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Kei

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1

Montag, 4. Mai 2020, 10:48

Crossrad mit Nabenschaltung?

Hallo zusammen,ich bin auf der Suche nach einem neuen Bike für mich, nachdem ich nun über 10 Jahre keins mehr besitze, dachte ich, es wird mal wieder Zeit einzusteigen. Um etwas raus zu kommen, den neuen kurzen Arbeitsweg auszunutzen und generell etwas mehr aktiv zu sein.
Hoffe ihr könnt mir hier helfen, die örtlichen Shops können (teilweise) zwar gut beraten, aber auch immer nur zeigen, was sie gerade da haben.. und das ist in dem aktuellen E-Bike Hype irgendwie hier nicht so der Hit... :(
So, aber erstmal zu den Basics:


- Wofür soll das Fahrrad benutzt werden (Radreisen, Alltagsfahrten, Einkaufen, Sport...)?
Täglich (solang es das Wetter zulässt und nicht regnet) für den Arbeitsweg (nix langes, 5km einfach). Und sonst ab und zu vllt für ein paar Touren in der Umgebung um etwas Ausdauer aufzubauen, später ggf. auch mal mit Kind am Wochenende, sobald das möglich ist.
- Auf welchen Wegen wirst du vorwiegend unterwegs sein (Teerwege, Waldwege, MTB-Trails,...)?
Wohne am Ortsrand, viel Wald-/Wiesenwege. Also Schotter und Grad sollte problemlos befahrbar sein. Aber krasse Abfahrten hab ich nicht vor.

- Wohnst du in einer bergigen Gegend bzw. hast du vor in bergigen Gegenden zu fahren?
Frankenland, es gibt kleinere Berge, aber keine Berge wie in der Schweiz. Anhöhen werden aber sicher bei jeder Fahrt mal dabei sein.

- Bei welchem Wetter wird gefahren(nur bei schönem Wetter, auch bei Regen, Winter)?
Hauptsächlich schönes Wetter, bei Regen werd ich nur fahren, wenn ich davon überrascht werde. :-D

- Wie viel darf das Rad kosten?
Angedacht waren zw. 600-800€, wenns das passende Bike ist, kann ich aber auch etwas mehr ausgeben. (Max 1000/1200 aber dann mit allem was dazugehört)

- Wieviel Fahrrad fährst Du (bisher und zukünftig geplant)?
Die letzten Jahre garnichts, höchstens mal ein Stündchen auf nem SpinningBike im Fitnessstudio. Zukünftig für den (kurzen) Arbeitsweg und dann gerne mal am Wochenende für das Umland.

- Wie groß bist Du?
~176cm

- Wie viel wiegst Du?
~75-80kg

- Was kannst Du an einem Fahrrad selber reparieren oder einstellen?
Einfache Dinge werd ich sicherlich hinbekommen, aber das große Fachwissen ist nicht vorhanden.

- Hast Du schon bestimmte Fahrräder rausgesucht (wenn ja, welche)?

Beim Händler ist mir das "Scott Sub Cross 10 Men" gezeigt worden und als "etwas außergewöhnliches" das "Corratec SH1".
Beide waren recht angenehm, der Remote Lockout am Scott fand ich mega praktisch, da ich das Feature von früher nicht kannte.
Und am SH1 fand ich die Nabenschaltung für die kurze Testfahrt (2-3min) extrem gut. Da das Schalten einfach viel leichter viel, selbst im Stand zu schalten, find ich einen enormen Vorteil.
- Meine bisherigen Erfahrungen:
Seit über 10J. kein Fahrrad mehr, von früher aber noch ständige Probleme mit den Ketten im Kopf, es knackte beim Schalten oder die Gänge gingen nicht sauber rein.. ich hoffe nun, dass sich die Entwicklung hier einfach verbessert hat und ich ein Fahrrad finde, das lange hält, zuverlässig ist und Spaß macht.


- Meine Gedanken/Wünsche an ein neues Bike:
Ob eine Naben- oder Kettenschaltung hatte ich mir vorher keine Gedanken gemacht, da ich diese Option vorher nicht kannte. Im Handel finde ich allerdings fast ausschließlich Kettenschaltungen und wenn man die Händler anspricht, halten die einen für blöd. Zitat: "Nein, soetwas wollen sie ganz sicher nicht, das haben die Oma-Räder aber doch keins, dass sie fahren wollen..."
-> Verunsicherung hoch10!

Ist eine Nabenschaltung wirklich so schlecht von der Übersetzung, oder merk ich das nur, wenn ich rießige Touren über Berge o.ä. mache? Für mich ist der Gedanke, damit ein Rad zu haben, dass diese ewigen Gedanken zum Schalten etwas minimiert, weniger Pflegeanfällig ist (angeblich) und einfach angenehm zu fahren ist. Aber gibt es soetwas als Crossrad überhaupt oder ist es wirklich sinnlos, in die Richtung zu denken?


Hoffe mir kann euer Fachwissen hier etwas mehr helfen, ich bin momentan wirklich ratlos!Lieben Dank schon mal an alle :thumbsup:

2

Dienstag, 5. Mai 2020, 01:27

Hi Kei, und willkommen im Forum!

Ich greife mal ein paar Punkte raus und schreibe was dazu.

Täglich (solang es das Wetter zulässt und nicht regnet) für den Arbeitsweg (nix langes, 5km einfach).


In der Regel werden wir hier für Arbeitsräder zwei bis drei Ausstattungsmerkmale empfehlen, die sich nicht mit "Crossrad" decken:
- Gepäckträger: Bist du wirklich sicher, alles im Rucksack transportieren zu wollen? Ich weiß nicht, was du mitnehmen musst (Wechselklamotten? Verpflegung? Flick/Werkzeug? Arbeitsmaterialen? Laptop?), aber mir wäre das schon zu viel, Gepäck am Rücken ist nervig, man verspannt und schwitzt… und auf Tour mit Kind dann erst recht. Aber jeder ist da unterschiedlich leidensfähig.
- Schutzbleche: Du scheinst für Regentage ja eine alternative Transportlösung zur Arbeit zu haben… aber für die Tage, an denen dich ein Schauer überrascht, wäre weniger Matschepatsche am Beinkleid vermutlich gut? Auch hinterherfahrendes Kind möchte man vielleicht nicht mit Bodenbestandteilen beschießen.
- Licht: Typ-Frage. Gibt auch gute Akkubeleuchtung, ist halt mehr Gefrickel (Aufladen nicht Vergessen, Leuchten nicht vergessen, Leuchten beim Abstellen mitnehmen)

Themen nach dem Muster: "Warum du kein reines Sportrad möchtest, um damit jeden Tag bei jedem Wetter mit deinen Klamotten zur Arbeit und zum Einkaufen fahren" findest du hier in der Kaufberatung zur Genüge. Gefühlt in diesem Frühjahr jedes Zweite.

Frankenland, es gibt kleinere Berge, aber keine Berge wie in der Schweiz.


Hach, da kommen Erinnerungen hoch. Als gebürtiger Niederrheiner fand ich es natürlich schon enorm bergig in Unterfranken, vor allem dann Richtung Rhön. Klar, die Anstiege sind nicht lang, aber auch in und um Würzburg hat mir so mancher Weinberg schon gereicht :D

Beide waren recht angenehm, der Remote Lockout am Scott fand ich mega praktisch, da ich das Feature von früher nicht kannte.


Ist die Frage, ob du die Federgabel überhaupt brauchst. Ein Rad ohne ist leichter und wartungsärmer, und das begrenzte Geld ist "besser verteilt".

Seit über 10J. kein Fahrrad mehr, von früher aber noch ständige Probleme mit den Ketten im Kopf, es knackte beim Schalten oder die Gänge gingen nicht sauber rein.. ich hoffe nun, dass sich die Entwicklung hier einfach verbessert hat und ich ein Fahrrad finde, das lange hält, zuverlässig ist und Spaß macht.

Nö, schlecht eingestellt funktionieren die noch genau so schlecht wie früher :D Aber es lässt sich meistens beheben.

Nabenschaltung nur an Omarädern ist Quatsch, für möglichst wartungsarme Alltagsräder kann das schon sinnvoll sein. Es gibt ein paar Limitierungen, und regelmäßig steile Abschnitte sind einer davon. Schau vielleicht auch mal in diesen Thread, da wird einiges dazu gesagt und erwogen.

Das Corratec hat das Problem der meisten Alfine-Räder, es ist tendenziell zu lang übersetzt (wenn du nicht drauf stehst, extrem langsam und schwer zu treten, gehen dir am Berg die Gänge aus… dafür kannst du bis jenseits der 40 km/h noch beschleunigen). Das sollte der Händler aber durch ein größeres Ritzel beheben können.
Das Scott hat mit der Kettenschaltung einen größeren Übersetzungsbereich, aber eben die Federgabel… wiegt auch mal gleich nach Katalog über ein Kilo mehr. Was kein Drama wäre, aber es ist halt wahrscheinlich unnötig.

Ich persönlich würde zum Corratec mit kürzerer Übersetzung tendieren. Und Schutzbleche montieren. Und einen Gepäckträger. Und Licht. Nein Spaß – ich würde natürlich gleich ein voll ausgestattetes Trekkingrad nehmen, das kommt billiger ;)

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3

Dienstag, 5. Mai 2020, 09:08

Ob eine Naben- oder Kettenschaltung hatte ich mir vorher keine Gedanken gemacht, da ich diese Option vorher nicht kannte. Im Handel finde ich allerdings fast ausschließlich Kettenschaltungen und wenn man die Händler anspricht, halten die einen für blöd. Zitat: "Nein, soetwas wollen sie ganz sicher nicht, das haben die Oma-Räder aber doch keins, dass sie fahren wollen..."
-> Verunsicherung hoch10!

Da hat der Händler nur bedingt recht. Sicher, eine handelsüblich Oma scheut eine Kettenschaltung wie der Teufel das Weihwasser. Und außer im direkten Gang hat eine Nabenschaltung immer Getriebeverluste, die man im Leistungssport nicht will; außerdem kann man eine Kettenschaltung besser in der Übersetzung anpassen. Doch zwischen diesen beiden Extremen sind Nabenschaltungen durchaus im engagierten Einsatz: flotte Pendler auf dem Weg zur Arbeit, Tourenfahrer oder Reiseradler die - warum auch immer - keine Kettenschaltung wollen.

Die Aussage "Nein, soetwas wollen sie ganz sicher nicht, [...]" ist latürnich blöd, ich hätte wahrscheinlich nicht widerstehen können den Händler mit einer passenden Antwort seinem Schicksal zu überlassen. Aber selten sind solche Räder tatsächlich (noch?). Möglicherweise findet man mehr davon auf dieser großen europäischen Insel voller Eingeborenen mit seltsamen Essgewohnheiten und skurrilen Vorlieben. Da gab es Rennräder mit Nabenschaltung noch lange nach dem zweiten Weltkrieg, als sich Kettenschaltungen in der heutigen Form schon etabliert hatten. Corratec ist übrigens ein Hersteller der gerne ungewöhnliche Wege geht, das SH1 würde da gut hin passen.

Was mich an dem Rad neben dem Werbegeschwurbel "urbane Lifestyle-Bike für höchste Designansprüche" noch stören würde: zum einen die schon angesprochene lange Primärübersetzung, zum anderen der recht geringe Übersetzungsumfang und vor allem die Abstufung der Shimano 8-Gang Nabe. Wie die meisten Nabenschaltungen ist die sehr ungleichmäßig, hier mit großen Gangsprüngen zwischen 4. 5. und 6. Gang. Stampftretenden Gelegenheitsradlern mag das gefallen, wer spochtlich unterwegs ist vermisst in diesem viel genutzten Bereich den richtigen Anschluss (vor allem bei Gegenwind fehlt da immer der passenden Gang).

Hier der Ritzelrechner zum Vergleich mit der Alfine 11 (bin zu faul zum gurgeln, ob es die aktuell noch gibt). Der hohe Gangsprung da vom 1. zum 2. stört weniger, da wuchtet man sich eh mehr mit Kraft als mit Trittfrequenz die Berge hoch. Keine Wünsche (außer nach mehr Einkommen) lässt die Rohloff Nabe mit 14 Gängen offen.
Ich habe das Grauen gesehn

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Salamander« (5. Mai 2020, 09:41)


Salamander

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4

Dienstag, 5. Mai 2020, 09:18

früher aber noch ständige Probleme mit den Ketten im Kopf, es knackte beim Schalten oder die Gänge gingen nicht sauber rein.. ich hoffe nun, dass sich die Entwicklung hier einfach verbessert hat und ich ein Fahrrad finde, das lange hält, zuverlässig ist und Spaß macht.

Das war auch früher schon besser, spätestens seit es gerasterte Schalthebel gibt. Bei Problemen hat man entweder das allerbilligste Material oder bei der Wartung geschlampt (dazu gehört auch die fehlende Einstellung bei "vormontierten" Rädern vom Discounter). Oder beides...
Ich habe das Grauen gesehn