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macbookmatthes

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21

Donnerstag, 28. März 2019, 15:59

Individualisierung/Nonkonformismus für die 9-19% der RadlerInnen; das ist wie mit nem Appeltelefon.
@macbookmatthes: dann bist Du der 1%er, welcher auf das Marketinggewäsch nicht hört.
Ich muss mal schnell die Shimano- gegen die Kogapedale tauschen.

Das mit der Individualisierung würde ich jetzt nicht zu hoch hängen: Es ist und bleibt ein Industrieprodukt.
Bedeutet: Menge.
Ich persönlich habe rein gar nichts gegen Marketing. Ich schaue mir die Sachen einfach neugierig an und überlege SELBER ob und was es mir für mich nützt.
Qui bono? fragt der Lateiner. :D
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht :pardon:

Salamander

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22

Donnerstag, 28. März 2019, 23:49

Das mit den Pedalen find ich ja lustig :) Aber grundsätzlich: Was haben eigentlich so viele gegen Shimano? Klar, eine Marktmacht ähnlich Microsoft, aber wenigstens funktioniert das Zeug (also jedenfalls oberhalb der Pressblech-Klasse) ;)

Was mich persönlich an Shimano stört: die wollen nur mein bestes - nämlich mein Geld! Und dafür habt Shimano den Fahrradteile-Markt in einer Weise umgegraben, der mir überhaupt nicht passt. Zwar nicht mit so fragwürdigen, um nicht zu sagen kriminellen Methoden wie Microsoft, aber das Ergebnis ist das gleiche: eine elendige Monokultur, der nur schwer zu entkommen ist.

Eine dieser Methoden ist die verschwurbelte Erfindung der "Kompabilität", ein anderer ein Modellwechsel schneller als neue Chips für Grafikkarten rauskommen. Jedes Jahr wird eine neue Sau durch's Dorf getrieben... auch wenn die in der nächsten Saison klammheimlich wieder begraben wird - und nach x Jahren wieder aufersteht (wie ovale Kettenblätter). Solche Scherze wie ohne Not gleichzeitig mindestens 3 verschiedene Systeme bei MTB- bzw Trekkingrad Kettenblattgarnituren, die nur kurze Zeit gebaut werden - versuch mal, Ersatz-Kettenblätter für CX zu kaufen (ich kriegs nicht mehr auf die Reihe, kleines und mittleres Kettenblatt miteinander verschraubt oder sowas, ein total blödes System). EInige Jahre "IG" Kassetten mit besonders dicken Ritzeln, die spezielle Ketten brauchten. Bei diesem Durcheinander legt sich doch kein Händler solche Ersatzteile auf Lager. Letzter Coup: 4-Arm Kurbelsterne. Mich betriffts ja nicht mehr, aber ich würd gern wissen wievielen Leuten ein neuer Kurbelsatz angedreht wurde weil die 5-Arm Blätter verschlissen sind.

Oder absichtliche Inkompabilität bei Schaltwerken. Erst nur bei Dura-Ace, damit man sein Ultegra-Schaltwerk nicht mit DA-Schremsgriffen aufwerten kann sondern alles neu kaufen muss. Jetzt geänderte Schaltschritte bei neueren Schaltungen, wenn alter Kram kaputt geht darf man alles neu kaufen. Und andere Schaltschritte zwischen Rennrad und MTB, unmöglich damit ein Reiserad mit Rennlenker und großem Übersetzungsumfang zu bauen (zugegeben, ein Nischenmarkt).

Außerdem lass ich mich nicht gern verarschen. In den 90ern auf dem Höhepunkt der Umweltdiskussion eine Anzeige von Shimano: "wir sind ja sooo umweltfreundlich!" - aber bringen Stahlkurbeln mit Kunststoffummantelung raus. Schlecht zu recyclen und unnötiger Ressourcenverbrauch, nur damit die Pressblech-Klasse nach Alu aussieht.

Was mich auch sehr stört, dass Shimano einige wirklich gute Marken aus dem Markt gedrängt hat (auch wenn manche von denen zu schlafmützig waren). Ich trauere immer noch haltbaren Zahnkränzen wie Sedis nach , da gibt es einfach nix mehr.
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Goradzilla

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23

Freitag, 29. März 2019, 09:45

Ich trauere immer noch haltbaren Zahnkränzen wie Sedis nach , da gibt es einfach nix mehr.
Früher war nicht alles besser, denk ich. Also da gibt es schon Nachfolgekandidaten, die 99er-Serien von SRAM sind da sicher nicht schlechter, nur eben auch nicht günstig. Meine 1099er Kassette hält jetzt schon doppelt so lange wie die 1070er und wird wohl auch noch mindestens eine komplette Saison schaffen. Die mitgenommene Gewichtsersparnis ist auch willkommen.
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Goradzilla

24

Freitag, 29. März 2019, 11:46

Trotzdem verstehe ich das aus dieser "historischen" Perspektive etwas besser. Bei unseren Rädern mit Shimano rühren die Nicht-Kompatiblitäten eigentlich immer von der unterschiedlichen Gangzahl her… aber bei Ketten finde ich zum Beispiel ganz nett, dass ich für die alten 7- und 8-fach Räder von meiner Freundin und mir die gleichen Ketten vorhalten kann, gleiches für ihre 9-fach-SRAM-Dual-Drive und meine 9-fach Shimano am Rennrad usw.

Hab kürzlich ein Video über die neue SRAM Red gesehen… komplett inkompatibel zur vorherigen Gruppe, fest verbundene Kurbel-Kettenblatt-Kombi. Und was passiert, wenn die zugehörige App mal nicht mehr aktualisiert wird… ?( Sowas macht mir Bauchschmerzen, auch wenn man sicher hier und da mal alte Zöpfe abschneiden muss und das Zeug sicher - jetzt - top funktioniert. Andererseits "nur 13 Zähne Unterschied" zwischen den Kettenblättern als Weltneuheit zu verkaufen ist schon lustig, man schaue sich mal eine beliebige Dreifach-Garnitur an :rolleyes:

macbookmatthes

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25

Freitag, 29. März 2019, 13:26

Hab kürzlich ein Video über die neue SRAM Red gesehen… komplett inkompatibel zur vorherigen Gruppe, fest verbundene Kurbel-Kettenblatt-Kombi. Und was passiert, wenn die zugehörige App mal nicht mehr aktualisiert wird… ?( Sowas macht mir Bauchschmerzen, auch wenn man sicher hier und da mal alte Zöpfe abschneiden muss und das Zeug sicher - jetzt - top funktioniert. Andererseits "nur 13 Zähne Unterschied" zwischen den Kettenblättern als Weltneuheit zu verkaufen ist schon lustig, man schaue sich mal eine beliebige Dreifach-Garnitur an :rolleyes:

Ich werde nicht hergehen und sagen "nur SRAM hat den Stein der Weisen!" :D
Es kann aber lohnenswert sein und mal "rechts und links" von Shimano schauen, was die anderen so treiben. Persönlich finde ich die drahtlose Lösung von SRAM die konsequentere anstatt das kabelgebunde Di2 aus Osaka. Bei beiden habe ich natürlich das Risiko, dass ich bei Firmwareupdates o.ä. Späßen mir was zerlege.
2fach mit 3fach zu vergleichen ist dagegen immer schwierig. Ich finde an Reise- und Trekkingräder KB jenseits 42 Z entbehrlich und kann daher auch mit 2fach leben. Die meisten Umwerfer sind dazu relativ tolerant, wenn man ihnen mehr Kapazität abverlangt als spezifiziert vom Hersteller (gleiches gilt bei abweichenden Winkelstellungen).

Die angesprochene Kurbel ist meines Wissens nach als Spider ausgelegt, das kann man machen (Ich glaube White Industries machen das schon länger so) und ein Blattwechsel ist dabei immer noch möglich.
Die Motivation den Kapazität des Umwerfers zu verringern (oder zumindest in den Specs so anzugeben) dürfte darin resulitieren, den Schaltvorgang zwischen den Blättern schneller und weicher im Übergang zu machen. Ob man das so will, bleibt jedem selbst überlassen, die Gruppe zielt ja tendenziell auf den RR-Bereich und auf größeren Geldbeutel. 8)

Unterm Strich empfinde ich es als Bereicherung was SRAM in den letzten 20 Jahren auf die Beine gestellt hat, was nicht bedeutet, dass ich jeden modischen Schnickschnack als ultimativ genial darstellen werde.
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht :pardon:

26

Freitag, 29. März 2019, 14:36

War auch kein "Angriff" gegen SRAM… finde das System bei den elektronischen Schaltungen (wenn, ja, wenn man sowas denn will) auch konsequenter. Allein die Möglichkeit, im Notfall die Akkus zwischen Umwerfer und Schaltwerk tauschen zu können ist elegant. Mit deren mechanischen Schremshebeln komme ich auch bei längeren Probefahrten (jepp, lechts und rinks geguckt…) nicht gut klar, aber das sind eben persönliche Präferenzen beziehungsweise fehlende Feinmotorik :D

Habe wegen der Kurbel der Red AXS nochmal nachgesehen (z.B. hier ): Die Kurbel lässt sich tatsächlich von der Kettenblatteinheit trennen. Wenn aber ein Kettenblatt verschlissen ist, muss das andere und ggf. der integrierte Leistungsmesser mit getauscht werden. Das bekommt der geneigte Kunde dann zum halben Preis und Sram recycled die komplett funktionstüchtigen Teile fachgerecht :( Vielleicht werden sie ja vernünftig, wenn das System langsam die Gruppen runtertropft… für die massentauglichen Gruppen kann es das doch echt nicht sein.