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Gabouche

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1

Mittwoch, 23. August 2017, 09:10

Kaufentscheidung Randonneur/ Reiserad

Hallo zusammen,



Mein Name ist Gabriel, 29 Jahre alt, aus Berlin.




Ich bin neu hier im Forum und möchte mich mit
einer Bitte an euch wenden: Ich möchte mir einen Randonneur/Reiserad für längere
Touren kaufen und würde mich sehr über eure Meinung, Tipps und Ratschläge
dazu freuen!



Nutzen
des Fahrrads:



Ich habe noch keine
konkreten Touren geplant, es geht aber erst einmal vor allem um Fahren in der
Stadt (Straße), Wochenendtouren in Deutschland (Straße, Feldwege), um
Ferientouren durch Europa (Straße, Feldwege, evtl auch unwegsameres Gelände) und
mein Traum wäre es, in den nächsten Jahren (wenn genug Geld und vor allem Zeit
da ist) eine mehrmonatige Tour zu machen, z.B. durch Südamerika, den Balkan
oder Afrika (wohl viel unwegsames Gelände). Bei den Reisen würde ich gerne Zelt, etc selbst mitnehmen können, dh viel Platz für Taschen ist mir recht wichtig. Dabei sollte das Rad natürlich auch über Berge fahren können, zB eine Alpenüberquerrung könnte ich mir gut vorstellen, wenn es dafür nicht zu schwer ist. Es sollte zudem möglich sein, das Rad bei jedem Wetter zu fahren, aber primär soll es natürlich eher im Sommer genutzt werden, macht dann ja etwas mehr Spaß:) Für das Fahren in der Stadt habe
ich übrigens auch noch ein (billigeres und leichteres) Stadtrad, der primäre
Zweck ist also das Reisen. Mein Budget liegt bei 2000€ max.




Bis jetzt bin ich nur ziemliche Gurken durch die
Stadt gefahren und habe dementsprechend wenig Ahnung von „richtigen Fahrrädern“
und deren Ausstattungen. Ich war mir sicher, dass ich gerne einen Stahlrahmen
und einen Randonneur fahren würde, abgesehen davon habe ich erst einmal relativ
breit geschaut... und bin fündig geworden:)



Nun habe ich zwei Fahrräder zur Option, die ich
beide super finde. Da ich mich aber wie gesagt mit den Feinheiten der Fahrräder
nicht so gut auskenne, wäre ich sehr dankbar über eine Entscheidungshilfe. Noch
einmal kurz zu mir, ich bin männlich, 185 groß (70kg) mit relativ langen Beinen. Ich
bin beide Räder schon Probegefahren und beide waren sehr angenehm zu fahren und
haben gut gepasst.




Konkret geht es um diese beiden Fahrräder:

Surly Long Haul Trucker“ (gebrauchter Eigenaufbau) oder „Rakete
Randonneur
“ (von Bötzowrad Berlin,
neu, http://raketerad.de/fahrraeder/rakete-randonneur/)



Zu den Details der beiden Rädern:



Surly Long Haul Trucker, gebraucht vom Erstbesitzer

(ca 5 Jahre, ca 4000 km gefahren)

Rahmen: Surly Long Haul Trucker 26"

Rahmengröße: L

Sattelrohr ct: 58,5cm

Oberrohr: 58cm

Schaltung: Shimano XT 9 fach

Schalthebel: Shimano Dura Ace Thumbies

Vorbau: Ritchey

Lenker: Salsa Cowbell 3

Bremsen: Avid Single Digit 7 V-Brakes

Bremshebel: Tektro für V-Brakes

Sattel: Fizik Aliante Sport

Kurbeln: Campagnolo Record 3-fach

Nabendynamo: Shimano Alfine

Lichtanlage: Busch+Müller IQ-X

Nabe hinten: Shimano LX

Pedale: Shimano Doppelseitig: SPD und Plattform

Reifen: Schwalbe Marathon Supreme Reflex
Falttreifen

Gepäckträger vorne und hinten: Racktime

Doppelständer

Zusätzliches Zubehör (z.Z. nicht montiert):
Tubus Lowriders für vorne, Cycle2Charge USB Ladeadapter, Lowrider für vorne





Rakete Randonneur

Rahmen: Randonneur, Rahmenhöhe 55cm

Bremsen: Mini V-Brakes

Reifen: Schwalbe Marathon GG 32mm

Felgen: Vuelta Airtec 4

Schaltung: Schimano 105 silber 11-32 Zahn

Pedalen: SPD Dual Contec

Kurbel: Sugino 50-34 Zahn silber

Schutzbleche: Alu poliert


Gepäckträger: Edelstahl mit zweiter Ebene für
vorne und hinten

Lenker: Compact 44cm


Vorbau: Tange 85mm

Sattel: Brooks B17 honig

Griffe/Lenkerband: Brooks Bar Tabe


Scheinwerfer: Bumm EYC T Senso Plus

Rücklicht: Bumm Secula Plus

Nabendynamo: Shutter Precision



Das Gewicht beider Fahrräder wäre voll aufgebaut
ca 16 kg.

Zum Preis:

Der LHT liegt bei 1000€, die Rakete bei 2000€
(Preis aus Website bezieht sich auf Rad ohne Gepäckträger, Licht und
Schutzbleche).



Zur
Entscheidung:


Ich tendiere eher zum LHT, und zwar aus
folgenden Gründen: Die Rakete finde ich zwar optisch ansprechender (28’’
Reifen, dünnere Reifen, Grüner Rahmen, silberne Teile, brauner Sattel und
Lenkerband... so wie auf der Website). Allerdings kostet sie nun mal das
ungefähr doppelte, und so habe ich das Gefühl, dass beim LHT das
Preis-Leistungsverhältnis besser ist. Zudem suche ich ja nach einem Rad, das
zwar auch gut aussehen soll (finde den LHT übrigens an sich auch sehr schönJ),
primär soll mich das Rad aber über Stock und Stein und durch hoffentlich viele
Länder bringen. Und da habe ich das Gefühl, dass das LHT mit seiner Tradition,
den 26’’ Rädern (Stabilität und Ersatzteile?) und der Möglichkeit für dickere
Reifen die solidere Wahl ist.



Nun würde ich mich aber vor meinem Kauf noch
einmal umhören und würde mich sehr über euer Feedback und Ratschläge
freuen!

Vor allem würde mich interessieren, wie die
Komponenten der beiden Räder zu bewerten sind und welches der Räder objektiv
und unabhängig vom Preis besser/ hochwertiger ist? Zum anderen wäre es toll zu
erfahren, auf was man bei dem Kauf eines gebrauchten Fahrrades achten soll (der
LHT sah sehr gepflegt aus und der Verkäufer arbeitet im Fahrradladen), und wie
wichtig 26’’ Räder/ dickere Bereifung für längere Touren sind (auf die Rakete
gehen glaube ich nur max 35mm)- auf dem Gebiet habe ich nämlich keine Ahnung...
in der Stadt Fahre ich gerne schmalere Reifen. Wie schwer/ Teuer wäre es,
schmalere Reifen auf das LHT zu ziehen? Auserdem finde ich 16 kg bei beiden
Rädern recht viel, wie seht ihr das? Allerdings bin ich jung, sportlich und
recht schmal:)



So das ist jetzt ein langer Text und ich möchte
mich schon einmal sehr bedanken, falls jemand das alles gelesen und vielleicht
sogar ein paar Worte dazu zu sagen hatJ



Beste Grüße

Gabriel

2

Donnerstag, 24. August 2017, 21:39

Moin,

also wenn du ernsthaft Straßentouren fahren willst, dann ist ein 26"er für dich zu klein. Auch die Rahmengröße 'L' sagt nicht viel aus - China-'L' ist oft gerade mal 'M', 26"-'L' eher auch. Mit 185 und langen Haxen passt dir eher 'XL' (also eher 60 als 55 cm).

Wegen 'Gewicht' solltest du dir nicht zu viele Gedanken machen - ein Reiserad ist immer schwerer als ein Rennrad, und auch Stahl hat Vorteile. Gute Lager gleichen da einiges aus.

Aber - ausprobieren ist Trumpf (durchaus auch mit einem 29" MTB und einem Rennrad vergleichen, wegen Unterschied im Fahrverhalten). Gibt es vielleicht einen entsprechenden Verleih bei euch, wo du verschiedene Geometrien testen kannst (nicht nur beim Händler auf dem Hof oder in der Halle)?

Du musst selber entscheiden, ob dir ein größerer Rahmen lieber ist ('Länge läuft') oder ein kleinerer (evtl wendiger). Ich habe mich einmal von einem Händler bequatschen lassen und das kleinere bestellt, obwohl mir das größere bei der Probefahrt sehr getaugt hat - das war sehr ärgerlich. Vor allem, wenn man so viel Geld dafür hinlegt; Wiederverkaufswert ist im allgemeinen niedrig.


Vielleicht rät dir der nächste, der antwortet, ganz anders - ich würde zu etwas großem, soliden tendieren, jeder hat seine eigenen Vorlieben. Die musst du als erstes praktisch herausfinden.

____________________________________

Zu den Komponenten - alles auf den ersten Blick in etwa Mittelklasse, daran ist nichts nichts falsch, wirft aber auch nicht vom Hocker.
Ich persönlich würde Scheibenbremsen bevorzugen. Schon weil denen ein kleiner Felgenschlag (der bei einer Tour passieren kann) egal ist.

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3

Donnerstag, 24. August 2017, 23:18

Ich würde das vom Wohlgefühl bei der Probefahrt abhängig machen, das allerwichtigste ist daß die Kiste passt wie angegossen.

Beide Räder sind sehr durchdacht und stimmig ausgestattet, Kritikpunkte finde ich da keine. Und die Komponenten "Mittelklasse" nennen ist schon Meckern auf sehr hohem Niveau... Vom LHT, allerdings in 28 Zoll, habe ich nur gutes gehört bzw gelesen. Einzige Ausnahme war wo jemand mit der Geometrie nicht so klar kam, also Probefahrt ist wichtig.

28 Zoll mit 32 mm Reifen, oder 700 x 32 C auf altfranzösisch ist klassische Größe für Reiseradreifen. Aber breite 26 Zoll Reifen sind keine schlechte Idee, nicht nur weil die Laufräder stabiler sind. Die bieten mehr Komfort, was auf langen Strecken der Leistungsfähigkeit gut tut, insbesonders auf schlechten Strecken oder bei Erschöpfung. Außerdem sind die bei großer Zuladung belastbarer und haben geringeres Risiko von Durchschlägen. Langsamer bist Du damit nicht unbedingt, ausreichend Reifendruck und vernünftige Reifen (wie den Supreme zB) vorausgesetzt. Und die fahren sich agiler als breite 28 Zoll Reifen. 29 Zoll sind übrigens auch 28-Zöller, nämlich ETRTO Maß 622, nur in sehr breit und brauchen deshalb breitere Felgen. Dämliche Unsitte, Reifengrößen nach dem Umfang anzugeben! :cursing: "29er" würde ich für ein Reiserad ebenso wenig wie neumodische "27,5er" empfehlen (abgesehen davon passen die eh nicht). 26 Zoll - genauer ETRTO 559, gibt noch 4 andere Maße, soll in manchen Teilen der Welt besser erhältlich sein. Hab vergessen wo und würde davon meine Wahl auch nicht abhängig machen. Mindestens ein Ersatzreifen (als Faltreifen) ist eh Pflicht, wenn Du in Gegenden unterwegs bist wo Du nicht innerhalb eines Tages zu Fuß oder mit Bahn/Bus einen neuen auftreiben kannst.

und wie
wichtig 26’’ Räder/ dickere Bereifung für längere Touren sind (auf die Rakete
gehen glaube ich nur max 35mm)

Die Vorteile von 26 Zoll hab ich ja schon genannt, aber auch klassische Reiseräder brechen nicht haufenweise zusammen. Wichtiger ist eh materialschonende Fahrweise und vor allem gut gebaute, abgedrückte Laufräder. 32-622 fährt sich etwas Rennrad-artiger, macht mir mehr Spass... Will Dich aber nicht beeinflussen... :doofy:

Meistens - aber nicht immer - sind Reifen real schmaler als das Nennmaß. ZB Vittoria Randonneur 700x35C ist aufgezogen 33 mm breit (wobei ich Dir den Randonneur pro empfehlen würde, ist als Faltreifen mit höherer Fadendichte in der Karkasse komfortabler und hat besseren Pannenschutz). Vielleicht passt auch was mit 37 mm, hier lohnt sich guter Kontakt zum Frendlichen.

Wie schwer/ Teuer wäre es,
schmalere Reifen auf das LHT zu ziehen?

Wie schwer fällt es Dir, einen Reifen zu wechseln? ;) Evtl musst Du die Schutzbleche etwas tiefer setzen, sieht besser aus und schützt vor Spritzwasser. Wie breit sind die Reifen denn jetzt? 32-35 mm würde ich da nicht nehmen, das wär nix halbes und nix ganzes. Mindestens 37, eher 42. Felgenbreite wär noch ein Punkt, es ist leider Mode geworden auf schmalen Felgen breite Reifen zu montieren. Das gibt schwammiges Fahrverhalten in Kurven, gerade bei Reifen mit elastische Flanken - die sich aber schön leicht und komnfortabel abrollen. Bei 17 mm Maulweite würde ich maximal bis 47 mm Breite gehen. Bin zu faul das in Zoll umzurechnen und sage

Gute N8
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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4

Freitag, 25. August 2017, 00:31

die Komponenten "Mittelklasse" nennen ist schon Meckern auf sehr hohem Niveau

Ich bitte, das nicht als Jammern zu verstehen. Mittelklasse heißt - brauchbar, aber nichts soo besonderes - auch in Anbetracht des Gesamtpreises ok, aber nicht berauschend. Wobei Deore-Zeux durchaus nach 20 Jahren noch astrein läuft -- 'high-class' schaltet halt unter Last als ob das nie ein Problem gewesen wäre.

Da ich mich ungefähr in der Größen- und Gewichtsklasse bewege wie unser Freund, habe ich (1.) empfohlen, 29" und Rennrad als Vergleich auszuprobieren und (2.) ob der dort üblichen größer dimensionierten Rahmen-Geometrien eher zu 28" als 26" zu tendieren.

Ich selber habe mich, als ein wegen 'morbus containeri' ein Neuteil anstand, obwohl ich Rennräder sehr gerne mag, für 26" MTB-style ungefedert entschieden ... komplette Alpenquerungen mache ich eh nicht, und ich fühle mich eher da wohl, wo die Wildschweine suhlen, liegt wohl in der Familie. *Aber* dann entschieden: komplett selber aufzubauen -- passt recht gut, vor allem nach der Anpassung der Schaltung, weswegen ich hier zu Erfahrungen angefragt hatte.


In einem Punkt pflichte ich ausdrücklich bei: »das allerwichtigste ist dass die Kiste passt wie angegossen« -- das kann kein Experte, erst recht kein Verkäufer abschätzen.

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5

Freitag, 25. August 2017, 01:19

Du hattest auch nach Preis-Leistung gefragt: Das Surly, aber sowas von. Wenn die Angaben stimmen (und wenn's die doppelte Laufleistung wäre, auch egal) ist da vielleicht mal wieder 'ne neue Kette fällig, der Rest ist ja gerade mal eingefahren. Und wahrscheinlich hat der Verkäufer die Kette auch im Blick gehabt, denn der Scheinwerfer zeigt, dass er an dem Rad ja gebaut hat (den gab es vor 5 Jahren IIRC noch nicht). Auch so Details wie der USB-Adapter können drauf hindeuten, dass das Ding schon ein bisschen Mitdenken erfahren hat.

Unter ein paar Voraussetzungen klingt das für mich nach einem guten Angebot:
- Das Rad passt! (lange probefahren, ggf. jemanden mit Ahnung mitnehmen - notfalls selbst über Fahrradaergonomie einlesen und jemanden ohne Ahnung mitnehmen, der wenigstens von "außen" gucken kann)
- Du traust dem Verkäufer, auch bzgl. Stürzen/Unfällen
- ein kurzer Check verläuft positiv. Die Liste in dem hier verlinkten pdf ist zwar auf Rennräder bezogen, aber das meiste ist universell (bis auf die Punkte Carbon und Renneinsatz)
- Du kommst mit den Lenkerendschaltern klar


Die 16 kg merkst du dann, wenn du das Ding aus dem Keller / auf 'nen Bus oder so wuchten musst oder bei sportlichen Bergtouren mit gleich fitten Leuten auf leichten Rädern. Ansonsten wird ein Reiserad mit allem Klimmbimm nicht viel leichter, und mit 30 Kilo Gepäck und 70 Kilo du ist's auch egal, ob das Rad nun 13 oder 16 oder 19 Kilo hat... muss das ganze Zeug ja auch über Stock und Stein tragen ;)


35 mm maximale Reifenbreite fände ich für Südamerika / Afrika zu wenig, wenn du nicht ganz genau planen kannst, welche Straßen dich erwarten. Zum Reifenwechsel hat Salamander ja schon alles geschrieben. Wenn du oft wechseln willst, könntest du auch über einen zweiten Laufradsatz nachdenken, dann geht es noch schneller.


Die Laufradgröße würde ich an Einsatzzweck und persönlicher Vorliebe festmachen. Es gibt keinen Grund, wieso 26 Zoll nicht passen kann (was nicht heißt, dass dieser Rahmen es tut).


Achso, Surly LHT: Ein Freund ist gerade von Dänemark nach [Ende offen, aber Richtung Südwesten] unterwegs. Seit Nordrhein-Westfalen auf einem neuen 28er LHT, nachdem der alte Rahmen dort gebrochen ist. Ich habe das Ding kurz nach dem Aufbau mit den alten Teilen begucken können: Wirkt sehr durchdacht und zu dem Preis geradezu liebevoll verarbeitet. Der stolze Besitzer schien ein bisschen froh zu sein, dass der alte Rahmen aufgegeben hat :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Goradzilla« (25. August 2017, 11:36)


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Freitag, 25. August 2017, 22:24

Ich bitte, das nicht als Jammern zu verstehen. Mittelklasse heißt - brauchbar, aber nichts soo besonderes - auch in Anbetracht des Gesamtpreises ok, aber nicht berauschend.

Ehm, speziell das LHT hat super Komponenten - XT Schaltwerk, Duara-Ace Schalthebel, Campa Record Kurbeln, dazu die Reifen, Lichtanlage und Gepäckträger. Die "Rakete" ist zwar nicht ganz so edel ausgestattet, dafür an anderer Stelle wie dem Sattel.
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Freitag, 25. August 2017, 23:09

Zum Gewicht hatte ich vergessen was zu schreiben. 16 kg klingen erstmal viel, sind aber eine realistische Angabe. Hersteller tricksen und schummeln da gerne bis zur Lüge.

Zum Vergleich, mein Reiserad war grade zur Generalüberholung in der Werft und wiegt fahrfertig als "Rennrad mit Cantis" 11,98 kg, als "Trainingsrad" mit Klingel, Schutzblech und Tacho 12,61 kg. Rahmenhöhe 51 cm effektiv 56, Oberrohr effektiv 56 cm und Antrieb 2 x 7. Gepäckträger, Walzendynamo, Lampen und Befestigungsmaterial wiegen zusammen 1150 Gramm. Hm, den Flaschenhalter hab ich nicht mitgewogen, und Pedalhaken und -Riemen kommen auch noch dran. Dürfte knapp unter 14 kg werden. Jetzt denk Dir noch einen Ständer dazu, Rahmen 2 Nummern größer, Nabendynamo, Lowrider, 3. Kettenblatt und einige Ritzel mehr... achja, und noch ein Spanngummi für den Gepäckträger... dann bist Du bei dem Gewicht.

Es gibt zwar Reiseräder unter 12 kg bei mittlerer Rahmenhöhe, aber zum einen kosten die richtig Geld für Leichtbauteile. Zum anderen sind da zu viele Einschränkungen. Rennradrahmen als Basis, da kann es knapp werden mit den Fersen zum Gepäckträger, oder die Fuhre wird zu hecklastig. 13 mm Felgen und breitere Rennradreifen - fährt sich super mit wenig Gepäck, mag aber nur gut ausgebaute Wege. Und ob die Fuhre flatterfrei fährt, ist noch die Frage.

Edit sagt noch, so ein Doppelständer bringt ja auch einiges an Mehrgewicht mit
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8

Dienstag, 5. September 2017, 12:57

Zum Gewicht hatte ich vergessen was zu schreiben. 16 kg klingen erstmal viel, sind aber eine realistische Angabe. Hersteller tricksen und schummeln da gerne bis zur Lüge.

...

Edit sagt noch, so ein Doppelständer bringt ja auch einiges an Mehrgewicht mit
Kann man nur dickdickdick unterstreichen. Nirgendwo ist man kreativer bei den Herstellern, als beim Gewicht. Da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen können. Ein gewisses Maß an Zuladung benötigt im Metallbau ein gewisses Maß an Eigengewicht. Mein Patria Randonneur liegt inkl. alles außer dem Granit-X-Schloß bei 14,x - was bei Größe 62 cm schon ziemlich gut ist. Dafür darf die Fuhre auch ein max. Systemgewicht von 140 kg stemmen, da muß ich nicht bei jedem T-Shirt überlegen ob ich es noch mitnehmen "darf". 8)
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht :pardon:

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Mittwoch, 13. September 2017, 21:09

Hallo liebes Forum,

sorry sorry dass ich mich jetzt erst wieder melde! Tut mir wirklich Leid, dass auf eure sehr hilfreichen Antworten so lange nichts habe hören lassen.Ein Jobwechsel und ein Umzug haben mich die letzten zwei Wochen ziemlich auf Trab gehalten... und neben dem ganzen Stress war ja noch ein Fahrrad zu organisieren:)

The good news: Ich habe mich entschieden und bin stolzer Besitzer des Surly Long Haul Truckers:)!

Im Endeffekt habe ich die Entscheidung getroffen, da das Surly einfach nur die Hälfte von der Rakete gekostet hat und ich die Forteile der Rakete (die es sicherlich auch gibt) nicht als schwerwiegend erachtet habe, um so viel mehr Geld draufzulegen.
Zudem hat sich das Surly einfach gut angefühlt, es hat alles was ich brauche und ich habe das Gefühl einen echten Allrounder und ein gutes Arbeitstier zu fahren das mich hoffentlich durch dick und dünn begleiten wird.
Aber auch eure Kommentare waren eine große Hilfe und ich bin sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben und freue mich schon sehr auf Ausgedehnte Herbsttouren!

Soweit ein kurzes update, mit einem herzlichen Dank noch einmal an euch, die mir bei der Entscheidung geholfen haben:)

Viele Grüße und gutes radeln
Gabriel

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10

Mittwoch, 13. September 2017, 21:15

Ps: ich war dann mit dem neuen Surly nochmal bei Bötzow Rad, die die Rakete verkauft hätten, um ein paar Accessoires (dickes Schloss, Klingel etc) zu kaufen. Ist wirklich ein super Laden mit sympathischen und kompetenten Mitarbeitern, also auch wenn es bei mir keine Rakete geworden ist kann ich den Laden sehr empfehlen:)!

11

Donnerstag, 14. September 2017, 10:02

Glückwunsch zum neuen Rad und Danke für die Rückmeldung!

Fehlt nur noch eins: Fotos vom guten Stück ;)