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VSS

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1

Dienstag, 10. Oktober 2017, 22:52

Meinungen Bambusrad

Hallo zusammen,
ich bin neu hier leider auch nicht so gut bewandert im Thema Fahrrad und daher hier auf der Suche nach Rat.
Ich würde sehr gerne ein Bambusrad kaufen, aber möchte nicht Unsummen an Geld dafür ausgeben. Glücklicherweise habe ich jetzt einen Anbieter gefunden, der die Räder selber zusammenbaut und günstiger als die Durchschnittsbambusräder verkauft.

Was haltet ihr von den folgenden Merkmalen:

<<EDITIERT VON VSS>>

Ich würde das Rad in der Stadt im Alltag benutzen, um z.b. zum Enkaufen und zur Arbeit zu fahren. Wichtig ist, dass ich in einer hügeligen Stadt wohne. Daher habe ich den Anbieter auch um mehr Gänge gebeten und er würde für etwa 50€ mehr eine 7-Gangschaltung einbauen.

Das Rad kostet also 500€ plus 50€ mehr für eine 7-Gangschaltung.

Was meint ihr?

Viele Grüße
Ramona

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »VSS« (14. November 2017, 22:04)


franco

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2

Dienstag, 10. Oktober 2017, 23:04

Ich kann dich leider nicht beraten; das werdensicherlich bald andere tun.

Nur eines:
Ein Fahrrad hat keine "Narbe", schließlich ist es nicht verletzt, sondern eine "Nabe" (klick)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »franco« (10. Oktober 2017, 23:10)


Prabha

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3

Dienstag, 10. Oktober 2017, 23:47

Hallo Ramona,

ein Bambusrad ist ein ziemlich exquisiter Wunsch. Mich wundert dieser Wunsch zusammen mit der Beschreibung, es als "normales" Alltagsrad nutzen zu wollen, wenig Erfahrung mit Rädern zu haben UND der Kombination "nicht Unsummen" ausgeben zu wollen.

Bis jetzt habe ich Bambusräder nur deutlich oberhalb der 1.000 €-Marke gesehen, das wundert mich auch nicht, weil eine Serie in kleiner Stückzahl i.d.R. teurer ist als eine Serie in hoher Zahl. Ein Anbieter, der selbst baut und nicht in Masse fertigen lässt, müsste tendenziell dann noch einmal teurer sein.

Ein Bambusrad für 500 €, dann noch mit dem "Nutzen" es sowohl als fixie als auch als Singlespeed fahren zu können - diesem Angebot kann ich nicht trauen. Wenn du eigentlich ein Rad mit Schaltung fahren willst, nützt dir diese Möglichkeit des Wechsels nichts.
Eine 7-Gang-Schaltung für den Aufpreis von 50 € einbauen zu wollen - das macht das Angebot in meinen Augen nicht seriöser. (Als das Schaltauge an meinem Rad gewechselt werden musste, war ich schon bei dem Ersatzteil bei über 20 € - da war noch nichts montiert.)

Hast du das Angebot tatsächlich gesehen, oder wäre ein Rad zu dem Preis einfach nur dein Traum?
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

sakura

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4

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 06:20

Moin VSS,
moin zusammen,

also ich sehe die Sache jetzt mal so. Entweder der gute Mann/ Anbieter macht das nur aus Hobby will einfach nur das Ding dann verkaufen, er kann nicht kalkulieren oder das Fahrrad ist wo vom LKW gefallen = geklaut. Letzten Punkt will & kann ich jetzt aber auch nicht unterstellen, ist also alles rein hypothetisch.

Aber wie schon gesagt wurde, Nabenschaltung für 50 Euro einbauen und der ursprüngliche Gesamtpreis von nur 500 Euro, das macht schon stutzig. Denn für den Kurs bekommt man normalerweise ein funktionierendes Einsteigertrekking oder Tourenrad beim Fachhändler ohne große technische Ansprüche haben zu wollen.

Hat dieses Anbieter eine Homepage ? Hast Du ein schriftliches Angebot vorliegen ( in dem dann auch detallierte technische Angaben aufgelistet sind, denn außer den Angaben zur Nabe und Felge ist das alles sehr allgemeingültig ) ?

Spike on Bike

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5

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 08:50

So ein Rad im Alltagsgebrauch würde ich nicht machen, da viel zu auffällig und sicher von Neidern oder anderem Pack zur mutwilligen Zerstörung bzw. Diebstahl einlädt.
Die Glorreichen schieben ...

VSS

2radfahrerin

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6

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 21:14

Vielen Dank für eure Nachrichten. Also ich habe hier eine Homepage des Anbieters:

<<EDITIERT VON VSS>>

Es stimmt, dass solche Fahrräder normalerweise sehr teuer sind, daher bin ich ja auch auf dieses Angebot über ebay-kleinanzeigen gestoßen. Hätte ich das Angebot nicht gesehen, hätte ich das Bambusrad auch schon abgeschrieben, eben wegen der "Unsummen". Aber vom Preis her scheint das hier eben sehr fair zu sein. Für andere nicht so "exquisite" Fahrräder zahlt man einen ähnlichen Preis. Mich interessiert, ob aber nur der Rahmen das besondere ist und der Rest nicht so toll oder ob das schon ordentlich aussieht. Auch wenn man sich nicht super mit Fahrrädern auskennt, kann man sich denk ich trotzdem für ein Bambusrad interessieren. Mich reizt einfach auch der ökologische Gedanke daran, dass man ein nachwachsenden Rohstoff verwendet, der sogar auch noch Vibrationen abfedern können soll.

Ich freue mich über weitere Meinungen :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »VSS« (14. November 2017, 22:08)


Prabha

km-Sammlerin

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7

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 23:09

Hallo Ramona,

du hast jetzt im Eröffnungsbeitrag Daten hinzugeschrieben - das ist nicht so super geschickt, wenn du möchtest, dass das wahrgenommen wird. ;-)

Egal, soviel kann ich zu der Technik sowieso nicht sagen. Und das, was du dazu geschrieben hast, ist m.E. so allgemein gehalten, dass es vermutlich auch für andere schwierig sein wird, darüber etwas zu dem Rad zu sagen.

Du hast nichts dazu geschrieben, wie seriös du das Angebot einschätzt.

Als zusätzliche Frage hätte ich auch noch: kannst du auf dem Rad probefahren? Das schönste Rad taugt nichts für dich, wenn es in Größe und/oder Geometrie nicht passt. Und auch, wenn du das Rad zu dem günstigen Kurs kaufen könntest, wäre es vermutlich keine Freude damit zu fahren, wenn es dir zu groß/klein ist oder du in eine Fahrposition gezwungen wirst, mit der du nicht glücklich bist.
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

VSS

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8

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 23:55

Hallo Prabha,
ich verstehe nicht, was du meinst? Wenn keine Daten im Eröffnungsbeitrag stehen, hat man ja noch weniger Anhaltspunkte. Falls du meinst, dass ich nachträglich etwas hinzugefügt habe, dann kann ich dich beruhigen, ich habe nur "Rad" zu "Rat" umgeändert, weil es mir aufgefallen ist ;)

Ich hatte eigentlich bereits einen Beitrag abgeschickt, der aber anscheinend noch nicht frei gegeben wurde. Die Homepage lautet:

<<EDITITERT VON VSS>>

Ich könnte sicher auf einem ähnlichen Rad Probe fahren, wenn ich zum Hersteller kommen würde. Aber "mein" Rad würde ja dann erst gebaut werden. Ob es bereits fertig gestellte Räder in meiner Rahmenhöhe gibt, weiß ich bisher noch nicht.

Ich bin mir eben nicht so sicher, wie seriös das Angebot ist, da auf der Seite wie ihr schon sagt, relativ wenige Infos stehen bezüglich der restlichen verwendeten Produkte, aber das könnte ich sicherlich alles noch erfragen. Daher wollte ich euch nach einer generellen Einschätzung fragen, um überhaupt zu wissen, ob es Snn macht, da weiterzuschauen.

Viele Grüße
Ramona

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »VSS« (14. November 2017, 22:11)


sakura

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9

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 05:43

Moin VSS,
moin zusammen,

also habe jetzt mal so ein wenig über die Homepage geblättert, was ja recht fix geht. Es ist alles da inkl. Impressum ( wobei man das jetzt nicht wirklich als ein Impressum für ein Geschäftmann sehen kann, denn die Adresse wird so nicht genannt ) und Hinweis auf Garantie ( ganz unten auf der Homepage ).

Gut, das jetzt keine detaillierten technischen Angaben zu den verbauten Bauteilen da sind, ist nachwievor "sperrig" für Leute wie uns, da man da doch mehr drauf achtet. Dennoch würde ich jetzt die Sache als vertrauenswürdig einstufen bzw. wäre ein Versuch wert.

ToG

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10

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 20:31

Soweit ich das von der Website her beurteilen kann, sind die Komponenten das, was an sonst ca. 200-250€ teuren SingleSpeed/Fixies dran ist. Nicht das allergeilste, aber robuste Komponenten, die eine Weile halten werden.
So geht dann auch die Kalkulation auf: 400€ für den Rahmen, 100€ für die Komponenten.
Die Einzelteile für den Rahmen sind nicht teuer, kosten tun da Arbeit und die Entwicklung des Rahmens. Wenn der Hersteller das als Nebenjob betreibt, d.h. nicht davon leben muss, ist das ein realistischer Preis.

Salamander

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11

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 21:58

Zum niedrigen Preis hat Sakura ja schon in's schwarze getroffen, dazu noch einige Ergänzungen. Erstmal, "Boo Bam" als Kleinunternehmen führt keine Umsatzsteuer ab, somit kann der sein Rad für 499 Euro für gut einen Hunderter billiger verkaufen wie seine Mitbewerber.

Und so ein SInglespeeder/Fixie kann man durchaus günstig anbieten, wenn man auf den Preisaufschlag für modebewußte Hipster verzichtet. Ist ja nicht viel dran...

Allerdings ist so ein SInglespeeder/Fixie auch nicht wirklich alltagstauglich, jedenfalls mit dieser Ausstattung. Das ist ein reines Schönwetterfahrzeug, und kann in den nächsten Monaten nur von spätmorgens bis zum frühen Nachmittag genutzt werden. An ein Alltagsrad gehören mindestens Licht und Schutzbleche. Und wenn es bequem, praktisch und ökologisch sein soll, eine Dynamolichtanlage.

Da ich ihn fragte, ob es theoretisch möglich ist, auch eine Schaltung einzubauen, da ich in einer hügeligeren Stadt wohne, meinte er eben, dass das theoretisch kein Problem darstellt und so eine Schaltung etwa 50€ kostet.

Für den Preis kann das nur eine 3-Gang Nabe sein, und damit ziehst Du in Stuttgart keine Wurst vom Teller. Oder eine billigste Kettenschaltung, womit man die Nachteile beider Systeme vereint ohne die Voorteile nutzen zu können.

Mich reizt einfach auch der ökologische Gedanke daran, dass man ein nachwachsenden Rohstoff verwendet

Hier muß ich Dich leider desillusionieren: ein Bambusrad ist etwa so ökologisch wie Atomenergie zur sauberen Stromerzeugung zu nutzen. Bambus ist ein nachwachsenden Rohstoff, das war's aber auch schon. Am Ende ist der Rahmen nutzloser Sondermüll, der nur noch verbrannt werden kann, mit Recycling ist da nix. Neben Bambus besteht der Rahmen nämlich zu einem guten Teil aus "Chemie". Ok, Kochsalz, Kernseife oder Reinigungsmittel aus ökologisch zertifizierten Orangenterpenen sind auch "Chemie" (wobei letztere auch nicht harmlos sind). Aber die an Bambusrahmen zur Verklebung verwendeten Epoxidharze sind da eine ganz andere Hausnummer. Zum einen werden die zu einem Großteil synthetisch aus Erdöl gewonnen, was alles andere als nachhaltig ist. Zum anderen sind Epoxidharze bis zu ihrer Aushärtung nicht ohne Risiken und erfordern eine Reihe von Arbeitsschutz- und Umweltschutzmaßnahmen. Die sind zwar kein Teufelszeug - aber eben auch nicht "gesünder für Mensch und die Umwelt" wie auf der Homepage vom Hersteller (oder eher Bastler...) behauptet wird. So aufdieschnelle fallen mir da ein "Reizend", "Umweltgefährdend" und mit stark allergener Wirkung.

Das ist unkritisch wenn man die Schutzmaßnahmen einhält und kann durchaus sinnvoll sein. Ich verwende Epoxidharze selbst abundzu (etwa als Zweikomponentenklebstoff), aber nur wenn ich keine Alternative habe.

Und für Fahrräder gibt es eine bedeutend bessere und nachhaltigere Alternative als Rahmenmaterial: Stahl. Stahl ist unendlich recyclebar. Aluminium im Prinzip zwar auch, aber nur sortenrein, man darf das Rad also nicht unzerlegt zum Misch-Schrott geben. Und Alu ist im Betrieb zickiger und verzeiht Stürze oder Unfälle nicht so leicht.
"Auf meinen Reisen habe ich überall auf der Welt gute Menschen kennengelernt. Und auch ein paar Arschgeigen. Das hat nichts mit Hautfarbe, Pass oder Religion zu tun." - Jürgen Schwandt, Ankerherz Verlag

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Donnerstag, 12. Oktober 2017, 22:28

Nur eines:
Ein Fahrrad hat keine "Narbe", schließlich ist es nicht verletzt, sondern eine "Nabe" (klick)

Das darfst Du Ramona nicht anlasten, das ist so von der Homepage des Anbieters geguttenbergt.

Da finden sich außerdem:
"Herstellungsweiße"
"Und nein, es ist nicht die Lieblingsspeise vom Panda. Er ist viel lieber Eukalyptus."
sowie
"Co2" ein metallisches Dimer - hab ich was verpasst, gibt's dafür schon einen Nobelpreis für Chemie? :doofy:
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VSS

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Donnerstag, 12. Oktober 2017, 22:47

Ich danke euch allen für eure Antworten und Meinungen. Mir hilft das schon sehr weiter!
Beim Anbieter habe ich jetzt noch einmal nachgehakt und wenn ich eine Antwort erhalten habe, kann ich es ja auch euch wissen lassen.

Dass das Fahrrad nur Grundausstattung hat, ist klar. Aber so ein Licht oder Schutzblech kann man ja auch im Nachhinein noch anbringen. Bei der Gangschaltung hat der Anbieter schon von einer 7 Gang-Schaltung gesprochen und nicht nur 3 Gänge. Ich habe da aber auch noch einmal nachgefragt, ob er bei seiner Kosteneinschätzung bleibt. Und ich denke 7 Gänge sind schon ganz ordentlich. Bei 21 Gängen hat man ja viele Gänge, die etwa gleich sind vom Gefühl her, dann reichen 7 normale hoffentlich aus. Bei meinen jetzigen 4 muss man bei Bergen schon einmal die Zähne zusammen beißen.

Zitat

Oder eine billigste Kettenschaltung, womit man die Nachteile beider Systeme vereint ohne die Voorteile nutzen zu können.
Was meinst du denn damit? Mir als Laie ist das nicht so klar.

Ach, ich freu mich beim Gedanken an ein Bambusrad. Ich find es einfach toll, dass man ein Fahrrad aus einem so natürlichen Rohstoff herstellen kann. Klar geht es nicht ganz ohne Chemie, aber ich finde es sieht einfach sehr naturbelassen aus.

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14

Freitag, 13. Oktober 2017, 00:03


Zitat

Oder eine billigste Kettenschaltung, womit man die Nachteile beider Systeme vereint ohne die Voorteile nutzen zu können.
Was meinst du denn damit? Mir als Laie ist das nicht so klar.

Immerhin hast Du als "Laie" schon einen Nachteil von Kettenschaltungen erkannt: bei einer 3x7 Kettenschaltung hat man nicht 21 nutzbare Gänge, weil sich einige Kombinationen überschneiden und man die Kette nicht extrem "über Kreuz" fahren soll. Anderer Nachteil: Eine Kettenschaltung erfordert mehr Pflege. Das ist zwar nicht sooooo aufwändig, wenn man es richtig macht. Und außer wenn man eine vollständig gekapselte Kette wie mit einem "Hebie ChainGlider" hat, will eine Nabenschaltungskette auch gepflegt sein. Aber man kann bei der mehr schlunzen, während es bei einer Kettenschaltung schnell teuer wird.

Großer Vorteil einer "richtigen" Kettenschaltung mit 2- oder 3-fach Kettenbaltt vorne ist der größere Übersetzungsumfang bei feineren Abstufungen. Wobei man letztere eher bei Gegenwind vermisst, bei bergigem Gelände ist der größere Übersetzungsumfang wichtiger. In Stuttgart wird Dir bei 7 Gängen der kleinste Gang an manchen Rampen nocht zu hart sein.

Anderer Punkt: wenn der Dir eine 7-Gang angeboten hat, kann das für 50 Euro nur eine Kettenschaltung sein. Und da ist 7-fach schon seit 20 Jahren out. Nicht daß ich sagen möchte, mehr Gänge sind automatisch besser. Aber im Billigberich wird da auch viel Schund verkauft, produziert auf ausgeleierten Maschinen. Das treibt einen beim Einstellen in den Wahnsinn. Ganz übel, wenn da keine Kassettennaben verbaut sind, sondern noch Naben mit Gewinde und Schraubkranz. Die Achen verbigen da gerne (auch abhängig vom Fahrergewicht). Kann man zwar noch mit fahren, aber irgendwann wird's doch teuer. Und nachhaltig ist sowas nicht mehr wirklich. Muss nicht sein, es gibt auch noch ordentliches Material, aber eben auch Schund.

Ach, ich freu mich beim Gedanken an ein Bambusrad. Ich find es einfach toll, dass man ein Fahrrad aus einem so natürlichen Rohstoff herstellen kann. Klar geht es nicht ganz ohne Chemie, aber ich finde es sieht einfach sehr naturbelassen aus.

Bambus ist gewiss ein hervorragender Baustoff, der bei uns stark unterschätzt wird, und sicherlich auch für Fahrräder interessant. Wenn einem die Optik gefällt - warum nicht... Hab vor einigen Wochen selber ein recht schönes Bambusrad gesehen. Nur relativiert sich das mit dem "natürlichen Rohstoff" bei genauer Betrachtung schnell wieder. Der verwendete Kunststoff- was anderes sind die Harze nicht - ist weder natürlich, noch lässt der sich recyceln.
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15

Montag, 16. Oktober 2017, 20:02

Hallo zusammen :)

Ich habe jetzt noch einmal eine Zusammenfassung der Komponenten bekommen und bin auf eure Meinungen gespannt.

also

<<EDITITERT VON VSS>>

Ich denke, das hört sich auf jeden Fall ganz gut an und bin aber auch auf Meinungen zu den technischen Daten von euch gespannt.
EInen schönen Abend und viele Grüße!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »VSS« (14. November 2017, 22:13)


Radsonstnix

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Dienstag, 17. Oktober 2017, 07:40

Einen Rahmen der nur eine "ungefähre" Lebensdauer von 10 Jahren hat - das wäre nichts für mich. Spätestens nach 7 Jahren könnte ich da nicht mehr beruhigt raufsteigen. Und was für eine 3-7 Nabenschaltung soll das denn sein? Ich finde, das alles klingt sehr improvisiert.
Na ja, den Mutigen gehört die Welt ...
Dieselersparnis: 2013 ca. 108L, 2014 ca. 275L, 2015 ca. 160L, 2016 ca. 180L, 2017 ca. 160L

Salamander

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17

Dienstag, 17. Oktober 2017, 13:20

Ich finde, das alles klingt sehr improvisiert.
Na ja, den Mutigen gehört die Welt ...

Ich weiß nicht, was ich mutiger finden soll: Mit diesen Grundlagen so ein Geschäft auf zu machen - oder so ein Rad zu kaufen... :rolleyes:

Ich hab ja fast ein schlechtes Gewissen, daß ich wieder was zu meckern gefunden hab :D

Eine
Laufradgröße: 660C

gibt es nicht. Laufradgröße "Zahl Buchstabe" ist die alte französische Größenangabe, und da gibt es kein 660 (oder vielleicht kurz nach der französischen Revolution ausgestorben). Etwas verkürzt gibt es:
700C = ETRTO 622mm = die üblichen "28 Zoll"
650 B , das ist ETRTO 584 mm, wurde früher als eine von fünf 26-Zoll Größen verkauft und vor einiger Zeit als "27,5 Zoll" wieder ausgebuddelt. Traditionelles Maß für franz.Tourenräder, etwas größer als MTB Reifen mit 26 Zoll = 559 mm.
650 C = ETRTO 571 mm oder 26 Zoll, in Dackelschneider-Breite an Triathlonrädern
600 A und B, vielleicht auch C: irgendwas mit "24 Zoll", an Jugemdrädern etwa.
Weiß der Schinder, warum der Herr Bam Boo keine ETRTO Angabe gemacht hat (Zoll derf man ja nicht als alleinige Angabe). Reifenbreite mal Innendurchmesser, das Leben könnte so einfach sein...

Zu den 10 Jahren, schmeiß doch mal eine Suchmaschine an zu Erfahrungen mit der Lebensdauer.

Apropos Lebensdauer: die Stahlrahmen meine Räder sind im Schnitt etwa 25 Jahre alt, das jüngste 19 Jahre. Teilweise neu lackiert, teilweise mit besserer Technik wie Nabendynamo nachgerüstet. Ich gedenke, die Räder weitere 25 Jahre zu fahren (soweit ich dann noch fahren kann...) Sowas nenne ich nachhaltig
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18

Dienstag, 17. Oktober 2017, 15:14



Apropos Lebensdauer: die Stahlrahmen meine Räder sind im Schnitt etwa 25 Jahre alt, das jüngste 19 Jahre. Teilweise neu lackiert, teilweise mit besserer Technik wie Nabendynamo nachgerüstet. Ich gedenke, die Räder weitere 25 Jahre zu fahren (soweit ich dann noch fahren kann...) Sowas nenne ich nachhaltig
:P

Nachhaltig?
Neumodischer Schnick Schnack!
Hoffentlich werden deine Räder in 25 Jahren sortenrein getrennt und kommen dann in den indischen oder chinesischen Ofen.
Was wird bei der Fracht dorthin emittiert?
@Salamander - besser Du fährst selbst dahin!

Ramona könnte in 10 Jahren ihren Bambus im Garten mit dem Rad düngen; er wird bei dem hiesigem Klima langsamer wachsen, also später länger halten. Sie führe fast ein perpetuum mobile.

Gruß und gute Fahrt
Rita Eisenknie
man fährt oder schiebt

2017: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


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VSS

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19

Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:06

Vielleicht ist das mit der Laufradgröße ja bei uns nicht üblich aber z.b. in China. Ich hab es mal bei Google eingegeben und bin z.b. auf dieses Rad gestoßen:
http://www.ebay.de/itm/26-Zoll-Single-sp…u-/272618953731

also es gibt diese Bezeichnung vermutlich schon :D

Und wegen der Schaltung:
3-7 Gänge heißt, dass ich mir in dem Bereich was aussuchen kann. Ich nehme natürlich 7 Gänge, da das bei Bergen ja Sinn macht. Auch wenn ich den vielen Elektrorädern hier in Stuttgart vermutlich immer noch neidisch hinterherschauen werde, wenn sie an mir vorbeisausen :D

Du musst kein schlechtes Gewissen haben, Salamander, ich freue mich über alle Beiträge und vor allem auch kritische, die das Angebot hinterfragen. Um das geht es mir ja, da ich mich nicht so in der Lage fühle, dass alles genaustens zu hinterfragen.

Und wegen der Lebensdauer: Ich denke, man wird es sicher merken, wenn sich der Bambus verändert (hoffe ich mal), bevor er bricht. Und falls es wirklich nur 10 Jahre halten sollte, dann war es eben ein Langzeittest. Und 59€ pro Jahr ist immer noch günstiger, als die Tickets für den Nahverkehr, die ich im Sommer brauchen würde, wenn ich kein Fahrrad hätte.

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20

Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:41

... und kommen dann in den indischen oder chinesischen Ofen.


Ach ja stimmt, die Chinesen haben ja die brauchbaren Industriemaschinen abgebaut, wo heute Zechendenkmäler und der PhöNIXsee die Besucher locken.
Die Glorreichen schieben ...