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treteimer

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1

Donnerstag, 11. Juni 2015, 11:41

Reparieren oder neu kaufen?

Hallo liebe Forenmitglieder,
bei der Fahrradrecherche bin ich des öfteren über dieses Board gestolpert und habe mich nun einfach mal gewagt - und habe mich angemeldet!

Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich mein vorhandenes Rad wieder herrichten lasse oder mir ein neuwertiges Gebrauchtes zulege. Insgesamt wollte ich nicht mehr als 350-450 Euro ausgeben.

Hintergrund:
Im Urlaub durfte ich 3 Tage lang ein Kalkhoff Cross Track Street 3.0 XL (2014), RH60 mit Federgabel fahren. Damit kam ich bei einer Körpergröße von 198 cm und 132 kg Schwungmasse zzgl. ~10kg Gepäck erstaunlich gut zurecht. Die Sitzposition war gut. Ich fühlte mich wohl und die Hände haben auch nach 30 km ohne Pause keine Ermüdungserscheinungen gezeigt.
Aufgefallen ist mir, dass das Fahrrad einen Nabendynamo von Shimano hatte. Die LED-Beleuchtung (mit Standlicht) flackerte, die Schutzbleche waren "wabbelig" und im höchsten Gang gab es ein leichtes Schleifen. Ansonsten war ich top zufrieden. Den Lenker würde ich tauschen, der ist nichts für große Hände. Die Federgabel fand ich sehr gut, weil kleine Unebenheiten an den Handgelenken nicht so spürbar waren.

Mein aktuelles Fahrrad ist ein ca. 15 Jahre altes T-700 von der fahrradmanufaktur mit RH64 (NP etwa 1800 DM). Das Vorderrad hat seit etwa 8 Jahren eine kleine Unwucht (Bodenwelle), die Beleuchtung funktioniert nicht, Tretlager (klackert seit 10 J.) und Kurbel Shimano Deore LX (fällt ab) müssten neu.
Bremsen und Schalthebel/-züge, Sattel und ein paar Kleinigkeiten habe ich vor 2 Jahren erneuert. Im Hinterrad sorgte bis zu dem "Kurbel-Problem" ein Elfei 250W Motor auch bei Gegenwind für 25 km/h Speed. Akku und Elektronik sind in einem Lastenanhänger verstaut, der bei Bedarf mitgeführt wird und u.a auch Wasser oder Kleidung beherbergt.
Es funktionieren seit meinem Umbau nur 5 Gänge (die wichtigsten) und am Hinterrad ist mir schon das zweite Mal "im Wald" eine Speiche gebrochen. Schläuche müssten neu und die Mäntel ggf. auch in nicht allzu ferner Zukunft.

Da ich keine Stammwerkstatt besitze, habe ich mich an einen neuen Fahrradladen in unserer Stadt gewandt. Dieser hat die Aufrüst- und Reparaturkosten (Nabendym, Federgabel, Kurbelgarnitur, sonstige Reparaturen) auf ca. 350-400 Euro geschätzt. Allerdings nehme ich an, dass eher mit günstigen Komponenten gerechnet wurde und nicht mit den bisher verbauten etwas teureren. Wenn ich die benötigten Einzelteile in Online-Shops zusammenrechne, komme ich auf etwa 300 Euro.

Ob mit oder ohne Motor, das Fahrrad war schon immer sehr
schwergängig, d.h. bergab war ich trotz des höheren Körpergewichts immer
spürbar langsamer als meine Begeleiter. Ich zweifle daran, ob dies Problem mit einer Reparatur behoben ist und ob ich mir nicht lieber die Reparatur spare, ein vergleichsweise neues Rad für die nächsten 7-8 Jahre zulege und dann noch mal richtig in ein vernünftiges Pedelec investiere.

Ich freue mich auf eure Meinung,
Tobias



- Wofür soll das Fahrrad benutzt werden (Radreisen, Alltagsfahrten, Einkaufen, Sport...)?
Nächstes Jahr steht eine mehrtägige Frankreich-Tour an, ansonsten Ausflüge von 30-50 km.

- Auf welchen Wegen wirst du vorwiegend unterwegs sein (Teerwege, Waldwege, MTB-Trails,...)?
Teer und Klinker mit Unebenheiten und Schlaglöchern, ab und an unbefestigte Fahrradwege im Wald.

- Wohnst du in einer bergigen Gegend bzw. hast du vor in bergigen Gegenden zu fahren?
eher nicht. Wenn, dann nur im Urlaub

- Bei welchem Wetter wird gefahren(nur bei schönem Wetter, auch bei Regen, Winter)?
100 % Schönwetterradler

- Wie viel darf das Rad kosten?
300-450 € (gebraucht)

- Wieviel Fahrrad fährst Du (bisher und zukünftig geplant)?
ca. 1000-1500 km / Jahr

- Wie groß bist Du?
198 cm

- Wie viel wiegst Du? (Musst du nicht beantworten! Aber beachte, dass die meisten Räder gerade mal 100kg Zuladung zulassen und mit ein bisschen Gepäck wird's da schnell eng )
132 kg

- Was kannst Du an einem Fahrrad selber reparieren oder einstellen?
Alles wofür kein Spezialwerkzeug erforderlich ist (also wenig!). Gangschaltung ist schwierig.

- Hast Du schon bestimmte Fahrräder rausgesucht (wenn ja, welche)?
Kalkhoff Track Street 3.0 RH60, Agattu XXL RH64, Raleigh Oakland XXL RH64

Prabha

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2

Donnerstag, 11. Juni 2015, 22:37

Hallo Treteimer,

ich finde es reichlich schwierig dir einen Tip zu geben - denn deine Anfragen birgt m.E. Widersprüche:




... Ob mit oder ohne Motor, das Fahrrad war schon immer sehr
schwergängig, d.h. bergab war ich trotz des höheren Körpergewichts immer
spürbar langsamer als meine Begeleiter. Ich zweifle daran, ob dies Problem mit einer Reparatur behoben ist und ob ich mir nicht lieber die Reparatur spare, ein vergleichsweise neues Rad für die nächsten 7-8 Jahre zulege und dann noch mal richtig in ein vernünftiges Pedelec investiere....

- Wie viel darf das Rad kosten?
300-450 € (gebraucht)

- Wieviel Fahrrad fährst Du (bisher und zukünftig geplant)?
ca. 1000-1500 km / Jahr

- Wie groß bist Du?
198 cm

- Wie viel wiegst Du? (Musst du nicht beantworten! Aber beachte, dass die meisten Räder gerade mal 100kg Zuladung zulassen und mit ein bisschen Gepäck wird's da schnell eng )
132 kg



Ein vergleichsweise neues Rad, das für deine Größe und Gewichtsklasse "zugelassen" ist, wirst du vermutlich nicht für den angepeilten Europreis kriegen.
Wenn du mit deinem jetzigen, aber defekten Rad, generell klar kommst, scheint mir die Reparatur in ähnlicher Preisklasse fast sinnvoller zu sein.

Die Schwergängigkeit (bergrunter langsamer als andere) kann z.B. auch mit deiner Sitzposition zu tun haben. Wenn du aufrecht sitzt, bremst du mit dem ganzen Körper. (Ich bin mehr als 30 cm kleiner und merke schon die Bremswirkung meiner aufrechten Haltung.)

Dass du 8 Jahre mit einer Unwucht im Hinterrad aushältst, lässt mich über deine Geduld (Fahrlässigkeit ?) staunen.
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

treteimer

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3

Freitag, 12. Juni 2015, 13:03

Hallo Prabha,
danke für deine Antwort. Ich tue mich auch schwer mit der Entscheidung. Beide Varianten haben so ihren Reiz.

Altrad:
Die Unwucht ist im Vorderrad. Bei hohen Geschwindigkeiten merkt man sie nicht, nur beim Anfahren/Rollen bis zu ~15 km/h. Bei den Kurzstrecken kann man darüber hinwegsehen, es ist ja kein Sicherheitsrisiko. Die derzeit verbauten Felgen sind an und für sich sehr stabil. Aber es ist ein Punkt, der behoben werden soll, bevor die längere Tour im nächsten Jahr ansteht.

Die angegebenen Radbeispiele stammten übrigens aus Kleinanzeigenportalen. Das Agattu XXL wurde kürzlich gebraucht sogar für 190 Euro angeboten, Normalpreis ist jedoch eher um 250 Euro. Wenn im Text steht "wenig gefahren", dann kann das Rad neuwertig sein, wenn es beim aktuellen Besitzer 4-5 Jahre im Keller stand.
Aber meine Tendenz geht auch zur Reparatur.

Salamander

Team 2radforum.de

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4

Samstag, 13. Juni 2015, 10:46

Wenn Räder mit gleichem Systemgewicht und einigermaßen ähnlicher Sitzposition bergab unterschiedlich schnell rollen, kann das nur 2 Ursachen haben: Rollwiderstand der Reifen und Reibung in den Naben.

Der Rollwiderstand der Reifen wird bestimmt von Karkassenaufbau und Gummimischung, und vom Reifendruck. Und bei letzterem schlampen viele Radfahrer, verbreiteter Irrtum ist daß die "Daumenprobe" zum Prüfen des Reifendrucks ausreicht. Kann es sein, daß die Räder vom Verleiher mal ordentlich aufgepumpt waren?

Hohe Reibung in den Naben kann kommen von zu stramm eingestellten Lagern oder schwergängigen Dichtungen, beides ist recht selten. Oder von schwergängigen verklebten Freiläufen, auch selten. Bei Nabendynamos kommt noch die Schwergängigkeit durch das magnetische Bremsmoment dazu, durch Wirbelströme auch wenn das Licht nicht eingeschaltet ist. Bei den billigen Shimano NDs sind diese Leerlaufverluste erheblich, ab einer gewissen Geschwiundigkeit sind die mit Licht leichtgängiger als ohne. Du könntest mal testweise den ND kurzschließen und sehen, ob das Rad dann leichter läuft.
Abhilfe: ordentlichen Nabendynamo kaufen, SON, Shutter Precision oder Shiamano DH-3N7x. Wobei das Kalkhoff, wenn ich das richtig sehe, mit Acera bestückt ist und wahrscheinlich auch nur einen billigen Shimano hat. Wenn Dein Rad vom ND her schwergängiger ist, kann das an Herstellungstoleranzen liegen oder Verbesserungen bei den neueren Modellen.

PS: Bis vor einigen Jahren hatte Shimano bei NDs extrem an Lagerfett gespart, die Lager vergammeln in Rekordzeit und werden dann oft sehr schwergängig. Merkt man bei manuellem Drehen an der Achse wegen der Polfühligkeit kaum.

Für den aktuellsten Stand müsste ich mich erst einlesen, aber nicht heute und morgen. Einige vergleichende Tests von Nabendynamos findest Du bei Fahrradzukunft, ausführlich in der "Gebetsmühle"


... Fahrradladen ... Dieser hat die Aufrüst- und Reparaturkosten (Nabendym, Federgabel, Kurbelgarnitur, sonstige Reparaturen) auf ca. 350-400 Euro geschätzt. Allerdings nehme ich an, dass eher mit günstigen Komponenten gerechnet wurde und nicht mit den bisher verbauten etwas teureren. Wenn ich die benötigten Einzelteile in Online-Shops zusammenrechne, komme ich auf etwa 300 Euro.

Dann bring das ganze Geraffel mal zu einer Fahrradwerkstatt und löhne - so die den Auftrag überhaupt an nimmt - gut 2 Arbeitsstunden... Wenn der Fahrradladen den Schätzpreis nicht wesentlich überschreitet ist das sogar ein sehr faires Angebot, da Online Shops wegen nicht vergleichbarer Kostenstrukturen idR niedrigere Preise machen können.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Salamander« (13. Juni 2015, 11:03)