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1

Dienstag, 23. Oktober 2012, 22:45

Unentschiedenheit beim Kauf bis max. 900 Euro

Hallo Leute!



Ich habe mich bei euch angemeldet, weil ich einen tatkräftigen Rat für ein Rad brauche. Bevor ich die Fragen beantworte, kurz zu meiner Situation:



Ich bin eher ein schwerer Typ und kann mich nicht entscheiden, ob ich mir wieder ein Trekkinrad besorge oder ein 29er Mountainbike. Bisher bin ich nur Trekkingräder gefahren und habe mit Mountainbikes keine Erfahrungen. Zumal ich auch im Flachland aufgewachsen bin und Mountainbikes da irgendwie nicht so wichtig empfand und, wenn ich mal auf einem gesessen habe, sie mir auch einfach nicht so gefielen. Daher Trekkingräder!

Danach sah ich mich nun auch an meinen neuen, bergigeren Wohnort um. Doch da habe ich mich erstmal aufklären lassen und merke, dass die 29er Mountainbikes (mal wieder) im Kommen sind. Irgendwie macht ein 29er Eindruck auf mich, weil man vielleicht das auch "trekkigerer" einsetzen kann? Aber da kenne ich mich einfach nicht so aus...

Fazit: Qual der Wahl!



Jetzt erst einmal zu meinen Fragen...





- Wofür soll das Fahrrad benutzt werden (Radreisen, Alltagsfahrten, Einkaufen, Sport...)?





Für alles! Nur nichts davon so extrem. Ich werde keine Radtouren von über 100km unternehmen, aber es sollen schon einige sein.





- Auf welchen Wegen wirst du vorwiegend unterwegs sein (Teerwege, Waldwege, MTB-Trails,...)?





Straße, aber auch Waldwege. Downhill, aber bergauf sol les ebenso gehen.





- Wohnst du in einer bergigen Gegend bzw. hast du vor in bergigen Gegenden zu fahren?





Ja! Aber es kommt auf das Fahrrad an wie sehr ich in den Bergen unterwegs sein werde.





- Bei welchem Wetter wird gefahren(nur bei schönem Wetter, auch bei Regen, Winter)?





Bei jedem Wetter, wobei ich vornehmlich eher bei trockenem Wetter fahren will......





- Wie viel darf das Rad kosten?





Bis 900 Euro maximal, siehe oben. Als Student gibt mein Budget nicht mehr her.





- Wieviel Fahrrad fährst Du (bisher und zukünftig geplant)?





Ich bin früher viel Fahrrad gefahren und will es wieder tun.





- Wie groß bist Du?





1,84m





- Wie viel wiegst Du? (Musst du nicht beantworten! Aber beachte, dass die meisten Räder gerade mal 100kg Zuladung zulassen und mit ein bisschen Gepäck wird's da schnell eng )





123 kg, leider. :( Es soll weniger werden, darum auch das Rad! Gepäckträger bzw. Gepäck am Rad an sich habe ich meist nie. Rucksack!

Eine wichtige Frage: Wie ist das nun mit der maximalen Belastung von Rahmen? Manche sagen diese Zahlen von bis zu 105 kg sind Murks, die anderen sagen man solle darauf schon sehr achten...







- Was kannst Du an einem Fahrrad selber reparieren oder einstellen?





Na ja, ich habe 2 linke Hände. Reifenflicken ist für mich schon eine Kunst. :D





- Hast Du schon bestimmte Fahrräder rausgesucht (wenn ja, welche)?

Bei den Trekkingrädern wurden mit empfohlen: Rushhour 4.0 XXL (899 €) oder Oakland de Luxe XXL (599 €)

Bei einem 29er Mountainbike wurde mir das Scott Scale 29 Comp (849 €) empfohlen.



Vielen Dank für eure Hilfe! Ich werde bestimmt noch mehr erklären müssen. Aber das soll an Text für den Anfang erst einmal ausreichen. ;)

Radsonstnix

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2

Mittwoch, 24. Oktober 2012, 10:49

Hi,

also, ob Du besser ein MTB oder ein Trekking nimmst, dazu kann ich Dir nicht wirklich raten. Solltest Du Dich eher für ein Trekking entscheiden wollen, gibt es hier schon eine Aufstellung von Rädern, die mehr Gewicht aushalten können sollten. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Downhill klingt nach MTB, Touren eher nach Trekking, aber das machen Viele auch mit dem MTB, zumal Du ja kein Gepäck mitnehmen möchtest. Musst dann halt sehen, wie Du es StVO-Konform bekommst (es sei denn, dieser Aspekt wäre Dir egal). Radreisen ohne Gepäckträger, nur mit Rucksack halte ich für unbequem, ist aber Ansichtssache. Aber da diese ja meist nicht spontan passieren, kann man ja für solche Fälle einen Gepäckträger anbauen. Ich selbst bin jahrelang ein MTB als Alltags- und Reiserad gefahren, aufgerüstet auf StVO + Gepäckträger. Aber mit dem Trekking jetzt bin ich glücklicher.

Naja, und das Du beide Radtypen mal probefahren solltest, versteht sich irgendwie von selbst.
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

OmikronXi

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3

Mittwoch, 24. Oktober 2012, 11:25

Eine wichtige Frage: Wie ist das nun mit der maximalen Belastung von Rahmen? Manche sagen diese Zahlen von bis zu 105 kg sind Murks, die anderen sagen man solle darauf schon sehr achten...

Ich sag's mal so, es ist eher unwahrscheinlich, dass du einen Rahmen kaputt bekommst, auf Grund des Gewichtes. Solange es sich nicht um Leichtbau handelt!
Wobei man sagen muss 123kg ist schon eine Ansage und meistens hat man ja auch immer noch ein paar Klamotten an, nimmt Verpflegung mit...da kommt schon einiges zusammen. Kurz gesagt, bei dem Gewicht würde ich auf gar keinen Fall ein Rad nehmen, was nicht auch dafür zugelassen ist!
Ich bewege mich in der 100kg-Klasse :o . Ich habe hier ein Bergamont stehen, welchem man einfach anspürt, dass die Rahmensteifigkeit für das Gewicht nicht ausreichend ist. Das merke ich daran, dass ich damit nicht vernünftig freihändig fahren kann und dass der Rahmen zu flattern beginnt, wenn ich noch Tagesgepäck dabei habe. Das macht einfach keinen Spaß...selbst wenn der Rahmen hält.

Man muss aber sagen, dass es mit 900€ eng werden könnte etwas für deine Gewichtsklasse zu finden, was eher in die sportliche Richtung gehen soll.
Aber die Liste, die Radsonstnix gepostet hat, ist mal ein guter Anfang, um sich umzuschauen.

4

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 15:36

Moin,

danke für eure Antworten. Angesichts dieser ganzen Faktoren und Fragen war ich heute noch einmal beim Radshop und habe zwei 29er Räder getestet, da ich mit Trekkingrädern ja schon meine Erfahrung gemacht habe, mit MTBs allerdings noch so gut wie gar nicht.
Was soll ich sagen? :D Nach diesem Test schlägt mein Herz durchaus für 29er und die Trekkingräder sind erst einmal ad acta gelegt, zumal die mir empfohlenen Trekkingräder für schwere Typen (Oakland und Rushhour 4.0 von Raleigh) preislich ja vll. sogar noch teurer werden, als diese beiden Modelle dir mir gezeigt wurden:

Stevens Taniwha, preislich im Shop bei 699 €
Centurion Backfire 29 100, preislich im Shop bei 649 €

--> Zum Backfire findet man irgendwie nur Infos zu den höheren Typen, während das Taniwha von Stevens auch in kaum irgendwelchen Testberichten auftaucht. Da werde ich gleich auch mal hier im Forum suchen. Aber hat denn sonst jemand von euch diesbezüglich schon irgendwelche Erfahrungen gemacht?

Der Verkäufer meinte:
- passendes Gerät für Trekking und Mountainbiken
- der Rahmen hält mein Gewicht aus, weil MTBs generell auf höhere Belastungen ausgelegt sind


Was meint ihr dazu? Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen, ich wundere mich nur, dass man zu diesen Rädern erst einmal nichts im Netz findet...

stilleswasser

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5

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 17:09

das gibt's anscheinend nur in RH 46 und du brauchst wohl eher 54: http://www.ebay.de/itm/CENTURION-BACKFIR…=item53ef536ede aber es macht doch schon sehr deutlich, dass der preis des von dir verlinkten angebots erstaunlich hoch ist :S.
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

kylogos

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6

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 17:19

Stevens gibt das Taniwha bis zu einem Gesamtgewicht von 115 kg frei. Wenn Du Dich nackt auf das Rad setzt, bist Du bei einem Systemgewicht von 140 kg, bekleidet, mit Rucksack und einer Wasserflasche wohl eher bei 145 kg. Wäre mir zu heikel, ebenso wie die Nutzung eines MTBs im Bereich STVZO.

Aber ich bin auch alt und senil.

PS: falls Dich interessiert, was Downhill ist http://de.wikipedia.org/wiki/Downhill

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7

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 17:56

Ein Rad hat aber etwas mehr als nur den Rahmen. Ich würde bei dem Gewicht ein Auge auf alle Komponenten legen. Habe dieses Jahr live miterleben dürfen wie bei einem Vorausfahrenden bei einer Bodenwelle die Sattelstütze gebrochen ist und er einen Abflug gemacht hat, der Typ wog nur 90kg.
To bike or not to bike ... :thumbup:

OmikronXi

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8

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19:58

Der Verkäufer meinte:
- der Rahmen hält mein Gewicht aus, weil MTBs generell auf höhere Belastungen ausgelegt sind

Absoluter Humbug! Wie Kylogos schon sagt, gibt Stevens dafür ein Systemgewicht an...welches nicht überschritten werden sollte. So einfach ist das.
Es gibt im Fahrradbau auch keine Sicherheitsreserven, denn man will die Räder ja so leicht wie möglich machen.
Den Händler kannst du mit diesem qualifizierten Kommentar eigentlich schon in die Tonne kloppen.

kairo-hh

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Freitag, 26. Oktober 2012, 08:44

Also, nun macht mal nicht so eine Schwarzmalerei.
Sicherlich werden die Rahmen nur bis zu einem bestimmten Gewicht freigegeben. Das heißt aber nicht, dass der Rahmen bei Mehrbelastung sofort bricht.

Ich selber bin auch nicht gerade ein leichter Junge und falle in die selbe Gewichtsklasse wir Hollow Point. Bisher ist unter mir noch kein Rahmen zerbrochen. Auch haben bei mir bisher alle Laufräder gehalten. Einzig bei einem Laufrad hatte ich Probleme mit den Speichen bekommen.
Wie viele von euch wissen fahre ich auch einen Cyclocrosser mit Felgen die mal gerade 13mm breit sind und das nun schon über 1000km. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Hersteller das Fahrrad für diese Gewischtsklasse freigegeben hat. Trotzdem fahre ich mit dem Rad über Stock und Stein und es ist bis heute nichts passiert.
Sicherlich ist der Verschleiß größer und die Belastungen am Material auch größer und sicherlich kann es auch eher schon mal passieren, dass durch das Gewicht etwas kaputt geht, aber so schnell nun auch wieder nicht.
Abgesehen davon habe ich schon noch viel dickere Leute auf einfachen und billigen Alu-Fahrrädern gesehen und vielleicht erinnert sich noch der Eine oder Andere an ein Posting von mir mit einem Video wo auf einem Fahrrad eine Auto-Karosse + Träger transportiert wurde.
Fahrräder sind keiner so zerbrechlichen Gegenstände wie es uns immer wieder gerne erzählt wird. Lediglich bei der Durchsetzung von Garantiefällen kann es interessant werden (z.B. Garantie auf Rahmen).

Aber natürlich muss man auch auf den Verwendungszweck achten. Wenn ich als übergewichtiger Mensch echtes Downhill fahren will, dann sollte ich eher darauf achten, dass ich ein Fahrrad bekomme welches für höhere Systemgewichte ausgelegt ist.

Und nur weil ein Händler sagt, dass der Rahmen das Gewicht aushält ihn als Scharlatan abzustempeln...ich weiß nicht. Ich denke wenn es ein guter Händler ist der von der Materie Ahnung hat, dann kann der durchaus beurteilen ob ein Rahmen ein bestimmtes Gewicht aushält oder nicht.
Lieben Gruß

Kai

kylogos

unregistriert

10

Freitag, 26. Oktober 2012, 09:28

Es geht IMO nicht um die tatsächliche Haltbarkeit von Rahmen, Teilen oder ganzen Rädern!

Es geht vielmehr darum, sich des Risikos bewusst zu werden, und sich darüber im Klaren zu sein, dass sich im Schadensfall Händler und Hersteller auf das zulässige Systemgewicht zurück ziehen werden.

Nicht sehr tröstlich, wenn jemand schwer verletzt im Krankenhaus liegt.

Und im Falls des TE sehe ich den Unterschied zw. 115 kg zulässigem, und 145 kg tatsächlichem Gesamtgewicht doch als erheblich an. Das ist eine Überlastung von Über 25 %, und da stelle ich mir dann doch die Frage, warum der Hersteller ein Gesamtgewicht angibt, wenn die Räder doch sooooo viel mehr aushalten.

Insofern finde ich ich Deine (Kais) Aussage genau so bedenklich, wie die des Händlers!
Wenn der TE das Risiko eingehen möchte, nur zu! Aber ich werde einen Teufel tun, ihn dazu zu ermuntern!

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11

Freitag, 26. Oktober 2012, 09:42

Sicherlich werden die Rahmen nur bis zu einem bestimmten Gewicht freigegeben. Das heißt aber nicht, dass der Rahmen bei Mehrbelastung sofort bricht.

Hab ich ja auch klargestellt, ich zitiere mich dazu mal selbst:

Zitat

Ich sag's mal so, es ist eher unwahrscheinlich, dass du einen Rahmen kaputt bekommst, auf Grund des Gewichtes. Solange es sich nicht um Leichtbau handelt!

Trotzdem besteht gerade in der günstigen Klasse das Problem der flatternden Rahmen...muss man testen. Ein Rahmen der flattert bei dem Gewicht macht keinen Spaß und kann bei Abfahrten auch gefährlich werden.
Desweiteren wird man zumindest bei Rahmenbruch keine Garantie bekomme, da das Fahrrad außerhalb jeder Spezifikation betrieben wurde und bei sowas von den Herstellern dann intensiv nachgefragt wird.
Mal abgesehen davon habe ich schon einen Rahmen unter zu viel Systemgewicht brechen sehen...nein, nicht im Downhilleinsatz, sondern ganz normaler Alltag...war aber auch nur ein Baumarktfahrrad, aber immerhin für ~400€.
UND wenn etwas passiert, haftet selbstverständlich der Hersteller nicht. (Aber eventuell der Händler, wenn er sich so aus'm Fenster lehnt :spiteful: )
So wie es klingt möchte der TO sein Fahrrad auch mal durch den Wald scheuchen und etwas Downhill betreiben...da wird dann noch die Federgabel zum Problem.
Ich meine probieren kann er es...ich fahre mein BadBoy auch noch immer gerne, der Rahmen ist über jeden Zweifel erhaben, 26"-Laufrädern ist sowas auch Wurst...man muss aber einfach sagen, dass der Rahmen in einer anderen Liga spielt, keine Federgabel mit Scheibenbremse an 28"-Felgen verbaut ist...ich denke das macht einen großen Unterschied. Aber DH bin ich damit auch schon laaange nicht mehr gefahren, hätte aber wohl kein schlechtes Gewissen bei. Ganz anders bei auch nicht für mein Gewicht zugelassenen Trekkingrad...bergrunter ist total unangenehm und mit Gepäck sowieso. In der Familie gibt es auch ein paar Kandidaten, die sich über flatternde Rahmen, an nicht für ihr Gewicht zugelassenen Rädern, beschweren.

Deswegen würde ich dem TO den Flatter-Test auf jeden Fall empfehlen...also Rucksack ordentlich vollpacken und mit einiges an Geschwindigkeit versuchen dauerhaft freinhändig zu fahren. Solltest du es nicht schaffen wirklich freihändig zu fahren, dann lieber Finger weg. (Allerdings weiß ich nicht, in wie fern 29Zöller da das Testergebnis beeinflussen.) Wobei der Test natürlich nur funktioniert, wenn du sonst zuverlässig freihändig fahren kannst...bitte nicht versuchen, wenn du dir unsicher bist.

Was er sich letztlich kauft soll ihm überlassen sein ;) ...man sollte sich aber über die Probleme und Nachteile im Klaren sein.


Und nur weil ein Händler sagt, dass der Rahmen das Gewicht aushält ihn als Scharlatan abzustempeln...ich weiß nicht. Ich denke wenn es ein guter Händler ist der von der Materie Ahnung hat, dann kann der durchaus beurteilen ob ein Rahmen ein bestimmtes Gewicht aushält oder nicht.

Also erstens kann er natürlich sagen, dass das schon gehen wird...ich würde aber auf jeden Fall erwarten, dass er auf die offizielle Beschränkung hinweist. Die ist nun mal da und im Falle der Fälle macht die einem einen Strich durch die Rechnung.
Aber wie soll der Händler das beurteilen können? Kennt er das Schweißverfahren, das Rahmenmaterial...etc? NEIN, das weiß nur der Hersteller und wieso sollte der das Fahrrad auf 115kg beschränken, wenn es auch mit 130kg (zuverlässig und sicher) gehen würde?
Und meistens sind Händler, die auf sowas nicht hinweisen, nicht gerade die, die man als "gute Händler" bezeichnen kann. Ich habe mein Bergamont Trekkingrad auch mit dem Kommentar bekommen, dass es das schon aushält. Und ja, ich bin dieses Fahrrad ca. 20.000km gefahren und es hält noch. Aber Abfahrten sind gefährlich, weil sich der Rahmen aufschaukelt, Einkäufe sind unangenehm, weil das Gewicht auf dem Gepäckträger den Rahmen aufschaukelt, ich konnte nie damit freihändig fahren, bei starken Antritten ist der Rahmen nicht steif genung.... :rolleyes:

OmikronXi

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Freitag, 26. Oktober 2012, 09:44

Schön, dass Kylo das Gleiche geschrieben hat wie ich, nur kürzer und prägnanter :P .

kairo-hh

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Freitag, 26. Oktober 2012, 10:48

Ich wollte damit nun nicht gesagt haben, dass man jedes Fahrrad unbegrenzt belasten kann. Sicherlich ist es ein gewisses Risiko, wenn man so schwer ist, dem sich viele Übergewichtige aber auch bewust sind (zumindest denke ich das, genau wissen tue ich es nicht).

Allerdings klingt die Aussage

Es gibt im Fahrradbau auch keine Sicherheitsreserven, denn man will die Räder ja so leicht wie möglich machen.


so, als wenn das Fahrrad sofort zusammenklappen wird, wenn das zulässige Systemgewicht auch nur um 100g überschritten wird. Und dem wollte ich mit meinem Beitrag widersprechen.

Zusätzlich finde ich Aussagen wir

Den Händler kannst du mit diesem qualifizierten Kommentar eigentlich schon in die Tonne kloppen.


auch unqualifiziert, da hier eine Person aufgrund einer "Hörensagen-Aussage" verurteilt wird. Von uns ist keiner bei dem Verkaufsgespräch dabeigewesen und auch hat keiner von uns den Händler kennengelernt.
Wenn ein Händler sagt, dass das Fahrrad das Gewicht X aushält, dann ist das eine zugesicherte Eigenschaft. Wenn sich hinterher herausstellt, dass das Fahrrad dieses doch nicht aushält, dann hat der Händler die schlechten Karten in der Hand, vorausgesetzt man hat diese zugesicherte Eigenschaft schriftlich. Das beste ist sich diese Aussage schriftlich geben zu lassen. Wenn der Händler Ahnung hat wird er einem das entweder mit ruhigem Gewissen geben, es sei denn er ist total verblödet. Sollte der Händler zurückrudern ist an der Aussage definitiv etwas faul.
Lieben Gruß

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Freitag, 26. Oktober 2012, 11:07

Genau, Zusagen, die nicht im Prospekt stehen, unbedingt auf dem Kaufvertrag hinzufügen. Dabei würde ich auch den ca. hochgerechneten "Maximalpeak" schriftlich festhalten, z.B. (ins Unreine) so: Dem Käufer wird zugesichert, dass das von ihm erworbene Rad bei dem und dem Einsatzzweck mit der und der Gesamtlast geeignet ist ... können die Juristen unter Euch bestimmt besser, aber mir gäbe es schon mal ein Besseres Gefühl.
Ich war ja 2010 auch auf der Suche nach einem Trekking-Rad, das mein nicht unerhebliches Gewicht + Kindersitz + Kind + Leichtgepäck aushalten sollte. Dabei war ich u.a. auch bei einem Stevenshändler, der sich nach Schilderung weigerte, mir ein Fahrrad zu verkaufen. Seit dem warte ich auf den Tag, wo ich bei ihm mal eines kaufen kann/darf, weil es mich beeindruckt hat, dass er auf 1.000 Ocken verzichtet hat.

Ein Tipp noch: Ich habe damals alle Hersteller, die ein für mich spannendes Rad am Start hatten direkt per Mail angeschrieben und immer Antwort bekommen, manchmal dann sogar im direkten Telefonkontakt. So habe ich z.B. damals von Stevens erfahren, dass deren TB`s alle nur bis insgesamt 120 Kg zugelassen waren (ich brauchte mindestens 150).
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Freitag, 26. Oktober 2012, 11:25

Zitat

Den Händler kannst du mit diesem qualifizierten Kommentar eigentlich schon in die Tonne kloppen.

auch unqualifiziert, da hier eine Person aufgrund einer "Hörensagen-Aussage" verurteilt wird. Von uns ist keiner bei dem Verkaufsgespräch dabeigewesen und auch hat keiner von uns den Händler kennengelernt.
Wenn ein Händler sagt, dass das Fahrrad das Gewicht X aushält, dann ist das eine zugesicherte Eigenschaft. Wenn sich hinterher herausstellt, dass das Fahrrad dieses doch nicht aushält, dann hat der Händler die schlechten Karten in der Hand, vorausgesetzt man hat diese zugesicherte Eigenschaft schriftlich. Das beste ist sich diese Aussage schriftlich geben zu lassen. Wenn der Händler Ahnung hat wird er einem das entweder mit ruhigem Gewissen geben, es sei denn er ist total verblödet. Sollte der Händler zurückrudern ist an der Aussage definitiv etwas faul.

Selbstverständlich bezog sich meine Aussage nur auf das, was der TO erzählt hat. Weitere Bemerkung des Händlers im Verkaufsgespräch sind da natürlich nicht mit eingeschlossen.
Und wenn er diese (mMn. total unqualifizierte Bemerkung) vom Händler schriftlich bekommt ist das ein anderes Thema...dann kann er im Falle der Fälle wenigstens auf Schadensersatz und Schmerzensgeld klagen :S ...und die Gewährleistung nutzen, wenn der Rahmen auf Grund des Gewichtes flattert. Aber das möchte ich sehen, wie du diese Zusicherung einem Händler aus den Rippen laiern willst :rofl: ...wenn er das schafft, dann spendier ich dir beim nächsten Foren-Treffen ein Bier :beer: . ;)

16

Freitag, 26. Oktober 2012, 11:26

Ho! Das sind ja eine Menge Antworten. Erst einmal danke für eure Hilfe. :) Ich arbeite es mal nach Stichpunkten ab:

- Der Händler machte in der Tat einen ziemlich kompetenten und zuvorkommenden Eindruck. Ich hatte mir bei der Aussage ja nichts gedacht, weil er, als wir über die Trekkingräder sprachen, er auch sofort zu mir meinte, dass da ein Rad für eine höhere Gewichtsklasse notwendig sein würde. Bei den MTBs hat er allerdings gemeint das wäre nicht so entscheidend. Deswegen bin ich da ja auch nicht stutzig geworden!

- Die Idee mit der schriftlichen Versicherung hat natürlich etwas. Lieber wäre mir allerdings, einfach zu wissen, ob es in meiner Preisklasse nicht irgendein 29er MTB gibt, welches eher meiner Gewichtsklasse entspricht?

- Was Rahmenhaltbarkeit angeht, so kann ich halt sagen, dass ich auch jahrelang mit zwei Trekkingrädern aus der unteren Preisklasse (die aber gut gefahren sind, zumindest für meine Nicht-Profiverhältnisse!) mich ausgehalten haben und es gewichtstechnisch da nur bedingt größere Probleme gab.

- Äh ja, Downhill war in meinem Falle eher nicht so im Profisinne gedacht. :D

Ach, jetzt bin ich nach meiner Euphorie wieder verunsichert!

OmikronXi

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Freitag, 26. Oktober 2012, 12:03

Zitat

- Der Händler machte in der Tat einen ziemlich kompetenten und zuvorkommenden Eindruck. Ich hatte mir bei der Aussage ja nichts gedacht, weil er, als wir über die Trekkingräder sprachen, er auch sofort zu mir meinte, dass da ein Rad für eine höhere Gewichtsklasse notwendig sein würde. Bei den MTBs hat er allerdings gemeint das wäre nicht so entscheidend. Deswegen bin ich da ja auch nicht stutzig geworden!

Damit hat er schon irgendwie Recht...MTBs sind für MTB-Einsatz gemacht, halten also mehr aus, als bspw. ein Rennrad. Wenn du ein MTB aber halbwegs argerecht fahren möchtest, dann ist der Stabilitätsvorteil wieder futsch.

Zitat

- Die Idee mit der schriftlichen Versicherung hat natürlich etwas. Lieber wäre mir allerdings, einfach zu wissen, ob es in meiner Preisklasse nicht irgendein 29er MTB gibt, welches eher meiner Gewichtsklasse entspricht?

Also die schriftliche Versicherung würde ich mir auf jeden Fall geben lassen...denn dann haftet der Händler für etwaige Probleme. Und mein Bierangebot erweitere ich jetzt mal auf dich, damit du auch was von hast :D . Aber wie gesagt, ich glaube nicht dran, dass du sie kriegst.
Also ich kenne nur 2 Firmen, die sowas im Angebot hätten(, bin aber auch nicht so der MTBler,) von denen willst du aber den Preis auch nicht wissen ;) . Kannst mal bei Cannondale und bei Patria (MTB-Trail 29") schauen.


Zitat

- Was Rahmenhaltbarkeit angeht, so kann ich halt sagen, dass ich auch jahrelang mit zwei Trekkingrädern aus der unteren Preisklasse (die aber gut gefahren sind, zumindest für meine Nicht-Profiverhältnisse!) mich ausgehalten haben und es gewichtstechnisch da nur bedingt größere Probleme gab.

Was heißt nur "bedingt größere Probleme"?
Im Übrigen flattert das 350€ Trekkingrad meines Freundes bei hohem Fahrergewicht nicht, mein 900€ Trekkingrad schon. Liegt daran, dass man in der ganz billigen Klasse stabile, schwere Rahmen verbaut und in der etwas gehobeneren Klasse wird dann Gewichtsoptimierung betrieben, welche bei den immer noch relativ günstigen Rahmen nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Fahreigenschaften beiträgt.

Zitat

- Äh ja, Downhill war in meinem Falle eher nicht so im Profisinne gedacht. :D

Ich rede auch nicht von profimäßig. Für den Rahmen und die Gabel mach es aber einen großen Unterschied, ob er auf der Straße bewegt wird, oder auch mal eine zügig eine schlechte Schotterpiste runter. Für die Bremse macht es einen Unterschied, ob sie 100kg am Hang bremsen muss, oder 140kg...usw. usf.

Zitat

Ach, jetzt bin ich nach meiner Euphorie wieder verunsichert!

Ich verstehe dich nur zu gut...gutes für die Schwerlastfraktion ist leicht aufzutreiben, aber teuer. Gutes für schlanke Hansel ist leicht aufzutreiben und günstig.
Letztlich musst du wissen, ob du das Risiko eingehen willst. Aber mach doch einfach mal den Flattertest, wenn der schlecht ausfällt, dann kannst du es dir guten Gewissens aus dem Kopf schlagen, denn dann wird dir das Fahrrad ziemlich wahrscheinlich keinen Spaß machen.
Fällt der Test hingegen gut aus, dann kannst du weiter grübeln, ob du das Risiko eingehen willst. ;)

Raoul Duke

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Freitag, 26. Oktober 2012, 12:20

Wow. Scheinen sehr viele Menschenm mit 120+x kg MTB Fahren zu wollen. Auch in mtb-lastigen Foren kommt die Frage immer wieder.
Zwei Beispiele:
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=530917
http://forum.mountainbike-magazin.de/for…-120kg-man.html
To bike or not to bike ... :thumbup:

19

Freitag, 26. Oktober 2012, 12:24

... ihr redet hier nahezu nur vom Rahmen. Ich würde auf jeden Fall auch auf einen stabilen Laufradsatz achten.

Gruß Bora
Na, wie fährt sich deine Rohloff? - Eine Rohloff fährt man nicht, die hat man...

20

Freitag, 26. Oktober 2012, 12:29

... ihr redet hier nahezu nur vom Rahmen. Ich würde auf jeden Fall auch auf einen stabilen Laufradsatz achten.

Gruß Bora


Ja! Genau das wäre jetzt auch meine nächste Ankerung gewesen: Der Händler meinte er hätte bisher kaum Rahmenbrüche gehabt. Aber liegt die Belastung nicht eben auch insbesondere auf diesen anderen Faktoren wie nun Laufradsatz, Achsen, Gabel und was weiß ich nicht alles?