stand, dass wenn man falsch läuft (Stechschritt) man erst gar keine Beschwerden hat, während der, der richtig läuft (federnd) durchaus leichte Knieschmerzen haben kann. Das liegt wohl daran, dass Knorpel keine Schmerzrückmeldung geben kann, ganz im Gegensatz zu Muskeln und Bändern. Erst wenn irgendwann diese Schmierschicht so irreparabel in Mitleidenschaft gezogen ist fangen die Probleme (Schmerzen) an. Aber dann helfen eigentlich nur noch der Rollator oder Titan-Ersatzteile.

Diese Aussage mag nicht zu 100% auf das Belastungsschema im Fahrradbereich übertragbar sein, aber ich lass das mal so als Denkanstoß im Raum stehen.

Salamander

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11

Freitag, 8. November 2013, 23:59

Zitat

Den Thread mag ich nochmal beleben (da unser Pedal betroffen ist)

Sieh an... :rolleyes:

Zitat

Das mit dem Scharniergelenk trifft aufs Knie nicht zu (OK, du schreibt
ja schon "im wesentlichen" ein Scharniergelenk). Das Knie macht eine
Rollgleitbewegung und eine leichte Drehung und bewirkt eine Adduktion
des Schienbeins beim Beugen - das ist wesentlich mehr als bei einem
Scharnier. Letzteres ist oft nicht beschrieben, ...(Ich selbst bin nicht vom Fach - zitiere nur Leute die es sind ... :) )
Es hat schon seinen Grund, daß ich schrieb "im wesentlichen". Scharniergelenk heißt ja nicht, daß das sich das nur einfach um eine Achse dreht wie eine Zimmertür in der Angel. Sondern das bezieht sich auf die Freiheitsgrade (bei Deiner Aufzählung fehlt übrigens die Rotation, nebenbei bemerkt). Die Hauptaufgabe des Knies ist nunmal Beugung bzw Streckung nach vorne/hinten in nur eine Richtung, eben wie bei einem Scharnier. In andere Raumrichtungen muß aber auch etwas Beweglichkeit vorhanden sein, sonst würden wir andauernd umfallen oder es macht KNACKS (und das macht es ja oft auch).

Und es gibt auch technische Scharniere, die komplexere Bewegungen ausführen (Topfband an Möbeln, Autos mit Flügeltür mit Schwenk-Hebe-Bewegung).

Zitat

Den
Klein/Sommerfeld gibts wohl leider nur klassisch gedruckt. Aber auch
schnell mal googeln bringt z.B. dies zutage -- wenn auch ohne Nennung
der Adduktion:
http://www.koeln-orthopaedie.de/download…stelle-Knie.pdf
Der Chirurg hier bezieht sich zwar nicht speziell auf Radfahrer - aber wichtig ist, daß das Knie sich beim Fahren nicht wie ein Scharnier einfach nur in eine Richtung beugen möchte.
Es kann noch andere Bewegungen machen, wie jeder selbst ausprobieren kann: einbeinig auf eine Treppenstufe stelle und mit dem herunterhängenden Bein versuchen, den Unterschenkel zur Körpermittte zu bringen, das ist die Adduktion. Dann das gleiche mit gebeugtem Bein, dabei ist das mögliche Bewgungsausmaß größer.

Ich möchte aber bezweifeln, daß diese Adduktion so zwingend nötig ist wie in dem Produktvideo zu diesem Bius Pedal dargestellt. Wie konnten nur Millionen von Radfahrern bislang mit normalen Pedalen problemlos Rad fahren? Wenn es beim Fahrradfahren Knieprobleme gibt, liegt das in aller Regel an nicht richtig eingestelltem Material oder an körperlichen Vorschädigungen. Gut, es mag eine kleine Schnittmenge geben wo die Beweglichkeit des Vorderfußes und Fußgelenks nicht ausreicht, um die nötige Bewegungsfreiheit bei Problemen im Knie zu vermitteln. Würde mich aber nicht wundern, wenn man den gleichen Anteil nicht auch mit einem Placebo errreichen könnte. Was ich mir eher vorstellen könnte, wäre durch die seitliche Verschiebbarkeit eine Wirkung bei Hüftproblemen die durch falschen Q-Faktor hervorgerufen werden.

Zitat

Der
Sinn so eines seitlich beweglichen Pedals ist also nicht etwa,
"seitliche Kräfte" ins Knie einzubringen - sondern im Gegenteil, dem
Knie (und übrigens auch dem Hüftgelenk, und - evtl. weniger wichtig -
dem Sprunggelenk) seine sog. physiologische Bewegung zu erlauben.
Ehm, wer von "sog. physiologische Bewegung" spricht, sollte nichts von "Fahrradfahren im Skatingmodus" schreiben. Skaten ist mit der starken Abduktion, Außenrotation und Pronation nun wirklich keine physiologische Bewegung mehr.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Salamander« (9. November 2013, 00:02)