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skudenfrudi

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1

Montag, 22. Juni 2020, 12:39

Kaufberatung Reise-Rad 1.000-1.500 € (Diamant 135)

Hallo liebe Radreisende,


ich bin begeisterter Fahrradfahrer, habe aber nie Touren, die länger als ein 2-3 Tage gingen unternommen. In letzter Zeit interessiere ich mich immer mehr für längere Radreisen mit mehr Gepäck und Zelt, und da ich sowieso ein neues Fahrrad brauche, bin ich auf der Suche nach einem guten Tourenrad.
Ich habe schon viel gelesen und verschiedene Videos zu dem Theme gesehen, bin aber totaler Neuling und noch etwas unschlüssig. Daher würde gerne ein paar Meinungen von euch Profis einholen. Leider kommen für mich die richtig tollen Räder nicht in Betracht, da sie einerseits zu teuer sind (2.000+ Euro) und ich (vorerst) auch nicht vorhabe durch die Mongolei oder Indien zu radeln.
Ich bin eher auf der Suche nach einem guten Tourenrad für europäische Verhältnisse, das eine gute Grundlage bildet, wo ich perspektivisch auch mal etwas aufrüsten kann.
Mein Budget liegt bei ca. 1.000 bis 1.500 Euro.
Auf meiner Suche bin ich an dem Diamant 135 hängengebliegen. ( https://www.diamantrad.com/bikes/135-herren ) Es hat so weit ich das beurteilen kann eine gute Ausstattung und liegt in meinem Budget.
Was mir persönlich wichtig ist, dass es einen Stahlrahmen und wenig bis keinen Schick-Schnack wie bspw. Sattel oder Gabel Federungen hat. Es sollte auch wartungs- bzw. reparaturfreundlich sein, so dass nicht jeder Platten Frust beschert.
Toll an dem Diamant 135 finde ich, dass es schon Lowrider und Gepäckträger dran hat. Weniger gut finde ich, dass es keine Schutzbleche hat und diese auch nur bei einer schmaleren Bereifung montierbar sind. Ebenfalls ist der Lenker eine Katastrophe, wie ich nach einer Probefahrt feststellen musste. Den müsste ich auf jeden Fall auswechseln. Ansonsten gefällt mir das Fahrrad schon sehr gut.
Was genau sind jetzt eigentlich meine Fragen an euch


  1. Würdet ihr mir das Diamant 135 für meine Ansprüche empfehlen? Gibt es hier Leute, die schon damit Erfahrungen und/oder Umbauten gemacht haben?
  2. Falls nicht, was habe ich für Alternativen in ähnlicher Ausstattung/Preisklasse? (Bevor ich ein Fahrrad für über 1.000 € kaufe, würde ich das gerne vorher natürlich Probefahren – wohne in Berlin)
  3. Konkret: Hat jemand Erfahrungen mit dem Reifen: Schwalbe G-One Allround mit RaceGuard Pannenschutz. Bei der Probefahrt war er sehr angenehm zu fahren, habe aber gelesen, dass er nicht sehr pannensicher ist. Welche Alternativen würdet ihr empfehlen?

Vielen Dank fürs Lesen, ich freue mich auf eure Antworten!


Beste Grüße
Moritz

Salamander

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2

Dienstag, 23. Juni 2020, 07:13

Toll an dem Diamant 135 finde ich, dass es schon Lowrider und Gepäckträger dran hat. Weniger gut finde ich, dass es keine Schutzbleche hat und diese auch nur bei einer schmaleren Bereifung montierbar sind.

Das finde ich auch merkwürdig. Keine Schutzbleche an Reiserädern sieht man nicht selten in den USA, wahrscheinlich eher in der Mohave Wüste als in Alaska. Aber im relativ regenreichen Europa würde ich darauf nicht verzichten, selbst an einem als Alltagsrad genutzten Rennrad/Querfeldeinrad ohne Gepäckträger nicht.

Auf breitere Reifen würde ich bei dem geplanten Einsatzzweck mit Gepäck auch nicht verzichten wollen, auch weil damit üble Wegstrecken besser zu befahren sind. Ist das sicher, daß an dem Rad Schutzbleche nicht mit breiteren Reifen passen? Dann sieh Dich auch bei anderen Rädern mit Gewindeösen in der Gabel um, wo Du Lowrider beim Kauf nachrüsten lassen kannst.

Ebenfalls ist der Lenker eine Katastrophe, wie ich nach einer Probefahrt feststellen musste.

Bevor ich dazu etwas schreibe, was genau hat Dich denn gestört und was für ein Lenker schwebt Dir vor?
Mettwurst nach Art einer Mettwurst

3

Dienstag, 23. Juni 2020, 14:15

Hi und Glückwunsch zur Entscheidung, mehr auf dem Rad zu reisen! :)

Ich kenne das Diamant nicht, sieht aber ganz passend aus. Auch die Optik ist mal was anderes.

Übliche Verdächtige für klassische Reiseräder wären sonst sowas wie das VSF TX400 (etwas zu teuer, aber seit Jahren im Programm und sicher auch mal gebraucht zu finden). Ich weiß allerdings nicht, ob das alte Argument "26 Zoll Ersatzteile gibt es auch in der Wüste Gobi" heute noch zieht… das Format ist einfach sehr ins Hintertreffen geraten haben. Leider, ich mag mein 26er. In 28 zum Beispiel Genesis Tour de Fer 10 oder 20.

Kommt ein Rennlenker in Frage? Cinelli Hobootleg? Bombtrack Arise Tour? Fuji Touring? Auch bei Trek müsste es das 520 noch geben, keine Ahnung zu welchem Preis.

Wie leicht soll, wie schwer(lastfähig) muss das Rad werden? Sprich: Was soll es im Alltag können und welche Kompromisse magst du dazu eingehen? Ein konsequent "überkonstruiertes" Reiserad tendiert halt auch dazu, ein wenig schwerfällig zu sein.

Bei den Reifen ist auch die Frage, wie breit du brauchst. Das Diamant hat mit 57mm ja schon richtig fette Pellen… wenn Schutzbleche halt "nur" mit 50mm passen sollten, fände ich das kein Drama. Möchtest du denn auf Straßen, Feldwegen/Waldautobahnen oder tatsächlich durch die Botanik reisen?
Europa ist ja auch ein weiter Begriff… nach Holland würde ich auch 28 mm für angemessen halten, in Spanien kenne ich als "Fernradweg" bezeichnete Pisten… :fie:

Konkret: Hat jemand Erfahrungen mit dem Reifen: Schwalbe G-One Allround mit RaceGuard Pannenschutz. Bei der Probefahrt war er sehr angenehm zu fahren, habe aber gelesen, dass er nicht sehr pannensicher ist. Welche Alternativen würdet ihr empfehlen?


Ich fahre den Marathon Mondial in der einfacheren Drahreifenversion. Laut Schwalbe ist der Pannenschutz und das Schutzlevel das gleiche, wobei ich dem Marathon mehr Profiltiefe bescheinigen würde. Jedenfalls: Nach über 11.000 km hatte ich vorn einen und hinten zwei Platten, alle in der Stadt geholt. So schlecht ist das nicht, wenn du nicht jeden Montagmorgen durch die örtliche Partymeile fahren musst.

Wie gesagt, sag mal was zu den Lenkervorstellungen und welche Art Strecke das Rad richtig gut können soll…

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Chasse Patate

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4

Dienstag, 23. Juni 2020, 15:23

Würdet ihr mir das Diamant 135 für meine Ansprüche empfehlen? Gibt es hier Leute, die schon damit Erfahrungen und/oder Umbauten gemacht haben?


Geometrie, Lenker und Sitzposition erinnern mich stark an mehrere meiner Räder, welche gut für Touren bis 200 km am Tag passen.

Mein persönlicher Tour Guide fährt ebenfalls Räder dieser Art.



Der von dir kritisierte Lenker bietet jenseits der Griffe mehrere Griffpositionen und somit auch verschiedene Winkel für den Rücken, was für das Reisen von Vorteil ist; aber auch für schwierige Passagen wo man denken könnte ein Mauntenbike sei besser.
Sich an einen neuen Lenker, an das Fahrverhalten eines neuen Rades zu gewöhnen dauert schon ein paar Wochen. Eine Probefahrt zeigt im Allgemeinen nur die Unterschiede zum sonst gefahrenen Rad.

Ein Aerovorbau am Reiserad mit all seinen Vorteilen könnte jenen Lenker komplettieren. Macht es dann noch aerodynamischer als Rennlenker mit tiefer Griffposition.

Der Radstand sieht für ein Reiserad kurz aus.

14,8 kg erscheint mir als viel für das was ich sehe. Ist beim Reiserad aber nicht sehr relevant.



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5

Dienstag, 23. Juni 2020, 15:30

... Ich weiß allerdings nicht, ob das alte Argument "26 Zoll Ersatzteile gibt es auch in der Wüste Gobi" heute noch zieht… das Format ist einfach sehr ins Hintertreffen geraten haben. ---ll…


Vielleicht passt das noch für die Wüste Gobi - aber nicht für NL!
Wir mussten nach einem unreparablen Schaden am Mantel des 26-Zoll-Rad des Pino einen Tag länger am Pannenort bleiben, weil so ein Mantel erst geordert werden musste. In NL fahren "alle" mit 28-Zoll-Rädern.

Ansonsten:
Skudenfrudi, ich wünsche dir viel Spaß bei den längeren Touren.
Selbst habe ich mehrtägige Touren auf einem Maxcycle (alu-Rahmen) gemacht, sowie auf meinem aktuellen Stahlrahmen-Rad. Da waren auch Touren deutlich über 100km/Tag dabei.
Zum Glück war ich vor meinen Touren immer naiv genug, mich nicht so sehr darum zu kümmern, ob mein Rad dafür taugt. Ich fühlte mich darauf gut. Ortlieb-Taschen passten dran ... und dann ging es los. :-)
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ (David Ben Gurion)

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6

Dienstag, 23. Juni 2020, 15:41

Zum Glück war ich vor meinen Touren immer naiv genug, mich nicht so sehr darum zu kümmern, ob mein Rad dafür taugt. Ich fühlte mich darauf gut. Ortlieb-Taschen passten dran ... und dann ging es los. :-)


:love:

Du sprichst mir aus der Seele.

Das Abenteuer beginnt mit dem Verzurren der blauen Mülltüten auf dem Gepäckträger.

An der Taklamakan war 28" kein Problem.

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7

Dienstag, 23. Juni 2020, 17:37

Wir mussten nach einem unreparablen Schaden am Mantel des 26-Zoll-Rad des Pino einen Tag länger am Pannenort bleiben, weil so ein Mantel erst geordert werden musste.


Au Mann, da habt ihr aber schon ausgesuchtes Pech gehabt, oder? In den Niederlanden kommt sicher noch erschwerend hinzu, dass es relativ wenig "Mountain" für entsprechende Bikes gibt, der Bestand an alten 26-Zoll-MTB also überschaubar sein dürfte. Aber nichts? Selbst Vredestein hat solche Mäntel im Angebot, müsste also nicht mal importiert werden.
Bei der letztjährigen Elfstedentocht konnte der lokale Zweiradhändler sogar einen 20-Zoll-Reifen für ein Moulton aus dem Bestand zaubern, und der war nicht aus der Ecke für Kinderspielzeug. Ach, 20 Zoll hat das Pino ja auch, mit dem Gerät könnt ihr ja ein Buch über Ersatzteilverfügbarkeiten in aller Welt schreiben!

Man könnte für solche Fälle natürlich Ersatz-Faltreifen mitnehmen. Aber wenn die Chance auf einen zusätzlichen Tag in den Niederlanden besteht, würde ich das nicht machen 8)

Zum Glück war ich vor meinen Touren immer naiv genug, mich nicht so sehr darum zu kümmern, ob mein Rad dafür taugt.


Könnte es sein, dass du da mit dieser deiner Naivität – oder ist es Draufgängertum? – ein ganz klein wenig kokketierst, liebe Prabha? ;) Auch wenn du dich nicht um die Reisetauglichkeit gekümmert hast, hast du den Bau des neuen Rades ja in überaus fähige Hände gelegt und bei der Gelegenheit doch sicher geklärt, was es können soll… Ich finde, das ist schon eine Art von Kümmern.

Du hast aber natürlich Recht, losfahren und Spaß haben kann man mit allem, was zwei (oder vier, das Pino wird nicht vergessen!) Pedale hat :D Dass uns beiden schon ein Alurahmen weggeknackst ist, wird Skudenfrudi aber sicher in seiner Materialwahl bestärken.

Ah, weil ich das grad noch sehe: Knapp 15 Kilo für "Stahl ohne Schnörkel" mit Scheibenbremsen, zwei fetten Gepäckträgern, Dynamolicht, Seitenständer und Ledersattel… geht doch voll in Ordnung? Würde mich nichtmal wundern, wenn die Größe XS ohne Pedale gewogen haben.

Salamander

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8

Mittwoch, 24. Juni 2020, 08:49


Sich an einen neuen Lenker, an das Fahrverhalten eines neuen Rades zu gewöhnen dauert schon ein paar Wochen.

Jein! Das stimmt, wenn man etwa von einem Hollandrad auf ein Trekkingrad mit spochtlich gestreckter Sitzhaltung umsteigt. Und von der Unterlenker Position am Rennlenker reden wir erst gar nicht... Der Wechsel von einem Rad mit Besenstiel-Lenker zum unten erwähnten Trainingsbügel bei gleicher Sitzneigung ist aber in der Regel problemlos. Die stark zur Längsachse angewinkelten Lenkerenden lassen sich ähnlich wie beim Hollandrad gut greifen, die Rotation im Ellenbogengelenk bietet dafür die nötigen Freiheitsgrade. Was dann Schwierigkeiten machen kann, ist den Lenker weiter vorne greifen.





Der von dir kritisierte Lenker bietet jenseits der Griffe mehrere Griffpositionen und somit auch verschiedene Winkel für den Rücken, was für das Reisen von Vorteil ist; aber auch für schwierige Passagen wo man denken könnte ein Mauntenbike sei besser.

An den guten alten französischen Trainingsbügel hatte ich hier spontan auch gedacht. Der Lenker an dem Rad ist aber ein anderer: Trainingsbügel sind von der Seite gesehen flach (was ich bevorzuge) oder fallen zu den Lenkerenden nur ganz leicht ab. Der Lenker am Diamant 135 fällt aber zu den Griffen viel stärker ab und ist merkwürdig verschwurbelt gebogen.


Damit ähnelt der Lenkern, wie sie vor 120 Jahren an Rennrädern gefahren wurden, sich dann aber nicht durchgesetzt haben. Als Beispiel ein Bild von https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Trousselier 1903


Diese Lenker wurden übrigens meist nur an den Lenkerenden gegriffen, wie man sieht - Rennlenker und Trainingsbügel haben Lenkerband weiter nach innen bis fast zur Lenkerklemmung gewickelt. Konsequenterweise verzichtet Diamant auch darauf. So erhärtet sich zunehmend der Eindruck, den ich von diesem Rad habe: ein Vehikel für den modebewussten Hipster. Da haben Marketingfuzzis zusammengepanscht, was Bullshit-Bingo der Szene und google Bildersuche hergeben. Stahlrahmen und "Retro"-Teile ohne ergonomische und pragmatische Aspekte irgendwie zusammengewürfelt. Wie auch dieser Trumm von Gepäckträger vorne. Sowas war vor 6 Jahrzehnten an französischen Reiserädern üblich, ist aber lange überholt. Hauptsache es gefällt auf den ersten Blick und wird gekauft... Dazu passt perfekt das Bild oben: Bei Regen ist ein Rad ohne Schutzbleche nur bei Schleichfahrt zu gebrauchen. Fraglich, ob der Fahrer sich auch mit Rallyestreifen in der Fresse in's Starbucks traut...

Schade, denn das Rad hat durchaus Potential



Der Radstand sieht für ein Reiserad kurz aus.

Schwer zu sagen, kann auch täuschen. Hier ein Bild, wo das mit Gepäcktaschen zu passen scheint:
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Goradzilla

Salamander

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9

Mittwoch, 24. Juni 2020, 09:31


Bei den Reifen ist auch die Frage, wie breit du brauchst. Das Diamant hat mit 57mm ja schon richtig fette Pellen… wenn Schutzbleche halt "nur" mit 50mm passen sollten, fände ich das kein Drama. Möchtest du denn auf Straßen, Feldwegen/Waldautobahnen oder tatsächlich durch die Botanik reisen?
Europa ist ja auch ein weiter Begriff… nach Holland würde ich auch 28 mm für angemessen halten, in Spanien kenne ich als "Fernradweg" bezeichnete Pisten… :fie:

Am Reiserad ist meine bevorzugte Reifenbreite klassische 32 mm bis 35mm bzw schmal ausfallende 37er. Regulär breite 37 mm Reifen sind mir tendenziell schon zu träge wegen der großen Rotationsträgheit. Und wenn es 47...50 mm breite Reifen sein müssen (große Zuladung oder sehr schlechte Wegstrecken), würde ich auf jeden Fall 26 Zoll Räder nehmen. Als Reiseräder bietet ua Velotraum sowas an.
Mettwurst nach Art einer Mettwurst

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10

Mittwoch, 24. Juni 2020, 09:57

So erhärtet sich zunehmend der Eindruck, den ich von diesem Rad habe: ein Vehikel für den modebewussten Hipster. Da haben Marketingfuzzis zusammengepansch... Stahlrahmen und "Retro"-... Wie auch dieser Trumm von Gepäckträger vorne. Sowas war vor 6 Jahrzehnten an französischen Reiserädern üblich, ist aber lange überholt. Hauptsache es gefällt auf den ersten Blick und wird gekauft... Dazu passt perfekt das Bild oben: Bei Regen ist ein Rad ohne Schutzbleche nur bei Schleichfahrt zu gebrauchen. Fraglich, ob der Fahrer sich auch mit Rallyestreifen in der Fresse in's Starbucks traut...


JAU

darf man da denn sein Rad mit reinnehmen in jenes großzügige zweite Zuhause, wo man sich so wohl fühlt bei all der Gefahr da draußen, dass man aus Pappe statt Porzellan trinkt?

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skudenfrudi

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11

Mittwoch, 24. Juni 2020, 10:55

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Antworten. ich bin begeistert von eurer Hilfsbereitschaft. Zwischendurch war ich schon entschlossen mir das Fahrrad zu holen, aber die letzten Posts von dir Salamander haben mich wieder etwas zweifeln lassen. Ich habe wie schon geschrieben leider keinerlei Erfahrung mit längeren Touren und muss daher auch auf die Erfahrung andere vertrauen.
Ich sehe das Fahrrad (nachdem ich den Lenker ausgetauscht habe) als gute Grundlage, um in das Radreisen einzusteigen. Ich finde es von der Ausstattung recht gut für den Preis, zumindest waren alle anderen Räder, die ich so recherchiert habe meist deutlich teurer (ab 2.000 €). Die dicken Reifen haben mich beim Probefahren nicht gestört, ich habe es eher als Comfort und zusätzliche Federung empfunden, aber das kann sich natürlich bei längeren Touren auch noch als gegenteilig herausstellen.


Ich bin wohl gerade etwas in einer misslichen Lage, da ich einfach unfassbar viel Lust habe rauszufahren, aber coronobedingt die meisten Fahrräder ausverkauft sind und laut meiner Fahrradhändler die Saisonproduktion für 2020 auch schon so gut abgeschlossen ist. Ich finde einfach gerade nichts vergleichbares in dieser Preisklasse. Zumindest nicht in meiner Rahmengröße: ca. 55 bis 60

Honigbaerchen

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12

Mittwoch, 24. Juni 2020, 11:43

Tja, da kann ich dann nur wieder mal auf meinen Liebelingshersteller verweisen ;) : Guck Dir mal als Reiserad das Böttcher Expedition an - das ist zwar gerade eben außerhalb Deines Budgets, aber da kannst Du auch noch das eine oder andere Feature ändern. Ansonsten wäre eine Alternative das Böttcher Safari, wobei das ein Trekkingrad ist. Aber aufgrund des Preises sind dort auch noch Anpassungen nach oben möglich, bis Dein Budget ausgereizt ist. Ich fahre mein Safari jetzt vier Jahre und liebe es.
Gruß, Astrid

Zweierlei eignet sich als Zuflucht vor den Widrigkeiten des Lebens: Musik und Katzen. (Albert Schweitzer)

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Goradzilla

13

Mittwoch, 24. Juni 2020, 16:02

So erhärtet sich zunehmend der Eindruck, den ich von diesem Rad habe: ein Vehikel für den modebewussten Hipster. Da haben Marketingfuzzis zusammengepanscht, was Bullshit-Bingo der Szene und google Bildersuche hergeben. Stahlrahmen und "Retro"-Teile ohne ergonomische und pragmatische Aspekte irgendwie zusammengewürfelt.


Naja… klar, diese Jahressondermodelle bei Diamant sind immer etwas "verspielt" bis hip, aber das schließt jetzt auch nicht aus, dass sie als Grundlage taugen. Ich traue mir nicht zu, den Lenker ohne Test zu bewerten… niemand verbietet einem ja, dem Teil noch Lenkerband bis zur Mitte zu verpassen, mit dem Winkel zu spielen oder ihn auch einfach umzudrehen und zu schauen, wie das wird. Und dann wäre ein insgesamt passendes Rad zu einem guten Preis (das noch diesen Sommer verfügbar ist?!), bei dem nur Lenker und das Fehlen von Schutzblechen problematisch sind, ja immer noch kein schlechter Deal.
Was wir allerdings noch nicht angesprochen haben: Welche Belastbarkeit gibt Diamant für das Rad an? Das finde ich auf der Seite nicht… was ich finde, ist eine erfreuliche lebenslange Garantie auf den Rahmen.

edit: Was zu Salamanders "Vorwurf" allerdings passt, ist meiner Meinung nach die Alugabel. Warum verbaut man sowas an dem Rad? Vermutlich, weil es "rumlag" bzw. für andere Modelle in großer Stückzahl bestellt war.

Wie auch dieser Trumm von Gepäckträger vorne. Sowas war vor 6 Jahrzehnten an französischen Reiserädern üblich, ist aber lange überholt.


Da würde ich widersprechen wollen: Mich persönlich nerven Klickfix-Halterungen für Lenkertaschen kollosal, sie nehmen Griff- und Montagemöglichkeiten weg und sehen nebenbei mies aus. Aber Fronttaschen sind praktisch! Mit einer hohen ebenen Ladefläche vorne löst man das Problem meiner Ansicht nach sehr elegant. Man kann eine größere Fronttasche mit direktem Zugriff gut abgestützt fahren, die Tasche kommt einem am Lenker nicht in die Quere und das Frontlicht ist auch noch an günstiger, unverbaubarer Stelle angebracht (ähm, ja, mit Schutzblechen jedenfalls).
Die Lösung ist nicht ideal, aber etwas in dieser Art mit integriertem Decaleur für eine Randotasche wäre zu dem Preis nun auch wirklich überraschend.


Dazu passt perfekt das Bild oben: Bei Regen ist ein Rad ohne Schutzbleche nur bei Schleichfahrt zu gebrauchen. Fraglich, ob der Fahrer sich auch mit Rallyestreifen in der Fresse in's Starbucks traut...


Da sind wir uns alle einige: Schutzbleche müssen dran! Der Erwerb des Rades wird auch nicht zum plötzlichen Auftreten wallenden Haupthaars führen :D

Und wenn es 47...50 mm breite Reifen sein müssen (große Zuladung oder sehr schlechte Wegstrecken), würde ich auf jeden Fall 26 Zoll Räder nehmen.


Wie gesagt, ich auch – und nutze ich ja auch. Mit der Einschränkung, dass 26 Zoll langsam zum Stiefkind der Radindustrie wird. Ich hätte den hinteren Reifen gern gegen einen Marathon Almotion ersetzt (vom Profil ein Mittelding zwischen Mondial und Supreme). Überraschung: Den gibt es nicht mehr in 26 Zoll. Da guckste…
Bei einem neuen Rad wäre ich da vorsichtig und würde vielleicht eher 650B/27,5 Zoll erwägen, wenn die Reifenbreite gewünscht ist. Gut, bei Scheibenbremse werden häufig beide Formate passen, und es sind ja auch genau die von Velotraum propagierten Radgrößen…

Ich habe wie schon geschrieben leider keinerlei Erfahrung mit längeren Touren und muss daher auch auf die Erfahrung andere vertrauen.


Erfahrungen du selbst machen musst ;) Du merkst ja auch hier: Es gibt einen gewissen Konsens, aber in den Details gibt es Lösungen, die dem/der einen taugen, dem/der nächsten aber gar nicht. Es ist super, sich zu informieren, aber es erhöht nur die Wahrscheinlichkeit, dass du dauerhaft zufrieden bist.

Ich sehe das Fahrrad (nachdem ich den Lenker ausgetauscht habe) als gute Grundlage, um in das Radreisen einzusteigen. Ich finde es von der Ausstattung recht gut für den Preis, zumindest waren alle anderen Räder, die ich so recherchiert habe meist deutlich teurer (ab 2.000 €).


Wäre das denn verfügbar? Wenn das für dich preislich passt und du bereit bist, Schutzbleche, ggf. Reifen (wenn die mit Blechen nicht passen) und Lenker zu tauschen, finde ich das immer noch nicht so abwegig. Wie lang war denn deine Probefahrt mit dem Rad eigentlich? Und was hat dir am Lenker nicht gefallen? Würde der Händler dir einen anderen Lenker für eine weitere Probefahrt montieren?

Ich bin wohl gerade etwas in einer misslichen Lage, da ich einfach unfassbar viel Lust habe rauszufahren, aber coronobedingt die meisten Fahrräder ausverkauft sind und laut meiner Fahrradhändler die Saisonproduktion für 2020 auch schon so gut abgeschlossen ist.


Ja, es ist eigentlich kein sehr guter Zeitpunkt für einen Neukauf. Was zu der Frage führt: Was für ein Rad ist denn vorhanden? Kannst du damit losfahren? Wenn du jetzt z.B. nur Gepäckträger und Taschen anschaffen musst, könntest du Erfahrungen sammeln und die Träger ggf. später am neuen Rad nutzen. Nicht nur dann werden z.B. auch Baukastensysteme wie das von Böttcher interessant, vielleicht auch ein Händleraufbau auf Basis eines Intec-Rahmens.
Oder: Gebrauchtkauf – wäre das eine Option?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Goradzilla« (24. Juni 2020, 16:07)


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14

Mittwoch, 24. Juni 2020, 17:29

Zitat

Wäre das denn verfügbar? Wenn das für dich preislich passt und du bereit bist, Schutzbleche, ggf. Reifen (wenn die mit Blechen nicht passen) und Lenker zu tauschen, finde ich das immer noch nicht so abwegig. Wie lang war denn deine Probefahrt mit dem Rad eigentlich? Und was hat dir am Lenker nicht gefallen? Würde der Händler dir einen anderen Lenker für eine weitere Probefahrt montieren?
Tatsächlich wäre es verfügbar. Ich habe noch eins in Nähe Berlins gefunden, meine Reservierung läuft jedoch morgen ab. :) Die Probefahrt war vielleicht 20 Minuten, kleinere Steigungen, Pflastersteine und normaler Asphalt. Das größte Problem bei dem Lenker ist, dass er zu weit gebogen ist und mir bei engen Kurven gegen die Knie stößt.
Momentan komme ich immer mehr ins Zweifeln, ob ich mich doch zu sehr von meinem Wunsch diesen Sommer auf Tour zu gehen leiten lasse. Das Diamant 135 ist ein guter Preis, aber ich müsste auch eine Menge daran machen (Schutzblech, Lenker, Reifen) um wirklich damit zufrieden zu sein.

Dadurch komme ich schnell in eine Preiskategorie, wo ich bei anderen Herstellern mehr für mein Geld bekomme.

Zitat

Ja, es ist eigentlich kein sehr guter Zeitpunkt für einen Neukauf. Was zu der Frage führt: Was für ein Rad ist denn vorhanden? Kannst du damit losfahren? Wenn du jetzt z.B. nur Gepäckträger und Taschen anschaffen musst, könntest du Erfahrungen sammeln und die Träger ggf. später am neuen Rad nutzen. Nicht nur dann werden z.B. auch Baukastensysteme wie das von Böttcher interessant, vielleicht auch ein Händleraufbau auf Basis eines Intec-Rahmens.Oder: Gebrauchtkauf – wäre das eine Option?
Mein momentanes Rad ist ein minimales Single Speed, das super für Berlin geeignet ist. Billig ohne jeglichen Schnickschnack, super schnell zu reparieren und am wichtigsten für keinen Fahrraddieb interessant :) ... was in Berlin nicht zu unterschätzen ist. Leider schmerzt der Hintern bei allem was über 1h Fahrradfahren hinausgeht und das Rad hat die absolute Minimalausstattung. Es trägt mich innerstädtisch von A nach B, mehr ist da aber auch nicht drin.
Gebraucht wäre auf jeden Fall drin, leider hat Ebay Kleinanzeigen noch nichts zu Tage gefördert, was mein Interesse geweckt hat.

Wie schon oben angedeutet werde ich glaub ich noch warten und keinen Impulskauf machen. Das ist auch dank eurer zahlreichen und informativen Antworten, aber auch Fragen, die mir bisher sehr geholfen haben. Ich bin gerade schon wieder dabei das Internet durchzurecherchieren nach guten Händlern.
Mittlerweile ist mir auch klarer geworden, welche Komponenten mir wichtig sind. ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir aufgrund dieser ein paar Vorschläge für spezifische Räder oder auch Baukästen machen könntet:

  • Budget: ca 2.000 € : ich glaube das ich da tatsächlich etwas aufstocken muss, ich hätte gerne ein Fahrrad auf das man sich das nächste Jahrzehnt bei guter Pflege verlassen kann.
  • Auf jeden Fall Kettenschaltung, gute Übersetzung, weil ich auch gerne damit in die Berge will
  • Stahlrahmen/CrMo
  • Scheibenbremsen
  • Rahmengröße ca. 56 (Schritthöhe 85 bei ca 1,86m und 80 kilo)
  • Schutzbleche ;)
  • Möglichkeit Lowrider am Vorderrad zu montieren
  • Vorder- und Rücklichter mit Dynamobetrieb (das, das Rücklicht Batteriebetrieben ist, hätte mich wohl bei dem 135er auch sehr schnell genervt)
  • Radgröße 27,5 oder 28 (gibt es da noch einen relevanten Unterschied?)
  • Keine Federungen an der Gabel oder Sattel

Bisher habe ich mehrere interessante Konfigurationen gefunden:


Hier kann man echt jede einzelne Komponente konfigurieren, leider funktioniert das ganz nicht ganz einwandfrei in meinen Browsern.



Besonders das Brandmeister Tour und das Werkmeister sehen recht attraktiv aus. Leider sind die Konfigurationsmöglichkeiten eher eingeschränkt

  • Böttcher Konfigurator

Sehr vielfältige Möglichkeiten und scheinbar auch sehr beliebt hier im Forum: Besonders gefallen mir das Dakkar (weil Scheibenbremsen) und das schon vorher hier im Thread empfohlene Safari (leider nur mit Felgenbremsen konfigurierbar, sonst wäre das wohl echt ein gutes Einstiegsmodell)

Salamander

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15

Mittwoch, 24. Juni 2020, 21:10

Ich traue mir nicht zu, den Lenker ohne Test zu bewerten… niemand verbietet einem ja, dem Teil noch Lenkerband bis zur Mitte zu verpassen, mit dem Winkel zu spielen oder ihn auch einfach umzudrehen und zu schauen, wie das wird.

Lenker umdrehen ist eine gute Idee bei leichter Abfall oder Überhöhung der Lenkerenden. Aber so groß wie an dem Rad und mit der merkwürdigen Biegung hab ich so meine Zweifel, da was vernünftiges hin zu kriegen.

Da würde ich widersprechen wollen: Mich persönlich nerven Klickfix-Halterungen für Lenkertaschen kollosal, sie nehmen Griff- und Montagemöglichkeiten weg und sehen nebenbei mies aus. Aber Fronttaschen sind praktisch! Mit einer hohen ebenen Ladefläche vorne löst man das Problem meiner Ansicht nach sehr elegant. Man kann eine größere Fronttasche mit direktem Zugriff gut abgestützt fahren, die Tasche kommt einem am Lenker nicht in die Quere

Klar, eine Klickfix Halterung sieht shyce aus, ist aber ungemein praktisch. Außer beim Moustache nimmt die höchstens Platz für den Tacho weg, dann würde ich einen nehmen den man um 90° versetzt auch am Vorbau montieren kann. Und diese Trumm von VR-Gepäckträger sieht auch nicht grade elegant aus...

Und eine für so eine Abstützung geeignete Tasche muss man erstmal finden, bei Klickfix hat man die freie Auswahl. Jedenfalls wenn man nicht Liebhaberpreise bezahlen kann oder will wie bei den Velo Orange Teilen.
Mettwurst nach Art einer Mettwurst

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Salamander« (24. Juni 2020, 21:36)


Salamander

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16

Mittwoch, 24. Juni 2020, 22:02

Ich sehe das Fahrrad (nachdem ich den Lenker ausgetauscht habe) als gute Grundlage, um in das Radreisen einzusteigen.

Ich schrieb ja, das Rad hat Potential...

Die dicken Reifen haben mich beim Probefahren nicht gestört, ich habe es eher als Comfort und zusätzliche Federung empfunden, aber das kann sich natürlich bei längeren Touren auch noch als gegenteilig herausstellen.

Im Gegentum, grade bei längeren Fahrten wird man von breiten Reifen mit viel Dämpfung profitieren. Was mich an denen stört bei viel Stadtverkehr hier, und in Berlin wird das nicht anders sein, ist die geringe Agilität beim Beschleunigen/Bremsen und Kurvenfahren. Aber wenn die dicken Dinger einmal rollen... Nur das höhere Gewicht kann stören, wenn man in bergiger Gegend unterwegs ist. Die genante Grenze von max. 37 mm war nur meine subjektive Vorliebe, wenn das für Dich hinkommt kannst Du auch 42 oder 47 mm aufziehen lassen. Das sollte auf jeden Fall unter ein Schutzblech passen.

Das größte Problem bei dem Lenker ist, dass er zu weit gebogen ist und mir bei engen Kurven gegen die Knie stößt.

Das kann tatsächlich ein Problem bei Trainingsbügeln sein, in manchen Konstellationen stösst der an das Oberrohr oder die Knie (aber nur in engen Kurven, hat man ja nicht dauernd und man kann sich entsprechend drauf einstellen). In der Summe der Eigenschaften ist der Lenker aber genial: an den Bremsgriffen gute Übersicht und Erreichbarkeit der Bremsen - wichtig bei viel Stadtverkehr, und wenn's mal schnell gehen soll oder bei Gegenwind kann man weiter vorne greifen, ebenso zum Positionswechsel zur Entlastung bei längeren Fahrten. Je nach Schulterbreite kann man die Lenker auch kürzen - vorher abmessen ob dann noch genug Platz für Pranken und Armaturen ist!

Ich bin wohl gerade etwas in einer misslichen Lage, da ich einfach unfassbar viel Lust habe rauszufahren, aber coronobedingt die meisten Fahrräder ausverkauft sind und laut meiner Fahrradhändler die Saisonproduktion für 2020 auch schon so gut abgeschlossen ist.

Du könntest auch noch etwas warten, Dir über Dein gewünschtes Rad klarer werden und dann entweder ein Rad der kommenden Saison aussuchen oder mit Glück günstig ein Auslaufmodell erstehen.

Momentan komme ich immer mehr ins Zweifeln, ob ich mich doch zu sehr von meinem Wunsch diesen Sommer auf Tour zu gehen leiten lasse. Das Diamant 135 ist ein guter Preis, aber ich müsste auch eine Menge daran machen (Schutzblech, Lenker, Reifen) um wirklich damit zufrieden zu sein.

Lenker und Reifen kannst Du beim Kauf anrechnen lassen, wenn auch nicht 1 zu 1. Montagekosten geschickterweise zu einem symbolischen Preis. Beides nicht für lau, dafür sind die Margen in der Branche zu mickrig. Und gib dem Händler etwas Zeit zum Umbau, das wird dem in der Hochsaison entgegen kommen Dir entgegen zu kommen...

Und da Du momentan einen SInglespeeder hast: wenn Du erstmal damit auf Tour gehst, wirst Du ein wahrer Held :thumbup:
Mettwurst nach Art einer Mettwurst

17

Mittwoch, 24. Juni 2020, 22:54

Klar, eine Klickfix Halterung sieht shyce aus, ist aber ungemein praktisch. Außer beim Moustache nimmt die höchstens Platz für den Tacho weg, dann würde ich einen nehmen den man um 90° versetzt auch am Vorbau montieren kann.


Einige Dinge, die ich lieber an meinen Lenker montiere/montieren würde als eine Klickfix-Halterung:
- Tacho (der Vorbau ist nämlich fürs Navi reserviert ;) )
- Akkulicht (ggf. zusätzlich zum Dynamolicht)
- per Riemen befestigte Lenkertasche
- Blumenvase
Jeder Jeck is' halt anders :P

Und eine für so eine Abstützung geeignete Tasche muss man erstmal finden, bei Klickfix hat man die freie Auswahl.


Genau, und dann fragt man hier nach und bekommt eine Ortlieb empfohlen, deren Innenleben nicht an ihrem Platz bleibt und die auch 70 € aufwärts kostet plus nochmal 20 für eine windige Kartentasche… aber ich weiß, dass diese meine Abneigung nicht viele teilen ;)

Gebraucht wäre auf jeden Fall drin, leider hat Ebay Kleinanzeigen noch nichts zu Tage gefördert, was mein Interesse geweckt hat.


Das schöne an gebrauchten Rädern ist natürlich, dass sie den großen Wertverlust schon hinter sich haben. Wenn diesen Sommer die Straße ruft und du dir mit dem Neukauf Zeit lassen willst, würde ich da gar keine übertriebenen Maßstäbe ansetzen… jedes passende Rad in okayem Zustand mit Gepäckträger und irgendeiner Gangschaltung bringt dich raus in Wald und Flur und zeigt dir, worauf du beim neuen Rad achten möchtest. Bei Sattel, Griffen, Pedalen, Taschen und sonstiger Ausrüstung kannst du ja gleich in die Vollen gehen und fürs neue Rad vorsorgen. Ich bin sicher, in Berlin ergibt sich da was… wenn du keine Ahnung hast, lieber jemanden mit etwas Ahnung mitnehmen.

Und da Du momentan einen SInglespeeder hast: wenn Du erstmal damit auf Tour gehst, wirst Du ein wahrer Held


Ich hab' ja auch schon gezuckt, ob ich das vorschlage :D Das Gerät verfügt über wenigstens eine Bremse, besser deren zwei? Dann besorg dir einen ordentlichen Sattel und eine günstige Arschrakete, bind dir Isomatte und Penntüte irgendwo fest und… sei weise bei der Routenwahl! Es wird so oder so unvergesslich sein 8)

Radsonstnix

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18

Donnerstag, 25. Juni 2020, 07:24

In welcher Region von Berlin treibst Du Dich denn rum? Ggf. hätte ich noch den einen oder anderen Händlertipp für Dich. Nicht alle guten Räder lassen sich so ohne Weiteres im Internet finden.
Dieselersparnis: 2013 bis Januar 2018 ca. 965L; Benzinersparnis 2018: 121L; 2019: 281L; 2020: 107L

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Donnerstag, 25. Juni 2020, 10:19

In welcher Region von Berlin treibst Du Dich denn rum? Ggf. hätte ich noch den einen oder anderen Händlertipp für Dich. Nicht alle guten Räder lassen sich so ohne Weiteres im Internet finden.
Ich bin hauptsächlich in Kreuzberg und Neukölln, aber würde auf jeden Fall auch weiter raus fahren. Ich wäre sehr dankbar für ein paar Tipps!

Chasse Patate

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20

Donnerstag, 25. Juni 2020, 10:54

und eine günstige Arschrakete,


Welch Ausdrucksweise! Meiner Meinung nach vulgär.

Zudem finde ich, dass im Forum manchmal einfach zuviele kommerzielle links plaziert werden.

Da gibt es gutgemeinte Radschläge, welche wohlverständlich und auch detailliert Neuradfahrern ohne das Nennen von Marken erklären welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt. Gut so. Da gibt es aber eben auch die anderen, welche konsequent dem Glück auf zwei Rädern eine finanzielle Investition unabdingbar voranstellen.
Meiner Meinung nach schreckt das Neuradler ab einfach loszufahren.
Mir fallen in diesem Fall Youtubevideos ein, in denen jene Freude gut vermittelt wird. Und auch das mit einem Eingangrad.

Soll doch der Themenstarter das Rad kaufen, losfahren und wenn nach 150 km der Wunsch nach einem anderen Lenker immer noch besteht bei irgendeiner Fahrradreparaturwerkstatt mal schnell den Lenker wechseln und weiter gehts. Vielleicht hat er zwei Platten am Tag und kauft sich im nächsten Ort einen anderen Reifen.

:airborne:

Eure Rita Eisenknie

KTFL racing team
man fährt oder schiebt

2020: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


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