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Henner

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Sonntag, 17. Januar 2021, 00:25

Logbuch: Ein T-50 VSF Fahrradmanufaktur im Alltagsbetrieb, 30000km und noch mehr…

Vorbemerkung/Warnung: Dieser Beitrag richtet sich an diejenigen, die daran interessiert sind zu erfahren wie man im Alltag für kleines Geld zuverlässig mit einem Fahrrad mobil sein kann. Der Beitrag soll sowohl einen Eindruck über die zu erwartenden Reparaturen und Wartungsarbeiten wie auch die damit verbundenen Kosten vermitteln.

Ich werde aufzählen, was wann an Defekten auftrat, und wie viel ich für deren Beseitigung bezahlt habe. Ich halte das für interessant, speziell wenn man die Ausgaben mal mit dem Aufwand für andere Verkehrsmitteln (ÖPNV, Auto, Motorrad...) vergleicht. Leute, die im Gegensatz zu mir ihr Fahrrad nicht selber reparieren können oder wollen, erhalten eine Idee davon wie zuverlässig ein preiswertes Fahrrad sein kann und wie oft sie im Alltagsbetrieb wohl eine Werkstatt aufsuchen müssen.
Für die unter uns, für die "eine halbe Stunde mit dem Fahrrad an der frischen Luft - unbezahlbar" ist, oder die mit der Einstellung "das Fahrrad ist mein Hobby, da ist mir das Geld egal": Ich habe vollstes Verständnis für euch. Lest jetzt einfach woanders weiter, denn was nun noch folgt ist völlig langweilig für euch.
Da ich den Thread gerne mit Updates zu runden Geburtstagen (40000km, 50000km...) aktuell halten würde, müllt den Thread der Übersicht halber bitte nicht mit solch unsinnigen Postings zu.

Weiterhin wäre es auch nett, den Thread nicht mit im nachhinein geschätzten Betriebskosten anderer Fahrrädern zuzuspammen, um einen Wettbewerb zu starten, wer womöglich noch preiswerter fährt. Im Stil von: "Erbstück. Rad wurde 58 Jahre lang von Oma gefahren. Vor 10 Jahren geerbt und 30 Euro für neue Reifen investiert. Läuft immer noch 1a.". Das ist in einem eigenen/anderen Thread wohl besser aufgehoben. Wenn's ein sinnvoll geschrieben Bericht ist, lese ich gerne von den Erfahrungen anderer.

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Mein VSF T-50 ist kein Traumrad. Im März 2016 erlitt mein vorheriges Alltagsrad (Gazelle Tour Populair) einen Schaden an der Vorderradnabe - die Achse brach und das Vorderrad/die Trommelbremse blockierte plötzlich. Daraufhin verformte sich die Vorderradgabel plastisch. Das Ganze passierte zum Glück bei geringer Geschwindigkeit, so dass ich mich nicht verletzt hatte.

Da ich keine Lust hatte Geld und Zeit in den Wiederaufbau zu stecken, musste ein neues Alltagsfahrrad her. Die Gazelle hatte mich immerhin auf gut 56000km begleitet. In meiner Garage stehen noch weitere Fahrräder, die aber aus unterschiedlichen Gründen (teuer oder unpraktisch) nicht als Alltagsrad, speziell für den Weg zur Arbeit in Frage kamen.

So überlegte und recherchierte ich ein wenig. Ich entdeckte so ein Angebot eines Händlers bei eBay-Kleinanzeigen, in dem Vorjahresmodelle von VSF Fahrradmanufaktur zu attraktiven Preisen angeboten wurden.
Meine Anforderungen an das neue Fahrrad waren simpel: nicht zu teuer (wird tagsüber an einem öffentlich zugänglichen Fahrradständer abgestellt), robust, einigermaßen aktuelle Technik (Nabendynamo, LED-Licht etc.), keine(!) Federgabel, Nabenschaltung, Kette mit Hebie-Chainglider oder ähnlich geschützt.
Keine 11-fach Schaltung mit riesiger Entfaltung und dürrer Kette, kein Carbonkrempel zur Gewichtsersparnis, keine Getränkehalter an irgendwelchen unmöglichen Stellen des Rahmens für die Wüstendurchquerung.
Einfach ein Fahrrad ohne Schnickschnack, das ordentlich fährt.

Beim Händler wurde ich dann leider enttäuscht. Zwar war ein VSF Fahrradmanufaktur T-50 mit den geforderten Merkmalen vorrätig, leider aber nur in einer kleinen Rahmenhöhe (ich bin 1,9m groß). So entschied ich mich dann spontan für eine Kompromiss: ein T-50 mit 3x8-fach Acera Kettenschaltung und Magura HS11 Bremsen. Rahmenhöhe: 60cm - mehr gab es nicht (heute/2020: 62cm). Ich hatte gewisse Bedenken hinsichtlich der Alltagstauglichkeit der Kettenschaltung, da ich bisher im Alltag eher Nabenschaltungen unterwegs war. Der Rest passte.
Klar kommen da jetzt wieder Leute aus der Ecke und versuchen zu erklären, dass man eine billige Acera-Schaltung auch an einem Baumarktfahrrad Marke "Zündapp" oder ähnlich für den halben Preis findet. Ich bin da jetzt mal ganz arrogant und werde solche Kommentare ignorieren.

Zuhause angekommen habe ich das Rad erstmal genauer unter die Lupe genommen. Es war wirklich gut zusammengebaut. Die Länge der Hydraulikleitungen passte genau, der Scheinwerfer strahlte nicht in den Himmel und lockere Schrauben waren auch nicht zu finden. Einzig der in sich schiefe Gepäckträger fiel mir auf - da sind die Tubus-Teile, die ich an meinem teuren Rad habe schon eine ganz andere Welt. Aber ich werde den Träger ja auch kaum nutzen/belasten.

Wenn ich sie finde poste ich auch mal die genauen Spezifikationden des Rades - es müsste dann ein 2015'er Modell sein. Das T-50 gibt es aktuell (Ende 2020) mit leicht geänderten Anbauteilen noch immer neu zu kaufen.

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Sonntag, 17. Januar 2021, 00:32

Stand der Dinge im Januar 2021 / Betriebskosten aktuell:
Der aktuelle Kilometerstand beträgt gerade etwa 33100km. Um es vorwegzunehmen: die Kosten pro Kilometer betragen derzeit knappe 2,5Cent. Das ist wirklich preiswert.
Zum Vergleich: Mit einem Sparpreisticket (eine Person, 2.Klasse) von der Bahn komme ich bei so ca. 500km langen Strecken immer auf 5-8Cent/Kilometer. Der Fernbus liegt, wenn man lange im voraus bucht auch mal darunter. Nahverkehr bei der Bahn (Ausnahme: das Quer-durchs-Land Ticket auf weiteren Strecken, oder ein gut genutztes Tagesticket AB in Berlin) ist fast immer teurer.

Ehrlich (!) gerechnete Betriebkosten für ein Auto liegen eigentlich immer jenseits der 30-40 Cent pro Kilometer, auch wenn gerade die Dienstwagenfahrer meinen sie würden für weitaus weniger fahren. "Weil ich ja eine Tankkarte habe, und die Wartung mit drin ist" oder so ähnlich.
Ich werde die in einer Tabelle notierten Betriebskosten hier als Screenshot einzubinden. Erhöhte Nahrungsaufnahme und verschlissene Buxen sind nicht mit aufgeführt.
Ach ja was vielleicht noch ganz wichtig ist: nach Hause schieben musste ich das Fahrrad bisher noch nicht. Ich bin bisher noch überall hin und auch zurück gekommen :).

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Im Folgenden werde ich meine bisherigen Erfahrungen zu einzelnen Baugruppen des Rades schildern.

Das T-50 hat einen Alurahmen in Verbindung mit einer Stahlgabel. Die Gabel ist im Vergleich zum meinem Vorgängerrad (Gazelle Tour Populair) deutlich robuster ausgelegt. Die Rahmengeometrie ist eher für ein aufrechtes fahren gedacht (Cityrad). Auf Treckingrädern ist der Oberkörper viel weiter nach vorne gebeugt. Ich habe da, wo sich normalerweise ein Getränkehalter befinden könnte, einen Halter für ein Abus Bordo Faltschloss angebracht. Die Schaltzüge verlaufen offen unter dem Unterrohr, die Hydraulikleitung der Hinterradbremse ist gut an Haltern am Oberrohr befestigt. Bis auf ein Problem mit dem Schaltzuggegenhalter gibt es hier fast nichts zu berichten. Ich habe den Eindruck, dass die Hinterradaufnahme leicht schief ist - das war aber von Anfang an so und stellt beim Betrieb kein Problem dar.
Bei etwa 5000km stellte sich ein knarzendes Geräusch aus dem Bereich des Tretlagers ein. Wie sich herausstellte hatte sich die Verschraubung des Tretlagers (ist ein Shimano SHIMANO BB-UN26) gelockert. Mit dem passenden Werkzeug war das schnell wieder behoben (Kurbeln ab, Verschraubung nachziehen, Kurbeln wieder dran, fertig)

Lenker, Vorbau und die Schaltarmaturen verhalten sich bis jetzt auch unauffällig. Der Vorbau ist klassisch (1 1/8 Zoll Gewindesteuersatz/Konuslager, kein Ahead), was zum leicht erhöhten Lenker und zum Preissegment passt.
Das Lenkkopflager musste ich leider recht früh mal wechseln. Hatte ich zum einem gewissen Grad mit verschuldet. Ich hatte nicht bemerkt, dass das Lager ab Werk einen Tick zu fest angezogen war. Ich fahre wohl zu wenig freihändig ;-). Nach 5000km rastete das Lager in der Mittelstellung ein und wurde durch ein Lager von "Ritchey" ersetzt, welches seitdem problemfrei ist.

Der Sattel ist ein Selle-Royal Rio - ein Standardteil der 15Euro Klasse. Testweise hatte ich einen Brooks B67 montiert. Merkwürdigerweise fing dann mein rechtes Knie dann schon nach kurzer Fahrt an zu knacken. Das kannte ich von dem Sattel, den ich auf einem anderen Rad zur vollsten Zufriedenheit montiert habe nicht. Ich habe dann wieder den originalen, schmaleren Sattel montiert und bin eigentlich bis heute glücklich damit. Die längste Strecke, die ich mit dem Fahrrad am Stück zurückgelegt habe müssten so gute 120km gewesen sein. Ich hatte da keine Probleme am Hintern, bin da aber auch nicht so empfindlich. Eine Fahrradhose besitze ich nicht. Ich fahre immer in Jeans oder Bundeswehrhosen mit Seitentaschen (als Alltagsfahrer).

Eher ungewöhnlich für so ein preiswertes Rad sind die Magura H11 Hydraulikbremsen (also Felgenbremsen). Über diese Bremse ist sicherlich schon viel berichtet worden. Ich finde sie ganz gut und würde sie auch nicht gegen eine Scheibenbremse tauschen wollen. Mein Fahrprofil ist allerdings auch eher flach. Daher hielten die ersten Beläge auch etwa 24000km. Dann waren sie allerdings wirklich durch. Würde ich in einem Mittelgebirge wohnen wären sie weit früher verschlissen. Wenn man immer mal wieder lange Abfahrten dabei hat sollte man die Beläge ja auch nicht bis aufs letzte vor einem Wechsel verschleissen. Mir wurde von einem anderen Radfahrer empfohlen immer die originalen Magura-Beläge zu kaufen (auch aufgrund des geringeren Verschleißes), was ich auch gemacht habe. Ich habe keine Erfahrung mit Nachbaubelägen und/oder anderen Belagmischungen.

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3

Sonntag, 17. Januar 2021, 00:35

Die Schaltung ist eine Acera 8-fach Schaltung in Verbindung mit einem 3-fach Kettenblatt vorne. Die ist natürlich richtig preiswert: das Schaltwerk kostet einen Schlag über 20Euro (war bis vor kurzem sogar noch deutlich billiger), die 8-fach Kassette mit 11-30 Zähnen kostet gute 10Euro.
Generell ist die Abstimmung einer 11-30'er Kassette in Verbindung mit einer 28/38/48'er Kurbel bei einem 28-Zoll Rad (für mich) viel zu lang. Ich fahre fast nur auf dem kleinsten Kettenrad, dann und wann mal auf dem 38'er. Meine Reisegeschwindigkeit im Flachen stellt sich so bei 18-22km/h ein. Ich fahre mit eher hoher Trittfrequenz.

Die Kurbel hat vernietete Stahlkettenräder, die Kassette besteht auch aus Stahlritzeln.
Bei knappen 20000km habe ich dann die Kurbel, Kette, Kassette und Kettenröllchen (Acera-spezifisch, größerer Durchmesser!) erneuert.
Die zweite Kassette hat dann aber deutlich kürzer gehalten als die erste - die Kette sprang recht früh über. Ich vermute die silberne Beschichtung der zweiten Kassette sah zwar gut aus, aber die billigen brünierten(?) Ritzel halten länger.

Die Strategie mit einer Kurbel/Kassetten-Kombination zwei oder mehr Ketten zu fahren habe ich aus Faulheit nicht ganz durchgehalten. Bei den Ketten wird (fast) ausschließlich die billigste Shimano CN-HG40 8-fach Kette mit 116 Gliedern für weniger als 10Euro verwendet. Die bei 4000km montierte SRAM-Kette fuhr sich furchtbar - nie wieder.

Zu meiner Überraschung hat sich die Kettenschaltung als wirklich alltagstauglich erwiesen - wenn man sich denn ein wenig um die Kette kümmert (Öl!). Die Verschleißteile sind schnell getauscht und kosten nicht die Welt.
Gerade Shimano-Nabenschaltungen (in diesem Preissegment) haben, wie ich gehört habe, nicht den Ruf wirklich langlebig zu sein. Ich glaube die Kettenschaltung am T-50 hat mir da letztlich viel Theater und auch Kosten erspart.

Ach ja: die Schaltung funktioniert so präzise wie am ersten Tag. Die Schaltvorgänge mit den "Rapidfire" Schalthebeln sind nach wie vor absolut knackig. Ich kann mich nicht erinnern, die Schaltung mal nachgestellt zu haben. Die Schaltzüge sind noch die originalen.
Wichtig: beim Abstellen des Fahrrades schalte ich immer auf das kleinste Ritzel/kleinste Kettenrad, so dass die Züge entspannt sind. Und nein: ich fahre dann nicht mit maximalem Kettenschräglauf durch die Gegend, sondern schalte beim Losfahren erstmal ordentlich runter ;).

Das einzige Problem der Schaltung war ein sich lösender Schaltzuggegenhalter am Unterrohr bei etwa 8000km. Da war ungeschickterweise eine zu kurze M5'er Innensechskantschraube verbaut (war es M5*10?), die sich mehrfach löste. Die Schraube wurde durch ein leicht längeres Exemplar ersetzt und mit ein wenig mehr Drehmoment angezogen. Es lohnt sich eventuell ein bis zwei Schaltzuggegenhalter direkt beim Kauf mitzunehmen und sich hinzulegen, weil diese Teile wohl VSF-spezifisch sind.

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Die Bereifung - Schwalbe Big Apple 50-622 - war für mich die größte Überraschung. Die Reifen sind eher schwer, rollen aber für ihre Breite recht gut. Zumindest unterhalb von ca. 25km/h. Der absolute Knaller allerdings ist die Verschleiß- und Pannenfestigkeit des Big Apples - auch als nicht "Plus" Version mit zusätzlicher Pannenschutzschicht.
Der Vorderreifen ist nach wie vor der Originale (hat also mehr als 33000km hinter sich). Es sieht nicht danach aus, als müsste ich ihn in näherer Zukunft ersetzen. 10000km oder auch mehr wird der sicher noch halten. Bei der Originalbereifung handelt es sich nicht um die "Plus" Version.
Den originale Hinterradreifen musste ich erstmals bei etwa 18000km wechseln. Der war dann aber völlig fertig. Nur durch Verwendung von "Pannenfuchs"-Einlagen konnte der Hinterradreifen diese Laufleistung erreichen. An einigen Stellen war der Reifen durch Glasscherben so zerschnitten, dass die grüne Pannenfuchs-Einlage durchschimmerte.

Beim zweiten Hinterradreifen (diesmal Big Apple Plus) hatte ich ein wenig Pech. Der lief von Anfang an nicht richtig rund, auch wenn man sich noch so sehr Mühe beim Aufziehen gab. Ich habe sicher zig-Mal die Luft wieder abgelassen, den Reifen geknetet/im Felgenbett hin und hergedrückt und wieder stramm aufgepumpt (bei mir so 4bar, kurzzeitig bei der Montage auch mehr). Irgendwann war ich zumindest soweit, dass der Reifen nicht am Seitenständer (kein Originalteil) schliff. War letztlich ein mieses, verzogenes Exemplar. Der Reifen verabschiedete sich kürzlich bei 32100km mit einer stetig wachsenden Beule, die sich (ohne Fremdeinwirkung) an der seitlichen Flanke bildete. Kenne ich eigentlich nur von Reifen, die mit Überdruck gefahren werden und/oder hart missbraucht werden. Aber nun ja, knappe 14000km hat er ja gehalten. Da hätte meine Gazelle hinten schon fast zwei Schwalbe Marathon verschlissen gehabt...

Der frisch aufgezogene Big Apple Plus ist hingegen wieder völlig normal und läuft so rund wie man es erwartet. Mal sehen wie lange er hält.
Ich hoffe Schwalbe liest hier nicht mit, sonst überlegen die sich direkt wie man den Big Apple billiger und qualitativ schlechter herstellen kann, damit bei gleichem Verkaufspreis durch geplante Obsoleszenz der Umsatz erhöht wird.

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Sonntag, 17. Januar 2021, 00:37

Laufräder sind meiner Meinung nach an jedem Rad mit die kritischsten Bauteile. Gerade hier erlebt man meiner Erfahrung nach am stärksten, wenn minderwertiges Material verbaut ist. Billige Laufräder können im Alltagsbetrieb richtig Theater machen. Bei meiner Gazelle musste ich die Edelstahlfelge am Hinterrad zweimal ersetzen, weil die Risse, die sich gebildet hatte zu bedrohlich wurden (Risse verliefen durchgängig zwischen zwei benachbarten Speichenbohrungen und wurden stetig größer). An meinem VSF T-50 sind original sowohl preiswerte Felgen, wie auch preiswerte Achsen (Nabendynamo Shimano DH-3N31, Hinterachse Shimano Acera) verbaut gewesen.
Zur Einordnung: ich wiege etwa 81kg und habe auf dem Fahrrad nie wirklich Gepäck transportiert. Hin und wieder fahre ich mal mit einer Seitentasche am Gepäckträger. Einmal in der Woche transportiere ich für 2km ein 6'er Pack (=9Liter) Getränke auf dem Gepäckträger.

Völlig unproblematisch zeigt sich auch hier das Vorderrad. An der Felge sind optisch keine Risse im Bereich der Speichenlöcher zu erkennen. Bremsen muß ich nicht so häufig, daher sind auch die Felgenflanken noch in sehr gutem Zustand (weit davon entfernt "durchgebremst" zu sein). Der Nabendynamo läuft natürlich nicht so leicht wie der SON, den ich an einem anderen Fahrrad habe. Er tut einfach zuverlässig seinen Dienst und hat in den bisherigen vier Wintern schon einige Betriebsstunden gesammelt. Axiales Spiel ist noch nicht zu erkennen, so dass ich bisher - bis auf die Montage der Kabel eines neuen Scheinwerfers bisher die Finger davon gelassen habe.

Das Hinterrad ist deutlich stärker belastet und so musste ich das Hinterrad sogar bei Kilometerstand 27370km dann schließlich auch komplett tauschen. Da es sich aber um ein totales Standardteil (Kettenschaltung, Hurra!) handelt, war es sehr einfach im Versandhandel passenden Ersatz zu bestellen.

Doch der Reihe nach:
Die ersten Auffälligkeiten zeigten sich schon recht früh bei etwa 4000-5000km. Der Freilauf hakte und knackte. Optisch war von aussen nix zu sehen, so dass ich das Hinterrad erstmal pauschal demontiert habe. Das Ritzelpaket ließ sich problemlos entfernen. Die Geräusche kamen eindeutig aus dem Freilauf. Ich war ein wenig im Zwiespalt: Eigentlich war das Rad noch in der Gewährleistung, aber der Händler war so weit weg, dass der Weg und die Zeit wohl teurer als eine Eigenreparatur gewesen wären.

So habe ich den Freilauf mal vorsichtig demontiert, was bei Shimano Acera-Naben eigentlich nicht vorhergesehen ist. Man kann den Freilauf im Gegensatz zu höherpreisigen Naben nicht einzeln als Ersatzteil kaufen. Ich habe dann die komplette Nabe für 12,9Euro plus Versand bestellt. Ein Kollege hat mir dann vorsichtig auf seinem Schraubstock den Freilauf von der neuen Nabe demontiert. Der Tausch auf die im Laufrad befindliche Achse verlief problemlos. Die Achse+Freilauf hat dann bis zum Schluss bei 28000km gehalten und lief auch gegen Ende noch völlig frei (SRAM 5-Gangnaben an der Gazelle liefen bei der Laufleistung eher "sämig").
Mit der Zeit - und das fing schon bei 7-8000km an bildeten sich um die Speichenbohrungen der Felge Risse. Das liegt wohl auch daran, dass die Speichenbohrung der originalen Schümann Felge einfach gelocht und nicht geöst sind. So wuchsen die Risse mit der Zeit immer weiter, speziell im Sommer und hoher Belastung hörte ich wie die Speichen gegegeneinander "rieben". So ein leichtes Bling-Bling Geräusch begleitete jeden kleine Anstieg, den ich mit ein wenig Schmalz im kleinen Gang hochfuhr.

Ich habe beschlossen (wie beim Vorgänggerrad, der Gazelle) die Situation zu beobachten und nur wenn eine akute Panne droht zu reparieren. Das ging dann auch über 20000km (!) ganz gut. Dann war ein Speichennippel komplett durch seinen Sitz gebrochen (Hohlkammerfelge), so dass eine gleichmäßige Speichenspannung nicht mehr herzustellen war. Die Felge hatte daher schon einen deutlichen Seitenschlag.
Bei den Preisen für Kompletträder im mittleren Preissegment habe ich dann beschlossen, direkt ein komplettes Rad zu bestellen und nicht nur eine Felge mit Speichen. Das T-50 stand sicherheitshalber für ein paar Tage in der Ecke bis das neue Hinterrad da war. Ich wollte nicht eine unterwegs irreparable Panne durch ein nicht mehr drehfähiges Hinterrad riskieren (Weg zur Arbeit=pünktlich da sein, zumindest Montags).

Die Wahl fiel auf eine Ryde Andra 30 Felge, die im Internet hier und da als stabile Reisefelge bezeichet wird. Die Speichenbohrungen sind geöst. Als Nabe wählte ich eine Shimano Deore LX - farblich dem Originallaufrad entsprechend. Die neue Felge hat den Zahlen nach dieselbe Breite (25mm) und Maulweite (19mm), allerdings scheint der Big-Apple Reifen gefühlt in der Andra 30 doch besser aufgehoben als in der wirklich schmalen Schürmann-Felge.
Zur Andra 30 Felge + Deore Nabe gibt es noch nichts zu sagen. Funktioniert einfach seit etwa 5000km. Das Laufrad musste auch nicht nachzentriert werden.

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Die Beleuchtung entsprach dem technischen Stand von 2015. Scheinwerfer wie Rückleuchte sind mit LEDs und Supercaps bestückt, so dass man vor einer Ampel nicht komplett im Dunkeln steht. Der Shimano Nabendynamo ist wie erwähnt nicht der leichtläufigste. Er zeigt bisher keinerlei Schwächen.
Der Trelok Scheinwerfer war mit seinen 10 Lumen auch 2015 schon nicht der Platzhirsch was die Helligkeit betrifft, aber für mich durchaus ausreichend. Ich denke hier kann man sicher auch für kleines Geld mittlerweile deutlich bessere Scheinwerfer verbauen. Als der Trelock Scheinwerfer von einem Tag auf den anderen einfach dunkel blieb, habe ich, weil ein Kollege zufälligerweise bei Pollin (ich weiß, da da kauft man an sich keine Fahrradersatzteile) ein Bestellung offen hatte, einen billigen Ersatzscheinwerfer für unter 10Euro gekauft. Der funktioniert erstaunlich gut, wenn er kaputt gehen sollte wird er dann wohl doch gegen ein Markenprodukt getauscht. Die Standlichtfunktion ist mittlerweile schon defekt.
Die Verkabelung ist traditionell: Die Leitung für das Rücklicht ist im Rahmen verlegt. Der Scheinwerfer wird mit einer zweiadrigen Leitung an den Nabendynamo angeschlossen, das Rücklicht mit einer zweiadrigen Leitung an den Scheinwerfer in dem sich auch der Lichtschalter befindet.

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Henner

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Sonntag, 17. Januar 2021, 00:40

Es lohnt sich vielleicht noch einige Worte zu sonstigen Anbauteilen zu verlieren:

Das SKS-Schutzblech vorne wurde von mir mit einer Verlängerung versehen, um im Regen weniger Spritzwasser im Bereich der Füße und des Tretlagers zu haben. Für Alltagsfahrer ein Muß wie ich finde. Kein Ahnung was das mit den kurzen Schutzblechen soll (klar: man kann passende Verlängerung dazu verkaufen). Ansonsten sind die SKS-Schutzbleche gut verarbeitet und unauffällig was Klapperei betrifft.

Der Gepäckträger ist wirklich in sich schief (ab Werk), aber dennoch stabil. Für kleine Einkäufe o.k., für eine Reise müssten Racktime oder Tubus Teile her. An der Vorderradgabel befinden sich zwei M5-Innensechskantschrauben an denen ein Lowrider befestigt werden kann. Sehr gut, ich hoffe das hat VSF Fahrradmanufaktur nicht mittlerweile weggespart!!

Der originale Seitenständer war ein wenig kippelig, da sollte man für den ernsthaften Gebrauch (mit Kindersitz?!?) noch ein wenig Geld in die Hand nehmen, um ein standfesteres und robusteres Ding zu verbauen. Ich habe da ein Hebie Schwerlast-Teil verbaut. Der Hebie-Ständer kommt allerdings im eingeklappten Zustand dem Hinterreifen recht nahe.

Nicht wirklich zum Fahrrad gehörend ist der Tacho - man kann ja auch ganz gut ohne fahren.
Dennoch ein paar Bemerkungen dazu: Wir befinden uns ja schon ein paar Tage im 21. Jahrhundert, aber wirklich robuste Fahrradtachos gibt es wohl bis heute nicht. Für mich ein Paradebeispiel für geplante Obsoleszenz. Früher habe ich immer wieder mal Tachos vom Marktführer in Deutschland gekauft, bis mir das irgendwann zu dumm wurde. Tasten die wegfliegen, Wassereinbrüche in noch unversehrte Gehäuse, Tachos die kaum in der Halterung bleiben (nein, ich fahre kein Downhill) usw.. Das T-50 hat zunächst einen Kabeltacho von Aldi erhalten, den ich vor einigen Jahren erworben hatte. Leider hat der zumindest am T-50 dann nicht mehr lange durchgehalten (bis 4000km).

So habe ich dann preiswert bei Stadler einen Ciclo CM2.1 erstanden. Das ist ein simples Ding, (fast) ohne Tasten. Der Tageskilometerzähler und die Durchschnittsgeschwindigkeit nullen sich nach längerem Stillstand von selber. Das Teil hält bislang sehr gut durch. Nur die CR2032 Batterie musste einmal getauscht werden. Leider sind in der Klarsicht-Gehäuseoberseite schon deutlich Risse (UV-Strahlung?) zu erkennen. Steht zu befürchten, dass das Gehäuse irgendwann undicht wird und zerbröselt...

Kurz-Fazit bisher: Das T-50 erfüllt meine Erwartungen in vollem Umfang. Es ist ein treuer Begleiter im Alltag. Wenn man sich ein wenig drum kümmert (keine dauerhafte Laternenparkerei!) ist es recht pflegeleicht . Ersatzteile/Verschleißteile sind preiswert und überall erhältlich. Das Rad fährt sich bequem und leichtgängig - ein Renner ist es natürlich nicht. Ich kann mich einfach draufsetzen und losfahren ohne groß nachdenken zu müssen - auch auf etwas längeren Strecken.
Ist das nicht das, was man von einem Traumrad erwartet?

Die detaillierte Kostenübersicht folgt, ein paar Photos zur Auflockerung des langen, langen Textes eventuell auch… ;)

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Sonntag, 17. Januar 2021, 11:24

Danke, das ist echt nett hier einmal so objektiv zu berichten.

Das einzige, was mich wunderte, ist, dass es sich um einen Alurahmen handelt.
Bremer Fahrradmanufaktur wurde irgendwann Anfang der 90er von diesem VSF Supermarkt übernommen und hieß dann ja Fahradmanufaktur. Damals gab es nur Stahlrahmen in verschiedenen Güten. Habe 2 Räder der Bremer Fahrradmanufaktur. Eines so ein übliches und das andere in RH 66 aus Tangerohren. Beide sind gemufft und sollen in der Tschechei hergestellt worden sein. Später unter VSF Namen habe ich nur noch geschweisste gesehen. Dann wird heutzutage VSF die Alurahmen wohl in VR China oder Taiwan schweißen lassen.
Beide haben mit den Originalkomponenten (das eine suntour) ewig gehalten. Das ist aber wohl ebenso wie bei dir auf Wartung und das Beobachten der kommenden Schäden zurückzuführen und kann nicht verallgemeinert werden; nicht einmal wenn man ein solches Rad zur Inspektion bringen würde.

Hier bekamen beide in den letzten Jahren ihre Restomod. Eines als Fixie mit Eliminierung aller Plastikteile und das große wurde erleichtert und ist nun Randonneur mit 13 kg (Was sollte man denn auch sonst aus einem Rad mit drei Getränkehaltern und Lowriderbefestigungsmöglichkeiten machen); beide natürlich mit Gepäckträger, Licht und Schutzblechen.

Zum Fahrverhalten hast du dich noch nicht geäußert.

:airborne:
man fährt oder schiebt

2021: ohne Tacho
Origirat: (15.09.1979)
Insgesamt: bestimmt einmal rum


Dieser Beitrag wurde bereits editiert, zuletzt von »Chasse Patate« wegen der Feler

ToG

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7

Montag, 18. Januar 2021, 23:46

Danke für die lange und ausführliche Analyse!
Das ist eine echte Fleißarbeit, Respekt!

Ich hatte mit meinem Rad etwas ähnliches vor, habe aber recht rasch die Aufzeichnungen vernachlässigt, bin aber vermutlich deutlich teurer unterwegs, weil ich einen Mix aus teuren SRAM 11- und 10-fach Anbauteilen benutze.

Außerdem muss ich mich dann nicht so genau mit den Kosten von meinem Rad auseinander setzen. Wobei das meistens Spaß macht.

Von Maguras habe ich bisher nur gutes gehört, und ggf. werde ich mir mal ein Rad mit denen bauen.

Ursprünglich hatte ich auch mal gehofft, das Scheibenbremsen günstiger sind als Felgenbremsen, weil ich gehofft hatte, das Bremsscheiben sich langsamer abnutzen und leichter auszutauschen sind als Felgen, das ist nicht so aufgegangen, weil die Bremsbeläge deutlich teurer sind, wobei das eventuell davon aufgewogen wird, das sie länger halten, und mir schon einige Male Bremschscheiben irreperable verbogen worden sind in Fahrradständern.

Und ich möchte eine Lanze für die Acera-Gruppe brechen; die ist sehr robust und zuverlässig, wie eigentlich alle Shimano-Gruppen mit Namen; und da ist Acera nicht die günstigste, sondern folgt Tourney und Altus; und darunter gibt es noch günstigere Gruppen ohne Namen.
Eigentlich ist die Acera also eine Mittelklassegruppe; wenn sie ein Auto wäre, wäre sie ein kleiner VW, und kein Dacia.

Wenn ich mir nochmal ein Rad anschaffen müsste, mit dem ich möglichst günstig und fix unterwegs sein wollte, würde ich wahrscheinlich ein ähnliches wie deines kaufen; und wenn ich ein wenig unvernünftig sein wollte, einen alten Rahmen mit Shimano RSX-STI aufbauen, die sind 7-fach und auf eBay relativ günstig zu ersteigern, und so gebaut, das man sie selbst reparieren kann.

Könnte glatt mein nächstes Rad werden, im Bremer Speckgürtel brauche ich 2x10-fach einfach nicht, 3x7 wäre deutlich alltagstauglicher, da hätte ich lange Gänge um den Kinderanhänger zu ziehen, und kurze um schnell zur Arbeit zu kommen.

Eine Rückfrage: Was störte dich an der SRAM-Kette? Ich fand die immer ganz angenehm, ich bin fast taub, und bei denen hat man ein deutlicheres haptisches Feedback beim schalten als Shimano, auf der anderen Seite muss ich die aber halt auch nicht hören beim fahren.

Henner

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Dienstag, 19. Januar 2021, 20:50

Ihr lieben Forumsleser,
anbei nun ein paar aktuelle Eindrücke vom Fahrrad, sowie die Kostenaufstellung.

Screenshot aus der Tabellenkalkulation:


Tachostand am 17. Januar 2021:


Totalaufnahme des Fahrzeugs auf dem Garagenhof:


Vorderrad mit Bremse, Scheinwerfer und Schutzblech. Der Reifen ist noch der Originale!:


Das Rad ist derzeit sehr verschmutzt. Der Aufkleber mit der Rahmenhöhe "60cm" ist zu erkennen:


@Chasse Patate:
Ja, es ist wirklich ein Alurahmen, auch wenn VSF eigentlich eher für Stahlrahmen bekannt ist. Ich denke eigentlich alle teureren Modell von VSF haben auch heute noch Stahlrahmen. Ich habe aber aktuell nicht auf der VSF-Seite nachgesehen.
Zum Fahrverhalten kann ich irgendwie nicht viel sagen. Fühlt sich für mich "normal" an. Ist kein Renner, aber dennoch einigermaßen leichtläufig. Über 25km/h fährt man gefühlt gegen eine Wand. Ich denke das ist der Nachteil der dicken langlebigen Reifen - auch wenn die Big Apple deutlich leichtläufiger sind als die 47-622 Reifen auf den Damenrädern von anno dazumal.
Stabil ist die Fuhre allemal. Auch bei Bergabfahrten gibt's kein Flattern. Vmax war mal so 40-45km/h bergab.

@ToG
Schade, dass du bei deinem Rad nicht durchgehalten hast.
Die Magura-Bremsen sind in und um Bremen sicher mehr als ausreichend. Die funktionieren einfach. Ab und an muss mal der Hebelleerweg an so einem Einstellrädchen nachgestellt werden. Ich glaube das Pärchen vom Youtube-Kanal "Rausgefahren" (Empfehlung!) hatte auf ihren ersten Rädern auch Magura Felgenbremsen.
Die SRAM-Kette lief nicht wirklich geschmeidig und ließ sich nicht so einfach von einem Ritzel auf andere schubsen. Fühlte sich an, als wäre die Kette überhaupt nicht für eine Kettenschaltung gedacht - ich dachte immer, wenn man eine "8-fach" Kette kauft liegt man eigentlich nicht so falsch… Vielleicht war es ein Einzelfall oder eine schlechte Charge. Da die Shimano-Kette aber durchgängig gut liefen und auch preiswert sind bleibe ich dabei. Ich bin aber sicher kein Shimano-Fanboy ^^ .

Ich wäre daran interessiert von einem Alltagsfahrer zu erfahren, der eine Shimano Nexus-Nabenschaltung fährt. Gerne auch auf einem anderen Rad von einem anderen Hersteller. So als Vergleich.