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Dirk_8472

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Sonntag, 15. Februar 2015, 21:48

Bequemes Allroundrad gesucht - ERLEDIGT

Hallo erstmal!
Ich hoffe, der Präfix "Anderes" ist okay weil ich nämlich nicht weiß in welche Kategorie das Rad fällt welches ich suche. ;)

- Wofür soll das Fahrrad benutzt werden (Radreisen, Alltagsfahrten, Einkaufen, Sport...)?

Alles zwischen Einkaufen und Tagestouren, wohl eher keine Reisen und auch kein Sport.


- Auf welchen Wegen wirst du vorwiegend unterwegs sein (Teerwege, Waldwege, MTB-Trails,...)?

Teer, eventuell Schotter, leichter Waldboden, kein "schweres" Gelände


- Wohnst du in einer bergigen Gegend bzw. hast du vor in bergigen Gegenden zu fahren?

Nö, hier (Berliner Umland) gibt's nur leichte Hügel.


- Bei welchem Wetter wird gefahren(nur bei schönem Wetter, auch bei Regen, Winter)?

Vorrangig trocken, kann aber auch kalt sein.


- Wie viel darf das Rad kosten?

Schwierig, wenn's nicht mehr als €1500 werden wäre es schön, wenn's sein muß aber auch €2200 (näheres dann unten).


- Wieviel Fahrrad fährst Du (bisher und zukünftig geplant)?

Auch schwierig zu beantworten. Im Moment habe ich kein Rad und der Arbeitsweg ist zu weit um das Rad zu nehmen. Wobei sich das nächstes Jahr ändern könnte weil dann ein Umzug des Büros ansteht. Es ist aber noch nicht klar wohin. Wenn's gut für mich läuft wären es dann 12-14km eine Strecke die ich dann auch mit dem Rad fahren könnte. Ansonsten wird es eher bei Wochenendtouren bleiben.

- Wie groß bist Du?

1,91, 94kg, Schrittlänge ca. 91cm.

- Wie viel wiegst Du? (Musst du nicht beantworten! Aber beachte, dass die meisten Räder gerade mal 100kg Zuladung zulassen und mit ein bisschen Gepäck wird's da schnell eng )


- Was kannst Du an einem Fahrrad selber reparieren oder einstellen?

Traue mir da recht viel zu weil ich auch etwas an meinem Auto und Motorrad schraube.


- Hast Du schon bestimmte Fahrräder rausgesucht (wenn ja, welche)?

Nun zu interessanten Teil.
Ein bequemes Rad suche ich vorrangig weil ich Probleme mit der Bandscheibe im HWS-Bereich habe. Dadurch habe ich Beschwerden wenn ich den Kopf zu weit in den Nacken lege.
Ich hatte z.B. zuletzt ein MTB und wenn ich damit ein wenig über Kopsteinpflaster gefahren bin, hatte ich am nächsten Tag gern mal Nackenschmerzen. In einem anderen Forum hat man mir vorrangig zum Training der Nackenmuskulatur geraten was ich definitiv auch angehen muß. Wobei ich ein bequemes Rad dann ja auch immernoch ein wenig "sportlicher" Einstellen kann.
Sitzposition sollte also moderat nach vorn gebeugt sein und dann hätte ich gern noch Ballonreifen, Kettenschaltung, Stahlrahmen, starre Gabel...

Probe gefahren bin ich bisher das Utopia London mit 63er Rahmen und 50er Reifen, wobei das eher Zufall war weil der Chef vom Laden ziemlich genau meine Größe hat und das Rad damit schon recht genau eingestellt war. Ansonsten ist es eher schwierig was in meiner Rahmenhöhe zum Probfahren zu bekommen.
Das London hat mir von der Sitzposition schon recht gut gefallen. Auch scheint es insgesamt recht gut zu federn. Ich bin ein Stück über Kopfsteinpflaster gefahren und da wurde ich nicht ganz so extrem durchgeschüttelt.
Nachteilig ist wohl, daß es als Kettenschaltung nur die SRAM DD gibt von der ich bisher mindestens soviel schlechtes wie gutes gelesen habe. Außerdem soll das London ein recht "langsames" Rad sein.
Alternative wäre noch das "Kranich". Beide liegen wegen der aktuellen Winterpreise bei Utopia noch im Budget wenn es denn sein muß. Den Kranich bin ich nur mal mit einem zu kleinen Rahmen gefahren. Der Händler konnte mir den Unterschied zwischen London und Kranich allerdings nicht wirklich erklären, meinte nur, das man auf beiden recht ähnlich sitzen würde und man die Sitzposition vom London auch beim Kranich einstellen kann.

Dann wollte ich mir das Patria Potsdam ansehen. Der Händler, der eines in der Vorführung haben sollte, hat es aber vor'm Winter verkauft und bekommt erst wieder zum Frühjahr eins rein. Allerdings hat er mir die Sitzposition auf dem Velo-Checker eingestellt und ich denke, daß ich damit auch zurechtkommen würde. Hat aber auch "nur" die SRAM DD als Kettenschaltung.

Dann bin ich noch das "Brandmeister" von Hartje gefahren, auch mit einem zu keinen Rahmen. Da meinte der Händler aber, das man das nicht unbedingt bequem eingestellt bekommt und hat davon abgeraten. Außerdem fand ich es auch recht "hart".
Gleicher Händler hat mir wegen der Sitzposition dann zum Velo-de-Ville A250 geraten, da paßt laut Konfigurator aber nur ein 47er Reifen rein, wobei der Händler zuversichtlich war, daß man auch noch was breiteres reinbekommt. Und wenn nicht, sein ein 47er ja "auch schon was".

Bei Böttcher habe ich noch das "Traffic" gefunden, da bekommt man maximal einen 55er Reifen rein und kann sich in Punto Ausstattung wirklich so ziemlich alles aussuchen was man möchte. Preislich liegt man dann auch deutlich unter Utopia/Patria. Das konnte ich bisher aber noch nicht Probe fahren. Allerdings werde ich bei Böttcher mal anfragen ob man das auch in einer moderaten Sitzposition einstellen kann und ob sie eine Liste mit Händlern haben die das Modell in der Vorführung haben. Zur Not mache ich dann gleich mal 'ne Städtereise. ;)

Preislich liegen Utopia und Patria, mit einigen Upgrades in der Ausstattung, grob bei €2200. Das Utopia hat dabei leichte Vorteile in der Ausstattung, wäre unterm Strich wohl "günstiger".
Das Böttcher wäre mit vergleichbarer Ausstattung locker €500 günstiger.

Die Ballonbikes.com-Seite habe ich mir auch schon angesehen. Die Seite scheint aber nicht aktualisiert zu werden weil manche Marken keine Ballonreifen mehr verbauen. Andere Marken sind deutlich teurer oder haben Alu-Rahmen womit eigentlich nur Utopia, Patria und Böttcher übrig geblieben sind die meine Wünsche erfüllen.
Oder habe ich noch eine Marke nicht gefunden?

Mehr fällt mir gerade nicht ein. :)

Schöne Grüße,
Dirk

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Salamander

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Sonntag, 15. Februar 2015, 23:36

Bei "bequem" hatte ich erst das schlimmste befürchtet, aber wie ich lese bist Du wohl schon auf dem richtigen Weg. "Bequem" und eine "gerade" Sitzposition sind oft eine einfach nur eine Fehl- oder Schonhaltung. Grundsätzlich ist für die Wirbelsäule eine moderat geneigte Sitzposition das beste. Natürlich gibt es Ausnahmen, das betrifft auch die Halswirbelsäule, nicht zuletzt weil eine gewisse Beweglichkeit da für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr erforderlich ist. Andererseits ist da die Gewichtsbelastung nicht so hoch wie in tieferen Abschnitten. Kräftigung der Muskulatur ist auf jeden Fall ein guter Ansatz.

Konkrete Empfehlungen kann ich Dir nicht geben, ich baue mir meine Räder selbst auf und beobachte den Markt nur noch nebenbei. Aber mit dem Utopia London hast Du doch schon ein Rad gefunden, mit dem Du gut klarkommst und was mir auch geeignet erscheint. Was ich nicht verstehe ist, warum Dir der Händler anstatt des "Kranich" nicht das Roadster empfohlen hat. Das geht auch bis 60 mm Reifenbreite.

Außerdem soll das London ein recht "langsames" Rad sein.

Das hat den gleichen Sitzrohrwinkel wie die beiden anderen genannten Modelle, sofern man einem Hersteller vertrauen kann der als Maßeinheit für diese Größe Millimeter angibt. 68 Grad sind tatsächlich recht flach und was für die gemütliche Fraktion, kann man auch nur bis zu einem gewissen Grad durch Vorsetzen des Sattels ausgleichen. Aber ob ein Rad schnell oder langsam ist, macht in erster Linie der Fahrer aus. Und mit gut eingestellten Hollandrad in einwandfreiem Zustand kann man richtig schnell sein. Vor einigen Wochen bin ich hurtig mit konstantem Abstand hinter einem Hollandrad her gefahren, erst an einer Autobahnüberführung machte sich dann die Sitzposition und das Gewicht bemerkbar und ich hab aufgeholt und dann schließlich überholt. Hier muß man aber sagen, das Utopie zwar solide, aber auch recht schwere Räder baut. In Deinem Fall würde ich auf solche Beurteilungen aber nichts geben, am wichtigsten ist daß Du auf dem Rad gut und beschwerdefrei fahren kannst.

Das Patria Potsdam scheint mir auch keine schlechte Wahl, sofern man sowas ohne Proebfahrt sagen kann. Zu Böttcher kann ich nicht so viel sagen, das klingt aber auch sehr interessant und im Hinterkopf sind die Räder bei mir positiv besetzt. Hartje ist ein Großhändler, der sich immerhin traut Räder unter eigenem Namen zu vertreiben. Die sind auch gut aufgebaut und verarbeitet, aber das konkrete Modell scheint nicht wirklich passend.

Noch etwas: sonst bin ich ja grundsätzlich ebenfalls für starre Räder, aber in Deinem Fall könnte man auch an eine Federgabel und eine gute Federsattelstütze wie die Thudbuster denken. Kostat aber auch....
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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Dirk_8472

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Montag, 16. Februar 2015, 16:05

Das Kranich hatte ich anfangs in Spiel gebracht woraufhin mir der Händler das London empfohlen bzw. also Alternative genannt hat.
Das Roadster ist nochmal €250 teurer und eigentlich sind mir die €2200, die ein gut ausgestattetes London kostet, schon zuviel. Für "das" Rad würde ich sie aber noch ausgeben, mehr sollte es dann aber nicht unbedingt sein. Eine gefederte Sattelstütze wäre übrigens schon mit dabei. Bisher wurde mit die Airwings empfohlen.

Das Patria hat einen Winkel von 72°, das ist auf die Länge ja schon ein "gutes" Stück das man weiter vorn sitzt gegenüber den 68°.

Hast Du auch eine Meinung zur SRAM? Man sollte ja meinen, daß sie nicht wirklich schlecht sein kann wenn Utopia/Patria sie verbauen. Die machen ja beide keine
Billigfahrräder.

Eins ist mir bei der Probefahrt auf dem London noch aufgefallen. Der Händler meinte, daß ich möglichst ohne Druck auf den Händen fahren sollte. Dabei bin ich dann aber immer nach vorn gerutscht so daß ich nur noch auf der Sattelspitze gesessen habe. Um richtig auf dem Sattel zu sitzen mußte ich mich dann doch ein wenig am Lenker abstützen. Daraufhin meinte der Händler, daß das, ich sage das jetzt mal mit meinen Worten, an fehlender Körperspannung lag. Er meinte, glaube ich, das ich mit den Bauchmuskeln mehr unterstützen müßte.

Salamander

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4

Dienstag, 17. Februar 2015, 00:22

Zu SRAM kann ich mangels eigener Erfahrungen nix sagen. Und was andere sagen, da ist oft viel Glaubenskrieg bei, was Schaltungen angeht. Grundsätzlich würde ich SRAM nicht ausschließen.

Der Händler meinte, daß ich möglichst ohne Druck auf den Händen fahren sollte. [...] Um richtig auf dem Sattel zu sitzen mußte ich mich dann doch ein wenig am Lenker abstützen. Daraufhin meinte der Händler, daß das, ich sage das jetzt mal mit meinen Worten, an fehlender Körperspannung lag. Er meinte, glaube ich, das ich mit den Bauchmuskeln mehr unterstützen müßte.

Da passt was nicht zusammen. Bauchmuskeln sind die Flexoren ders Rumpfes, die ziehen angespannt die Schultern nach vorn/unten und damit verstärkt sich die Last auf die Hände. Zur Entlastung der Handgelenke sind die Rückenstrecker gefragt. Für eine ordentliche Körperspannung müssen aber auch die Antagonisten ihren Teil beitragen, nur so kann die Wirbelsäule geschützt werden. Und hier ist es tatsächlich oft so, daß die Bauchmuskulatur vernachlässigt wird. Eine gewisse Körperspannung ist auch nötig, damit auf dem Rad bei geneigter Sitzhaltung Unebenheiten aktiv abgefedert werden können.
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5

Dienstag, 17. Februar 2015, 13:15

Zumindest mal aus zweiter Hand: Meine Freundin kam bei ihren Probefahrten auf Anhieb super mit der SRAM Dual-Drive zurecht und hat sie jetzt auch in der 27-Gang-Variante am Rad. Bisher absolut unauffällig, allerdings auch noch nicht sehr alt.

Für sehr große Belastungen (sehr starker Fahrer in sehr steilen Bergen bei sehr kurzen Gängen = Stress für die Schaltnabe) oder Reisen fernab der Zivilisation würde ich vorsichtshalber zu einer normalen Kettenschaltung greifen. Aber im beschriebenen Einsatzspektrum spricht aus meiner Sicht nichts gegen die DualDrive - und die Möglichkeit, eng gestufte Gänge zur Auswahl zu haben und gleichzeitig die Nabe auch im Stand schalten zu können, die hat schon was.

Wartung: Radausbau ist kein bisschen komplizierter und nur einen Ticken zeitaufwendiger als bei klassischer Kettenschaltung. Einstellung ist vielleicht sogar einfacher, weil man keine Mehrfachkurbel und keinen Umwerfer zu betreuen hat.

Allerdings: Zumindest das Potsdam sollte es auf Wunsch doch auch mit einer Shimano-Kettenschaltung geben, oder? Wenn das nicht im Konfigurator steht, evtl. mal den Händer fragen.

Viel Erfolg weiterhin! Da sind feine Räder in der Auswahl.

FraWie

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Dienstag, 17. Februar 2015, 13:41

Mir ist beim Lesen gerade das Simplon Kagu eingefallen. Eigentlich bin ich ja auch ein Freund von Stahlrahmen, aber die bisher genannten wären mir zu träge. Beachte, dass du wegen der geslopten Rahmenform mit einer kleinere Rahmenhöhe hinkommst.

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Dienstag, 17. Februar 2015, 14:03

wenn du unbedingt stahlrahmen möchtest, fiele das kagu zwar flach, aber da ich es selber fahre und als sehr komfortables, agiles und stabiles rad erfahre, kann ich es dir auch nur wärmstens ans herz legen. wenn du die augen gut offen hälst, dürftest du für 2200eur schon eine variante mit sehr gutem streetkit und evt. rohloff 14Gg. nabenschaltung bekommen.
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

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Dienstag, 17. Februar 2015, 20:28

@Salamander
Vielleicht hat er da auch Stuss erzählt. Generell hat er als erstes meine Körperhaltung kommentiert die sicher nicht die beste ist weil ich mich über sehr lange Zeit kleiner gemacht habe als ich bin. Das machen manche "größeren" so. Er meinte dann, daß durch das richtige Rad am Ende auch meine Haltung besser werden würde.
Bei Google gibt es in den Bewertungen des Ladens zwei Kommentare bei denen er auch nicht wirklich gut weg kommt. ;)

@Gorazilla
Danke für's Feedback!
Bei Patria gibt's im Konfigurator nur die SRAM als Kettenschaltung zur Auswahl. Aber fragen kostet ja nichts. Wobei ich die SRAM aber auch noch nicht gefahren bin,
vielleicht gefällt sie mir ja sogar. Aber da sie an anderen Rädern auch Deore verbauen, sollte es eigentlich möglich sein.

@FraWie
Über das Kagu bin ich auch schon gestolpert aber die Kombination aus Alurahmen und keine Federgabel haben das in meinem Kopf erstmal unkomfortabel gemacht. Ganz am Anfang bin ich mal ein Stevens mit Alurahmen gefahren, das war Bretthart.
Auf dem Rückweg vom Patria-Händler wollte ich mir das Kagu aber trotzdem mal ansehen, hat dann aber von der Zeit nicht gereicht weil die Wege in Berlin ja seeehr lang sein können. ;)
Und wenn stilleswasser es jetzt auch noch als komfortabel beschreibt, werde ich es mir doch nochmal ansehen. Wobei ich auf die Rohloff-Nabe gern verzichte, ist irgendwie nicht mein Fall.
Kannst Du "träge" noch etwas genauer definieren? Ich hatte ja vorher ein MTB und habe nur das als Vergleich. Die zwei Runden um den Block fand ich mit dem Utopia London aber nicht soo verkehrt. Hat sich auf jeden Fall nicht unfahrbar angefühlt und das Gewicht hat sich jetzt auch nicht groß negativ bemerkbar gemacht. Aber waren eben auch nur zwei Runden um den Block...


@stilleswasser
Auch Dir schönen Dank für den Tip.
Was ist bei Simplon denn ein "Streetkit"? Der ganze "STvO-Kram"?

Ich habe eine Rückmeldung von Böttcher bezüglich des Traffic erhalten, die haben nur eines an einen Hamburger Händler geliefert. Hamburg hatte ich als möglichen Besichtigungsort angegeben weil wir da noch Bekannte haben, und Hamburg ist als Stadt ja auch ganz nett. Ob der Händler das Rad aber in der Vorführung hat, muß ich noch erfragen. Aber angeblich kann man durch Vorbauten schon viel im Punkte Bequemlichkeit erreichen.
Dann werde ich mir wohl nochmal das London ansehen und meine Sitzposition darauf kontrollieren, in den letzten Tagen habe ich viel über Geometrie und "richtiges" Sitzen gelernt. Also Sattelhöhe, Knielot, Kinewinkel bei OT und der 90° Armwinkel zum Lenker hin. Wenn das alles paßt, schaue ich mal, daß ich etwas länger damit durch die Gegend fahre, mindestens 1/2 Stunde, vielleicht auch eine ganze. Wobei es sich in Berlin nicht allzu schön fährt.
Dann werde ich wohl den Patria-Händler nochmal behelligen und auf dem Velo-Checker meine Sitzposition kontrollieren. Das Patria-Terra würde auch noch in's Budget fallen, ist aber die Frage ob es sich groß vom Potsdam unterscheidet wenn man den Lenker da recht hoch stellt. Das hat von Hause aus ja eine eher "dynamischere" Sitzposition.
Und dann muß ich mir zwischendrin noch das Kagu ansehen.
Utopia hat noch bis zum 15.03. Winterpreise, bis dahin muß ich mich zumindest für oder gegen das Utopia entschieden haben.


Hätte nicht gedacht, daß der Fahrradkauf so anstrengend werden wird. ;)

Grüße,
Dirk

Henner

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Dienstag, 17. Februar 2015, 21:48

Dirk,
eine kleine Anmerkung von mir, da ich ein Patria Potsdam habe und ähnlich groß wie du bist.

Das Potsdam ist ein bequemes Rad mit wirklich leicht nach vorne gebeugter Haltung. Ziemlich komfortbetont - gerade auch durch die Big Apple Bereifung. Die habe ich in 50mm Breite mit dem Pannenschutz drin (Big Apple plus oder so ähnlich) drauf.
Sehr schön auch wenn du in Berlin und Umgebung über Kopfsteinpflaster fährst. Die Felgen sind ordentlich stabil - wenn die Reifen den richtigen Druck haben ist Bordsteinräubern kein Problem.
Aber: das Ding ist kein Renner - vor allem durch die Bereifung.

Ein Patria Terra ist ein 26" Reiserad - falls du das nicht wirklich brauchst (kleine stabile Räder, weltweite Versorgung mit 26" Reifen) ist das nix, auch schon rein optisch bei der Fahrergröße.
Alternativ - falls es etwas schneller sein sollte kommt das Patria Ranger in Frage (Goradzilla, das hast du doch - oder war's ein Terra?).
Die Dinger kosten bei gleicher Ausstattung alle in etwa das selbe. Falls du vor allem in Berlin unterwegs sein willst tut's auch eine Shimano-Nabenschaltung mit einem Hebie-Chainglider als Kettenschutz. So ist das Rad dann denke ich auch im Budget, falls du sonst auch bescheiden bleibst. Einzig beim Sattel würde ich noch Kohle ausgeben. Da habe ich einen Brooks B67 drauf. Das lohnt total.

Ach ja als Laden kam bei meiner Recherche der in Moabit in Betracht. Da wurde ich von einem Mitarbeiter mit fränkischem Akzent gut beraten, als ich mal in Berlin war. Die anderen hatten irgendwie keine Zeit - ich vermute, wenn du schon auf dem Velochecker gesessen hast, hast du den Laden bereits gefunden.

Ach ja: Nachteil bei dem schönen Fahrrad: Kannste in Berlin nicht (lange) an der Laterne parken - wie fast jedes schicke Fahrrad.

Kann dich leider nicht direkt zu einer Probefahrt einladen, da ich tief im Westen wohne. Falls du zufällig mal ins Rheinland kommst kannst du gerne mal Probe fahren.

Ach ja: lass dir falls du es bestellst alle Vorrichtungen zum Anbringen von Lowridern und auch einer zweiten Getränkeflasche dranmachen - so als Option, man weiß ja nie. Ich nutze das Rad auch als Reiserad, ist wirklich toll.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Henner« (17. Februar 2015, 21:51)


10

Dienstag, 17. Februar 2015, 22:21


Alternativ - falls es etwas schneller sein sollte kommt das Patria Ranger in Frage (Goradzilla, das hast du doch - oder war's ein Terra?).


Neee, ist ein Terra. Aber ich bin ja auch nicht Mitglied bei Bündis 1,90 / Die Hünen ;) Aus funktioneller Sicht solltet ihr sowas zwar auch fahren können, aber ich gebe zu, dass das optisch vielleicht nicht ideal ist.

Bei mir die eher dynamische Sitzposition, wobei man es wahrscheinlich auch stärker in Richtung "zurückgelehnt" bauen lassen kann. Auch auf miesen Wegen und voll beladen sehr gut fahrbar.
Ich habe eine Vorrichtung dran, um schnell die Lenkerhöhe samt Vorbau verstellen können (Humpert Up/Down oder was ähnliches, bin gerade nicht sicher). Das ist ganz nett für Touren à la Düsseldorfer Radsternfahrt, wenn man den ganzen Tag plaudernd einen stolzen 11er Schnitt fährt.

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 01:52

..

@stilleswasser
Auch Dir schönen Dank für den Tip.
Was ist bei Simplon denn ein "Streetkit"? Der ganze "STvO-Kram"?
..

Hätte nicht gedacht, daß der Fahrradkauf so anstrengend werden wird. ;)

Grüße,
Dirk


ja, genau. gepäckträger, lichtanlage und schutzbleche. damit es aber auch da nicht zu einfach wird, kannst du zwischen mehreren optionen wählen .. ;).

http://www.simplon.com/pm/konfigurator/mein-simplon-bike/
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Dirk_8472

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 08:55

Danke für den Erfahrungsbericht, Henner.
Aber: das Ding ist kein Renner - vor allem durch die Bereifung.
Wie "schnell" ist es denn in etwa? Ich weiß, hängt zum Großteil vom Fahrer ab. ;)
Wie fährst Du denn so in der Regel?
Hast Du eigentlich auch mal 55er/60er Reifen getestet? Bin mir immernoch nicht sicher ob die in Sachen Komfort nochmal "deutlich" besser sind. Die Erfahrungsberichte gehen da auch extrem auseinander.

Ach ja als Laden kam bei meiner Recherche der in Moabit in Betracht. Da wurde ich von einem Mitarbeiter mit fränkischem Akzent gut beraten, als ich mal in Berlin war. Die anderen hatten irgendwie keine Zeit - ich vermute, wenn du schon auf dem Velochecker gesessen hast, hast du den Laden bereits gefunden.
Das ist "Velophil", da war ich aber nicht sondern bei "Radkonzept", da waren die Erfahrungsberichte besser. Obwohl man da ja auch nicht immer was drauf geben kann...
In Berlin selbst werde ich mit dem Rad wohl nicht unterwegs sein und wenn ich damit dann doch in's Büro fahren kann, steht's da sicher im Keller oder woanders aber sicher nicht auf der Strasse.

ja, genau. gepäckträger, lichtanlage und schutzbleche. damit es aber auch da nicht zu einfach wird, kannst du zwischen mehreren optionen wählen .. ;).
Das heißt bei denen jetzt Lichpaket, oder? Den Konfigurator finde ich übrigens recht nervig. ;)

kylogos

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13

Mittwoch, 18. Februar 2015, 09:37

Mal zum Thema BA: ich mochte deren Fahrverhalten nicht!

Mit wenig Druck waren sie komfortabel, aber unpräzise zu fahren (regelrecht schwammig). Mit erhöhtem Druck wurde das Fahrverhalten besser, aber der Komfort war weg. Was blieb war das sehr hohe Gewicht. Ich bin dann auf 50er umgestiegen (Marathon Dureme, waren nach 6.000 km rissig und warfen Beulen!), anschließend auf Conti Travel Contact in 47 mm. Für mich der bislang beste Kompromiss.

Gerade bei hohem Gesamtgewicht ist der BA meiner Meinung nach nicht das Mittel der Wahl!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kylogos« (18. Februar 2015, 11:37) aus folgendem Grund: Schreibfehler; die Beulen traten nach 6.000 km auf, nicht nach 8.000


14

Mittwoch, 18. Februar 2015, 10:44

Sind die Contis schon länger drauf? 8000 km erscheint mir jetzt (je nach Untergrund und Systemgewicht) auch nicht so wenig.

Henner

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 10:59

Dirk,
-> "wie schnell ist es"?/Test von 55'er/60'er Big Apple.
Wie schnell es ist kann man natürlich eher im Vergleich sagen. Wenn man permanent versucht über 23-25km/h zu fahren, dann fährt man gegen eine Wand. normale lockere Reisegeschwindigkeit liegt bei mir so bei knappen 20km/h.
Um den Fitnesszustand in etwa zu beschreiben: fahre in den letzten Jahren so um die 8000-9000km - Alltag (Arbeitsweg 15km einfach). Sonst kein Sporttraining, nur Rückentraining.

Den 60'er Big Apple bin ich mal auf einem Potsdam Testrad in Verbindung mit einer Shimano 7 oder 8 Gangschaltung gefahren. Fuhr sich auch sehr komfortabel, einen großen Unterschied zum 50'er habe ich jetzt nicht in Erinnerung. Das hängt auch vom gefahrenen Luftdruck ab.
Wie du siehst gibt es zum Thema Reifen viele Meinungen. Das tolle ist, daß man einen Reifensatz für im Vergleich kleines Geld auch mal wechseln kann. Wobei natürlich richtig schmale Reifen bei breiten Schutzblechen merkwürdig aussehen können.
Wichtiger ist die Sitzposition. Wenn du wie im Ausgangspost beschrieben Probleme hast den Kopf dauerhaft "im Nacken" zu halten, dann bist du beim Potsdam schon richtig. Die Überschrift des Threads heisst ja "Bequemes Allroundrad gesucht".
Für andere Zwecke habe nutze ich andere Fahrräder - unter anderem auch ein Rennrad.

Gerade ist mir aufgefallen, daß ich durch copy&paste in meinen Beitrag gestern drei Mal: "Ach ja" verpackt habe. War wohl ein wenig spät ;) .

kylogos

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16

Mittwoch, 18. Februar 2015, 11:36

8000 km erscheint mir jetzt (je nach Untergrund und Systemgewicht) auch nicht so wenig.
Mir auch nicht. :D
War ein Schreibfehler, es waren nur 6.000 km. Und das finde ich für Reifen, deren Neupreis bei über 40 € pro Stück lag, schon recht überschaubar. Zumal die Laufflächen noch völlig i. O. waren, die Flanken aber mit Rissen übersät. Die Krönung waren dann zwei tischtennisballgroße Beulen im Hinterrad.

Ich muss nicht drauf hinweisen, dass die Reifen zeit ihres Lebens mit korrektem Druck gefahren wurden, oder? :vain:

Dirk_8472

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 19:08

@kylogos

Dein letzter Reifenumstieg lag aber eher am Reifen als an der Größe, oder? Denn zwischen 47 und 50 dürfte der Unterschied ja nicht allzu groß sein.
Aber kann ich mir gut vorstellen, daß ein dicker Reifen mit wenig Luft komfortabel ist, dadurch aber auch schwammig wird weil die Flanken weich werden.

@Henner

Die 20km/h habe ich beim Utopia London auch als Reisegeschwindigkeit gelesen, da tun sich London und Potsdam anscheinend nichts.
Stimmt, man kann zum Glück verschiedene Reifen ausprobieren und wenn man mit einer Größe gar nicht zurecht kommt, kostet der Umstieg nicht die Welt.
Insgesamt scheinen sich London und Potsdam von der Auslegung nichts zu nehmen, nur die Geometrie ist anders. Von daher stehen die Chancen gut, daß ich drüber eine Auswahlhilfe bekomme. Und das Simplon muß auch noch angeschaut werden.

Wovon ist die "fahrbare" Geschwindigkeit eigentlich abhängig? Zum einen sicherlich die Übersetzung, wobei die bei einer z.B. Deore in der Regel an einem "gemütlichen" und einem "sportlichen" Rad gleich zu sein scheint. Wenn man jetzt noch die gleiche Laufradgröße annimmt, bleibt doch imho nur noch die Sitzposition und der damit einhergehende Luftwiderstand übrig, oder?
Also ist man umso langsamer je aufrechter man sitzt!? Und könnte man im Umkehrschluß mit einem "bequemen" Rad wie dem London/Potsdam etwas schneller sein wenn man den Lenker senkt und etwas "sportlicher" sitzt?! Ob man dann noch vernünftig drauf sitzt, ist noch eine andere Frage.
Nicht falsch verstehen, ich suche schon was bequemes mit moderat aufrechter Haltung, möchte das ganze drumherum nur auch verstehen. :)

Danke,
Dirk

thomaspan

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Mittwoch, 18. Februar 2015, 20:07


Wovon ist die "fahrbare" Geschwindigkeit eigentlich abhängig? Zum einen sicherlich die Übersetzung, wobei die bei einer z.B. Deore in der Regel an einem "gemütlichen" und einem "sportlichen" Rad gleich zu sein scheint. Wenn man jetzt noch die gleiche Laufradgröße annimmt, bleibt doch imho nur noch die Sitzposition und der damit einhergehende Luftwiderstand übrig, oder?
Also ist man umso langsamer je aufrechter man sitzt!? Und könnte man im Umkehrschluß mit einem "bequemen" Rad wie dem London/Potsdam etwas schneller sein wenn man den Lenker senkt und etwas "sportlicher" sitzt?! Ob man dann noch vernünftig drauf sitzt, ist noch eine andere Frage.
Nicht falsch verstehen, ich suche schon was bequemes mit moderat aufrechter Haltung, möchte das ganze drumherum nur auch verstehen. :)


Im wesentlichen zum Luft- und Rollwiderstand.

Zum Luftwiderstand: Je aerodynamischer du auf dem Rad sitzt, desto geringer ist er. Ergo ist Unterlenker(beim RR) deutlich schneller als mittig oben drauf gefasst.

Zum Rollwiderstand: Ein 23 mm schmaler Pneu bei 8 - 9 bar läuft wesentlich schneller als ein 47 mm Mantel bei 4 bar, dafür auch unkomfortabler, wenn man beide auf zugelassenem Druck bewegt, ebenso. Von daher ist an "breiter rollt schneller + besser" nix dran. Somit rollt ein 47er (besser noch ein 42er) deutlich schneller als ein 60er (aber komfortabler?).
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

FraWie

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19

Mittwoch, 18. Februar 2015, 20:54

Zum Thema Luftdruck und Rollwiderstand gibt es von dem in der Szene recht bekannten Jan Heine eine interessante Untersuchung. Diese belegt, dass der Widerstand mit dem Druck nicht linear abfällt. Am Beispiel des Rubino: bereits bei 6,5 bar hat dieser ein Minimum an Rollwiderstand, zu 7,5 bar hin steigt der auf ein Maximum um dann bei 9 bar wieder auf den Wert von 6,5 bar zu fallen. Komfortablber fährt man natürlich mit 6,5 bar. Auch due Reifenbr

Und zum Thema Reifenbreite ein Zitat von Jan Heine aus der oben verlinkten Untersuchung:

Zitat

I now ride 42 mm tires at 3 bar (43 psi), knowing that they roll as fast as a 25 mm tire at 6 bar (85 psi) – or 9 bar (130 psi), for that matter.

Meine persönliche Erfahrung: Im Vergleich der Continental RaceKing in 50-559 (3,5 bar) auf dem Breezer zu den Conti GP 4000S in 25-622 (7 bar) auf dem Bob Jackon kann ich nur einen geringen Geschwindigkeitsvorteil der schmalen Reifen feststellen, der im wesentlichen auf die fehlende Unterlenkerhaltung am Breezer zurückzuführen sein dürfte. Gerade bei den breiteren Reifen kommt es beim Rollwiderstand aber sehr auf die Bauart und Qualität an.
Der breite Reifen hat natürlich einen höheren Luftwiderstand, dieser kommt aber erst bei höheren Geschwindigkeiten zum Tragen.

Die Sitzposition ist neben dem Luftwiderstand auch wegen der Kraftübertragung wichtig. Aufrecht sitzend kriege ich keine Leistung auf die Kurbel, ich erinnere mich mit Grauen an ausgeliehene Holland- und City-Räder.

Unterschätzt wird oft der Einfluss der Tritttechnik, Stichworte hierzu sind Trittfrequenz und "runder Tritt" (auch wenn wirklich rund ein Mythos ist).

Edit: Ich fahre auf den RaceKing den reaktiv hohen Druck, weil die sonst auf der 17C Felge in Kurven etwas schwammig werden, mit breiteren Felgen könnte man da noch was ablassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »FraWie« (18. Februar 2015, 21:00)


Henner

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20

Mittwoch, 18. Februar 2015, 22:01

Die 20km/h habe ich beim Utopia London auch als Reisegeschwindigkeit gelesen, da tun sich London und Potsdam anscheinend nichts.

Hab' mir das Utopia London gerade angesehen - das gibt sich mit dem Potsdam auch sonst nicht viel, auch preislich bei vergleichbarer Ausstattung. Den des Utopia Rahmen finde ich jetzt nicht so elegant, aber wenn man die Tragfähigkeit braucht…
Ist einfach 'ne Geschmacksfrage, bzw. wie du sagtest ein Frage welche Geometrie dir besser liegt.

Wovon ist die "fahrbare" Geschwindigkeit eigentlich abhängig?

Neben den Ausführungen meiner Vorposter (Luftwiderstand etc…) kriegt man bei vorgebeugter Haltung mehr Druck aufs Pedal.
Kann man einfach testen:
1. Setze dich kerzengerade auf einen Stuhl. Der Oberkörper/Oberschenkel/Unterschenkel stehen genau im rechten Winkel (d.h. im seitlichen Profil gesehen stehen Oberkörper, Oberschenkel und Unterschenkel jeweils im rechten Winkel zueinander). Entspricht einer extrem aufrechten Hollandradhaltung. Versuche jetzt mit den Füßen Druck auf den Boden zu bringen ohne umzufallen.

2. Bleibe so sitzen und lehne dich mit dem Oberkörper nach vorne. Versuche jetzt mit den Füßen Druck auf den Boden (bei Fahren sind das die Pedale) zu bringen.
-> Wenn du den Vorderkörper nach vorne beugst bringst du deutlich mehr Druck auf den Boden/die Pedale.

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