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Prabha

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1

Dienstag, 4. Juli 2017, 00:20

Vom richtigen bremsen

In einem anderen Thread ging es um die Haltbarkeit von Laufrädern.
Salamander meinte, dass ein gutes Laufrad 20 Jahre hält.
Ich hielt dagegen, dass meine Erfahrung bei der Haltbarkeit der Hinterradfelge bei 13.000/13.000/18.000 km liegt und das weit von 20 Jahren entfernt ist.

Zuletzt schrieb dann Salamander:

Zitat

"@Prabha, die Felge vom Hinterrad sollte auf jeden Fall länger halten. Auf griffigem Untergrund, was üblicherweise den Großteil der Strecken ausmacht, erreicht man mit aktuellen Bremsen die volle Bremsleistung mit der vorderen Bremse alleine. Ich denke Du bremst falsch, ... "


Also eröffne ich hier doch mal die Diskussion:
Wie wird richtig gebremst?
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Draht_Esel

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2

Dienstag, 4. Juli 2017, 08:16

Also, meine Erfahrungen zur Felgenhaltbarkeit decken sich mit den deinen, Prabha. Das liegt aber nur zum großen Teil eher an Speichenbrüchen und deren Folgen (fahre oft mit ordentlich Gebäck) sowie Unfällen und deren Folgen. Durchgebremst habe ich die Flanken noch nicht, obwohl ich auch hinten Bremse - und sei es nur fürs Gefühl - bin also ein(e) Spaßbremse(r).

3

Dienstag, 4. Juli 2017, 08:23

Also ich hatte die original an meinem Rotor verbauten Felgen bei ca. 20.000 km durchgebremst. Diese wurden durch CSS-beschichtete Felgen (Rigida Sputnik) ersetzt. Damit ist Abnutzung kein Thema mehr. Richtig bremsen heißt tatsächlich in der Hauptsache mit der vorderen Bremse verzögern.
Grüße
Alltagsradler

Opa Pit

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4

Dienstag, 4. Juli 2017, 08:40

Ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie ich richtig bremse. Ich bremse immer mit beiden Bremsen gleichzeitig. An meinem ersten Rennrad habe ich es geschafft, die Felgen durchzubremsen. An meinem jetztigen waren nach ca. 30.000 km die Lager ausgeschlagen, was neue Laufräder zur Folge hatte. Inwieweit die Felgen durchgebremst waren, vermag ich nicht zu sagen. Durchgebremst waren sie auf jeden Fall noch nicht.

HotRod

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5

Dienstag, 4. Juli 2017, 08:44

Ich bremse immer mit beiden Bremsen, aber eher nach gefühl. Ich könnte gar nicht sagen, ob vorne stärker als hinten oder umgekehrt. Wird vorne zu stark verzögert, besteht die Gefahr über den Lenker zu abzusteigen. Wird hinten zu stark gebremst, blockiert das Rad und kann ausbrechen. Ich habe das Motorrad fahren gelernt, als es noch kein ABS gab. Wir haben damals das Bremsen bis zum Erbrechen geübt. Also so zu bremsen, dass das HR gerede nicht blockiert und man vorne nicht über den Lenker geht. Auch wenn die Bikes Scheibenbremsen haben, würde ich behaupten, dass bei Felgenbremsen die gleiche Art zu bremsen ideal ist.
Nach meiner Meinung ist aber die Pflege der Felge und Bremsbeläge in Bezug auf das Durchbremsen wichtiger als die Art zu bremsen. Wenn der Abrieb durch Schmutz nicht so groß ist, kann hinten auch stärker gebremst werden ^^
"Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden."
Marie von Ebner-Eschenbach
"Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden."
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Opa Pit

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6

Dienstag, 4. Juli 2017, 08:50

Wenn ich die Geschwindigkeit durch Bremsen verringern will, muss ich mit den Bremsklötzen eine bestimmte Kraft auf die Felgen bringen. Bremse ich mit beiden Felgenbremsen gleichzeitig, halbiert sich dieser Kraft- und Verschleißaufwand pro Bremse/Felge. Ähnlich wie beim Auto. Dort bremse ich doch auch alle vier Räder gleichzeitig.
Bremse ich nur vorne, habe ich den doppelten Verschleiß. Außerdem laufe ich Gefahr, dass ich in kritischen Situationen einen Überschlag riskiere. Den Vorschlag von Salamander halte ich deswegen nicht für zielführend.

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7

Dienstag, 4. Juli 2017, 12:29

Speichenbrüchen und deren Folgen (fahre oft mit ordentlich Gebäck)

Das klingt nach schlechtem Material, vor allem aber nach schlechtem Laufradbau. Mit ordentlichen Speichen und hoher und vor allen Dingen gleichmäßiger Speichenspannung hält ein HR auch mit viel Gepäck. Schon mal die Räder richtig zentrieren lassen? In 5 Minuten ist das nicht gemacht, kann auch nicht jeder Mechaniker, vielleicht auch die Werkstatt wechseln.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Salamander« (4. Juli 2017, 12:43)


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8

Dienstag, 4. Juli 2017, 12:40

Zum eigentlichen Thema schreibe ich morgen oder am Wochenende was, wenn ich mehr Zeit habe. Aber vielleicht kommt mir ja eine hier anwesende Fahrlehrerin zuvor ;)

Bis dahin nur eins: Bremsen muß man lernen, und das geht nur durch
Üben, Üben, Üben!

Und noch was:
Wenn ich die Geschwindigkeit durch Bremsen verringern will, muss ich mit den Bremsklötzen eine bestimmte Kraft auf die Felgen bringen. Bremse ich mit beiden Felgenbremsen gleichzeitig, halbiert sich dieser Kraft- und Verschleißaufwand pro Bremse/Felge.

Das mit der Kraft stimmt nur wenn man zu wenig Handkraft hat oder bei schlechten Brremsen, wie sie früher üblich waren. Den kürzest möglichen Bremsweg erzielt man so aber mit modernen Bremsen nicht.
"Salmei, Dalmei, Adomei"

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9

Dienstag, 4. Juli 2017, 13:09

Achja, eigentlich ist das wesentliche hier schon gesagt, man muß es nur lesen :doofy:

Ich bremse immer mit beiden Bremsen, aber eher nach gefühl. Ich könnte gar nicht sagen, ob vorne stärker als hinten oder umgekehrt. Wird vorne zu stark verzögert, besteht die Gefahr über den Lenker zu abzusteigen.
und
Ich habe das Motorrad fahren gelernt, als es noch kein ABS gab. Wir haben damals das Bremsen bis zum Erbrechen geübt. Also so zu bremsen, dass das HR gerede nicht blockiert und man vorne nicht über den Lenker geht.

Finde den Widerspruch :D
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Draht_Esel

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10

Dienstag, 4. Juli 2017, 13:48

Speichenbrüchen und deren Folgen (fahre oft mit ordentlich Gebäck)

Das klingt nach schlechtem Material, vor allem aber nach schlechtem Laufradbau. Mit ordentlichen Speichen und hoher und vor allen Dingen gleichmäßiger Speichenspannung hält ein HR auch mit viel Gepäck. Schon mal die Räder richtig zentrieren lassen? In 5 Minuten ist das nicht gemacht, kann auch nicht jeder Mechaniker, vielleicht auch die Werkstatt wechseln.
Ich bin selbst meine Werkstatt, da wirds schwer mit wechseln :)


Felgen - speziell solche, die sich am Hinterrad befinden - stellen für mich Verschleissmaterial dar - ähnlich wie Reifen oder Kette: irgendwann trennen sich halt unsere Wege, da mache ich dann kein langes Aufheben drum. Mal ist es nach 10000 km, mal erst nach 15000. So lange hält die Flanke auch garantiert Stand. Und mit Nabe auseinanderbauen und schmieren vergeude ich auch keine Zeit. Ein Standard-Laufrad, geöst, mit absolut brauchbarer Deore oder LX-Nabe kostet beim Floristik-Versand deutlich unter 100 Euro: Da bezahlt der gemeine SUV-Fahrer schon für den feuchten Händedruck des Werkstattmeisters mehr.

Salamander

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11

Dienstag, 4. Juli 2017, 15:03

Ich bin selbst meine Werkstatt, da wirds schwer mit wechseln

Dann lern mal richtig zentrieren, mit Abdrücken und so :P
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Salamander

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12

Dienstag, 4. Juli 2017, 15:14

Zum eigentlichen Thema schreibe ich morgen oder am Wochenende was, wenn ich mehr Zeit habe.

Da fällt mir ein, das brauche ich gar nicht, Sheldon Brown selig hat das ja schon ausführlich dargelegt und eine deutsche Übersetzung gibt es auch:

https://arnowelzel.de/wp/projekte/sheldo…en-und-abbiegen
"Salmei, Dalmei, Adomei"

HotRod

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13

Dienstag, 4. Juli 2017, 15:30

Achja, eigentlich ist das wesentliche hier schon gesagt, man muß es nur lesen :doofy:

Ich bremse immer mit beiden Bremsen, aber eher nach gefühl. Ich könnte gar nicht sagen, ob vorne stärker als hinten oder umgekehrt. Wird vorne zu stark verzögert, besteht die Gefahr über den Lenker zu abzusteigen.
und
Ich habe das Motorrad fahren gelernt, als es noch kein ABS gab. Wir haben damals das Bremsen bis zum Erbrechen geübt. Also so zu bremsen, dass das HR gerede nicht blockiert und man vorne nicht über den Lenker geht.

Finde den Widerspruch :D
Welchen Widerspruch ?(
"Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden."
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"Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden."
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14

Dienstag, 4. Juli 2017, 15:48

Zum eigentlichen Thema schreibe ich morgen oder am Wochenende was, wenn ich mehr Zeit habe.

Da fällt mir ein, das brauche ich gar nicht, Sheldon Brown selig hat das ja schon ausführlich dargelegt und eine deutsche Übersetzung gibt es auch:

https://arnowelzel.de/wp/projekte/sheldo…en-und-abbiegen
Ein hoch auf die Theorie! Mal abgesehen von MTB (Semi-)Pro's und Berufsradfahren anderer Colour, möchte ich den Radfahrer sehen, der in der Lage ist, den Punkt zu finden, wo das Hinterrad abhebt aber man vorne nicht über den Lenker geht. :rolleyes:
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15

Dienstag, 4. Juli 2017, 15:57

Im Idealfall bremse ich so dass das VR kurz vorm blockieren ist oder gar sehr kurz blockiert und das HR "stempelt". Mit ein bißchen Übung bekommt man das auf (fast) jeden Untergrund hin.

Zum Felgenverschleiß: Ich kontrolliere regelmäßig Bremsschuhe und Felgen auf Fremdkörper und Abrieb. Nach Regenfahrten wird beides abgewischt oder nach Möglichkeit an der Tanke mit dem Felgen(vor)reiniger abgesprüht (Nie, niemals nicht einen Kärcher am Rad).

Mit der richtigen Reibpaarung Bremsschuhe/Felgen kann man nicht nur die Bremsleistung optimieren, sondern auch den Verschleiß verringern.
Essen: check, Wasser: check, Glasperlen für die Eingeborenen: check, Knüppel gegen die Wölfe: check. Auf nach Brandenburg!

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16

Dienstag, 4. Juli 2017, 17:06

Ich bremse fast immer hinten. Nachdem ich zwei Mal nach vorn abgestiegen bin. Viel hängt hier vom Körpergewicht und der Größe ab. Wer groß, schwer oder beides ist verlagert einfach sein Körpergewicht nach hinten und wird in der Regel gar nichts spüren. Mit meinen 1,65 und 62 kg hebt es mich schnell aus.

17

Dienstag, 4. Juli 2017, 18:23

Grundsätzlich bremst man immer (!) mit beiden Bremsen, ansonsten macht man eben grundsätzliches verkehrt. Alleine schon wegen der Spurstabilität.

Die Hauptlast trägt immer die vordere Bremse, bei einer Vollbremsung sogar 100% (wenn das HR abhebt).

Überschläge sind nur dann zu befürchten wenn man nie gelernt hat seine VR Bremse zu dosieren und/oder die Bremse so miserabel (eingestellt) ist dass man keinen sauberen Druckpunkt hat.

Wenn ich an alte Seitenzugbremsen denke mit ewig langen Schenkeln habe ich es nie geschafft die zum blockieren zu bringen, geschweige denn über den Lenker zu gehen. Wenn dann hatte es andere Gründe (Mit einem "Harley-" auch "Gesundheitslenker" genannt Vorbau abgerissen :rolleyes: ).

Die heutigen Bremsen, auch die billigen dagegen haben gewaltige Kräfte, die billigen aber leider sind schwammig ohne Ende und haben keinen sauberen Druckpunkt. Darin liegt das Hauptübel zusammen mit der fehlenden Erfahrung und einer gehörigen Portion Angst.

Ängstliche Naturen kaufen dann ein Rad mit oder lassen sich das Rad mit einem sog. Powermodulator ausrüsten. In Mechanikerkreisen heißt das Ding aber völlig zu recht "Bremskraftverhinderer". Macht gute Bremsen schwammig und schlechte noch schlechter. Müll hoch zehn.



Fazit: Da beißt die Maus keinen Faden ab, es hilft nur zu üben, üben und nochmals üben wie man richtig bremst. Allen denen ich das beigebracht habe (leere Parkplätze, später Sand, Schotter) haben es kapiert und ohne Überschlag geschafft. Wie das bei fehlender Erfahrung (in Kilometern) und dann bei einer Schreckbremsung aussieht steht auf einem andern Blatt.

Mein Sohn war schwer genervt von meinem "Los, wir üben wieder bis zum blockieren" bis eines Tage von rechts ein Auto aus einer Ausfahrt geschossen kam.

Eine Vollbremsung wie aus dem Bilderbuch weil es ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist.*

Wer erst überlegt hat schon verloren.


*Hätte er nur hinten gebremst wäre er voll in das Auto rein. Nur hinten bremsen ist bei jedem Fahrzeug so ziemlich das dümmste was man machen kann, sorry. Damit verlängert man den Bremsweg erheblich und destabilisiert das Rad/Fahrzeug noch dazu. Es bricht aus.
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Mittwoch, 5. Juli 2017, 00:06

Im Grunde hat Tarven bereits alles wichtige geschrieben. Ich könnte jetzt noch so Begriffe wie dynamische Radlastverteilung und Massenträgheit in den Raum werfen, aber die erklären auch nur warum das so ist das die Vorderbremse die meiste Arbeit machen muss. Wer also Angst hat vorne richtig zu bremsen verschenkt Bremsweg. Ob man sich das in einer echten Gefahrensituation (z.B. mit einem Auto) leisten kann, sollte sich jeder überlegen. Wie auch schon geschrieben wurde muss eine optimale Bremsung geübt werden. Ich hatte schon öfters das "Vergnügen" Gefahrbremsungen beim Motorrad und beim Fahrrad tätigen zu müssen (habe das aber natürlich auch mal gelernt). Ich bin dabei noch nie über den Lenker gegangen (wenn ich mal über den Lenker ging dann mit dem MTB im Gelände weil ich ein Hindernis übersah). Aber dazu gehört natürlich auch ein gewisses Gespür fürs Fahrzeug und vor allem die Bremsen. Und das bekommt man nur durch sehr viel Übung.

Aber um auf das eigentliche Thema zu kommen. Natürlich kann man Felgen durchbremsen. Aber wann hängt natürlich von der eigenen Fahrweise ab. Bei einem vorausschauenden flüssigen Fahrstil bremst man deutlich weniger, also hält eine Felge auch länger. Wenn ich ziemlich ruppig fahre mit vielen Bremsmanövern z.B. in der Stadt, belastet das das Material natürlich auch mehr.
lg Jennifer

Mein neuer Blog: sonnewolken.wordpress.com

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19

Mittwoch, 5. Juli 2017, 00:09

Vielen Dank für die vielen Antworten.

"Natürlich" habe ich heute besonders darauf geachtet, wie ich denn eigentlich bremse (mit beiden Händen, gefühlt gleich stark).
Notbremsungen sind dabei die absolute Ausnahme - sie sind es sicherlich nicht, die meine Felgen zum verschleißen bringen. (Und was ist vor ca. einem Jahr bei einer Notbremsung passiert: Irgendwas in mir erinnerte sich plötzlich daran, dass es doch eine Rücktrittbremse gibt! Und obwohl ich schon lange keine Rücktrittbremse mehr habe, habe ich in dieser Schrecksekunde nach hinten pedaliert! ;( )

Eher sind es die täglichen Abfahrten die zum Verschleiß beitragen, bei denen ich von einem Tempo oberhalb 50 km/h vor der Kurve wieder auf ca. 10 km/h runter muss ... und da neige ich dazu, die Bremsen (beide) eher lange zu halten.
.357 meinte heute auch, dass ich im Vergleich zu ihm, viel häufiger bremse.

Ich werde das hier gelesene versuchen einzuüben, wo es möglich ist.
Außerdem werde ich über den Tausch der Bremsen nachdenken: rechter Griff für's Vorderrad, linker Griff für's Hinterrad. Als Rechtshänderin werde ich vermutlich rechts mehr Kraft aufbringen, auch wenn sich das für mich gleich stark anfühlt.

Und ich werde weiterhin die Felge als ein Verschleißteil ansehen. ;) (Felge 1 ist tatsächlich bei der Fahrt gerissen (zum Glück als ich grade bergauf fuhr und sehr langsam unterwegs war. Die gesprungene Felge hat sich so unglücklich im Bremsklotz verkantet, dass das Hinterrad nicht mehr zu drehen war); Felge 2 ist "nur" dünn geworden und dehnte sich auf, als mal mehr Luft in den Schlauch kam. Bei Felge 3 war es nur die fehlende Verschleißrille, die mich zum tauschen brachte.)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

.357

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20

Mittwoch, 5. Juli 2017, 07:48

Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Ein FAHRrad ist ein FAHRzeug, kein BREMSzeug und auch kein PUTZzeug. Also: Fingers wech von die Bremsen und schon gibt's keinen Verschleiss mehr. Opa war nicht umsonst beim Jagdgeschwader Richthofen.

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