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thomaspan

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1

Freitag, 6. Januar 2012, 14:13

Zehn Jahre EURO - alles doppet so teuer?

Da sich hartnäckig das Gerücht hält, bei der EURO-Einführung sei die DM eins zu eins umgerechnet worden + die Preise hätten sich generell verdoppelt, hat die "Tour" in der aktuellen Ausgabe 1/2012 ausgewählte Produkte aus dem Rad- + Radzubehörbereich gegenübergestellt mit folgendem Ergebnis:

Produkt
2001 in DM
2011 in EUR
Campa Zonda LRS840300
Ultegra Komplettgruppe1250620
Chorus Komplettgruppe1680900
Mantel GP 3000 / 4000s4025
Radon Boa Ultegra / R1 5.0 Ultegra23501040
Gore Bike Wear Rush / Tool180200
Rollentrainer Taxc T 1450 / T 1810200100
Radelferien Rompelberg Taurus Park460290
Amadé Radmarathon7555


(Quelle: Tour 1/2012, S. 8 - Preise von mir leicht gerundet)

Fazit:
Die DM 7.075.- aus 2001 entsprechen nach dem Umrechnungskurs 1,95583 nahezu identisch den aktuell EUR 3.530.-.
Ich bete 10 Campa-Kränze und gelobe Besserung ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »thomaspan« (6. Januar 2012, 14:23)


kairo-hh

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2

Freitag, 6. Januar 2012, 14:22

Wobei hier auch wieder alles in einen Topf geworfen wurde.
Es ist schön, dass der Laufradsatz nun nur knapp 600 DM anstelle von 840 DM kostet, aber ich kaufe wohl häufiger den Mantel, der nun 60 DM anstelle der 40 DM kostet. :)

Wie bei vielen anderen Produkten auch. Die Dinge die wir nicht so häufig verwenden sind günstiger gewordern. Im Gegenzug sind die Produkte, die wir häufiger verwenden teurer geworden. Damit gleicht es sich unter dem Strich wieder aus, aber eben nicht in der Geldbörse.
Lieben Gruß

Kai

3

Freitag, 6. Januar 2012, 14:29

Kiste Bier (z. B. Diebels Alt): 2001 => 20,99 DM; 2011 => 10,99€
Päckchen Van Nelle zware shag (Tabak): 2001 => 4,50 DM; 2011 => 5,50€

Gruise, Paule
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kylogos

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4

Freitag, 6. Januar 2012, 14:33

Als extrem empfinde ich es immer in der Gastronomie. Die Pizza, die früher 10 DM gekostet hat, kostet heute 10 €.

ullebulle

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5

Freitag, 6. Januar 2012, 15:37

Kiste Bier (z. B. Diebels Alt): 2001 => 20,99 DM; 2011 => 10,99€
Päckchen Van Nelle zware shag (Tabak): 2001 => 4,50 DM; 2011 => 5,50€

Gruise, Paule


Das mit dem Bier stimmt, da hat sich sich nicht viel getan.

Beim van Nelle - wie ich mal mit dem Rauchen angegfangen habe, hat ein 50 Grammbeutel 1,60 DM gekostet, wenn der jetzt
als 40 Grammbeutel schon 5,50 € oder entspr, 11 DM kostet, auerhauaha.

@ Paule echt den schwatten?
hab ich nicht weggekriegt, trotz einem Beutel am Tag (hust) :heildir:

kylogos

unregistriert

6

Freitag, 6. Januar 2012, 15:48

wenn ich zurück schaue, finde ich die Preise heute aber ganz in Ordnung (abgesehen vom Sprit, das geht ja mal gar nicht!), schließlich verdiene ich auch eine ganze Menge mehr als damals.

im Großen und Ganzen geht es mir heute finanziell besser.

7

Sonntag, 8. Januar 2012, 22:38

Wobei hier auch wieder alles in einen Topf geworfen wurde.
Es ist schön, dass der Laufradsatz nun nur knapp 600 DM anstelle von 840 DM kostet, aber ich kaufe wohl häufiger den Mantel, der nun 60 DM anstelle der 40 DM kostet. :)

Wie bei vielen anderen Produkten auch. Die Dinge die wir nicht so häufig verwenden sind günstiger gewordern. Im Gegenzug sind die Produkte, die wir häufiger verwenden teurer geworden. Damit gleicht es sich unter dem Strich wieder aus, aber eben nicht in der Geldbörse.
Das Statistische Bundesamt sieht die Preisentwicklung genauso, bewertet aber die Folgen genau umgekehrt. Weil die kleinen Dinge nur einen geringen Teil des Budgets ausmachen, sind die Lebenshaltungskosten nicht gestiegen. Es mag ärgern, dass ein Fahrradmantel oder Batterien oder der Kaffee im Stehcafé teurer geworden sind, aber die haben einen so geringen Anteil an unseren Ausgaben, dass der Effekt durch die Preissenkungen bei Waschmaschinen, Flugreisen oder Fernsehern wieder mehr als aufgefangen wird.

Die Lebensmittelpreise als einzige "Kleinkram"gruppe, die ins Geld geht, sind im Schnitt weitgehend konstant geblieben.

8

Sonntag, 8. Januar 2012, 22:54

Päckchen Van Nelle zware shag (Tabak): 2001 => 4,50 DM; 2011 => 5,50€
Dabei sollte man bedenken, dass es seither sechs Tabaksteuererhöhungen gegeben hat sowie eine Mehrwertsteuererhöhung.
Als extrem empfinde ich es immer in der Gastronomie. Die Pizza, die früher 10 DM gekostet hat, kostet heute 10 €.
Hmm, für 10 Taler bekommst du aber eine Superior Deluxe mit Lachs, Safranteig und Goldkante. Normale Pizzen kosten hierzulande zwischen 5 und 8 €.

kylogos

unregistriert

9

Montag, 9. Januar 2012, 07:09

Hmm, für 10 Taler bekommst du aber eine Superior Deluxe mit Lachs, Safranteig und Goldkante. Normale Pizzen kosten hierzulande zwischen 5 und 8 €.
ich lade Dich gerne mal hier in WOB zum Essen ein. 12 oder 13 Euro für eine Pizza auszugeben ist kein Problem. Das ist dann natürlich ein vernünftiges Restaurant, kein Höker wo man im Stehen auf die Pizza zum Mitnehmen wartet.

zweitwasser

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10

Montag, 9. Januar 2012, 08:44

.. die im handel sind ja auch nicht blöd und wohl für die preistreiberei der anfangsphase hauptverantwortlich gewesen. die wissen doch genau, mit welchen waren, das statistische bundesamt den repräsentativen warenkorb für eine vierköpfige familie bestücken lässt und halten sich da eben mit preisanstiegen etwas zurück. zudem haben die direkt nach der euro-umrechnung auf zwei arten mit den neuen preisen experimentiert:

  • neue 'signalpreise' festsetzen, die durch auf- oder abrundungen wieder dem alten X,99-schema entsprachen und in einer mischkalkulation zu gleichhohen umsätzen führen sollten.

  • mit der beratung von psychologen 'unauffällig' höhere preise festsetzen, die wegen der reinen zahl so deutlich niedriger aussahen, dass der kunde sie ohne protest 'geschluckt' hat (zb 0,59€ statt 0,99DM)


was sich durchgesetzt hat, ist meiner meinung nach mehr als offensichtlich .. mit der symbolik glatter und scheinbar günstiger preise ist langfristig erfolgreich auf die eintrübbare wahrnehmung der konsumenten spekuliert worden. in der anfangszeit der euroeinführung war das nicht so: schon vergessen ist, dass bundeskanzler und bundesfinanzminister die preitreiberei und profitgier öffentlich anprangerten, als der druck des wahlvolks unaufhörlich zunahm. seit dann in italien durch angebliche missernten die obst- und gemüsepreise wie bekloppt gestiegen sind (blumenkohl: 2,99€), sind dennoch alle dämme gebrochen und jegliche zurückhaltung ist fallengelassen worden. immer wieder wird scheinbar zurecht angeführt - und durch die erhebungen des statistischen bundesamtes offensichtlich zweifelsfrei belegt, dass die preise vieler langlebiger konsumgüter, wie fernseher, computer und (digital-)kameras deutlich gesunken sind und die preise für dienstleistungen im kommunikationsbereich ebenfalls. diese aussage relativiert sich aber allein schon dadurch, dass es durch die rasanten technischen entwicklungen mit der langlebigkeit dieser produkte gar nicht mehr so weit hin ist. höherer speicherbedarf, bessere graphische auflösungen und neue formen der datenübertragung lassen diese geräte extrem schnell veralten und die zeiträume zwischen den neuanschaffungen werden zwangsläufig immer kleiner. bei den kommunikationsverträgen ist es vielen kunden passiert, dass sie sich im unübersichtlichen tarifangebot heillos verzettelt haben und am ende des monats teilweise drei und vierstellige rechnungen zu begleichen hatten.

der überwiegende teil der gewinne durch preisumstellungen blieb jedoch bei den handelsketten, weil die produzenten der waren immer mehr im preis gedrückt wurden. seit längerem versuchen auch die hersteller, ein finanzielles 'mehr' zu erwirtschaften, oder wie sie sagen, die gestiegenen kosten auf den kunden abzuwälzen, indem wir als kunden 'versteckte' preiserhöhungen hinnehmen sollen. da wird einfach die menge des verkauften reduziert - und damit es nicht so auffällt die verpackunggröße nicht verändert.

es ist also ganz simpel: wer ein gutes gedächtnis hat und mit offenen augen durch die welt geht leidet ..
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zweitwasser« (9. Januar 2012, 08:47)


mick

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11

Montag, 9. Januar 2012, 11:30

Schuhe und gerade Kinderschuhe hauen völlig durch die Decke. Wer hätte früher einem Kind (30), Sandalen für 120,-DM gekauft??? Aber unter 60,-€ bekommt man entweder Schrott oder Schnäppchen!

Insgesamt habe ich den Eindruck, das die Qualität der Konsumgüter trotz steigender Preise eher schlechter wird.
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

magicteddy

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12

Montag, 9. Januar 2012, 11:35

Moin,

Insgesamt habe ich den Eindruck, das die Qualität der Konsumgüter trotz steigender Preise eher schlechter wird.


Yep! Und manchmal will man "was besseres" kaufen und ist auch bereit dafür zu zahlen und es wird nur Billigschrott angaboten ... :cursing:

zweitwasser

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13

Montag, 9. Januar 2012, 11:46

Schuhe und gerade Kinderschuhe hauen völlig durch die Decke. Wer hätte früher einem Kind (30), Sandalen für 120,-DM gekauft??? Aber unter 60,-€ bekommt man entweder Schrott oder Schnäppchen!

Insgesamt habe ich den Eindruck, das die Qualität der Konsumgüter trotz steigender Preise eher schlechter wird.


meinst du jetzt ein kind, für das sandalen früher höchsten 30DM gekostet haben, oder ein kind, das dreißig jahre alt ist .. :D ?
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

magicteddy

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14

Montag, 9. Januar 2012, 11:47

Schuhgröße?

mick

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15

Montag, 9. Januar 2012, 11:47

Schuhgröße 30, du Knaller ... ;-)
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

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16

Montag, 9. Januar 2012, 11:49

jaaah, schuhe sind wirklich verdammt teuer geworden :whistling: . jeanshosen aber auch, hatte mir jetzt aus verlegenheit mal eine gekauft, die war die einzige in reinem dunkelblau ohne ausgebleicht und eingerissen oder vorgeknittert ab werk, die ich überhaupt gefunden hatte, die lag bei 149 €. das haben früher die boss arkansas in DM gekostet ..
.. only dancing on this earth for a short while (Cat Stevens)

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17

Montag, 9. Januar 2012, 11:52

Und heute gibt es Tafeln, so einen CharityScheiss gabs damals auch noch nicht. Wenn sich die Unternehmergattin damals langweilte, dann machte die ne Boutique auf. Heute macht so eine dann gleich auf Charity ...
Tut das not?
Ich bin schrecklich inkonsequent - aber nicht immer!

18

Dienstag, 10. Januar 2012, 00:17

.. die im handel sind ja auch nicht blöd und wohl für die preistreiberei der anfangsphase hauptverantwortlich gewesen. die wissen doch genau, mit welchen waren, das statistische bundesamt den repräsentativen warenkorb für eine vierköpfige familie bestücken lässt und halten sich da eben mit preisanstiegen etwas zurück. zudem haben die direkt nach der euro-umrechnung auf zwei arten mit den neuen preisen experimentiert:
Du glaubst doch nicht im ernst, dass die Handelsketten ihren Preismix danach ausrichten, was das StaBA ermittelt? Sorry, aber wenn die so viel Freiheit hätten, würden sie jeden Tag laut johlend von der Arbeit kommen.
neue 'signalpreise' festsetzen, die durch auf- oder abrundungen wieder dem alten X,99-schema entsprachen und in einer mischkalkulation zu gleichhohen umsätzen führen sollten.
mit der beratung von psychologen 'unauffällig' höhere preise festsetzen, die wegen der reinen zahl so deutlich niedriger aussahen, dass der kunde sie ohne protest 'geschluckt' hat (zb 0,59€ statt 0,99DM)
Ja, das ist sicher viel passiert. Ist aber wohl eher Schuld der Kunden, die das mitmachen, als der Handelsketten. Solange es Leute gibt, die 5,99 € für ein 4er-Pack Mignons bezahlen, werden die auch gekauft. Ich schüttel da nur den Kopf und kauf das 8er-Set für 1,79 € bei Aldi oder LIDL.
immer wieder wird scheinbar zurecht angeführt - und durch die erhebungen des statistischen bundesamtes offensichtlich zweifelsfrei belegt, dass die preise vieler langlebiger konsumgüter, wie fernseher, computer und (digital-)kameras deutlich gesunken sind und die preise für dienstleistungen im kommunikationsbereich ebenfalls. diese aussage relativiert sich aber allein schon dadurch, dass es durch die rasanten technischen entwicklungen mit der langlebigkeit dieser produkte gar nicht mehr so weit hin ist. höherer speicherbedarf, bessere graphische auflösungen und neue formen der datenübertragung lassen diese geräte extrem schnell veralten und die zeiträume zwischen den neuanschaffungen werden zwangsläufig immer kleiner. bei den kommunikationsverträgen ist es vielen kunden passiert, dass sie sich im unübersichtlichen tarifangebot heillos verzettelt haben und am ende des monats teilweise drei und vierstellige rechnungen zu begleichen hatten.
Alles richtig - nur beeinflusst das den Preisindex nicht. Denn wenn die Verbraucher mehr PCs, Fernseher usw. kaufen, wird das im Warenmix auch entsprechend stärker berücksichtigt. Horrende Telefonrechnungen gab es auch schon vor 20 Jahren und Tarifwirrrwarr ist zudem ganz sicher keine Folge des Euros.
der überwiegende teil der gewinne durch preisumstellungen blieb jedoch bei den handelsketten, weil die produzenten der waren immer mehr im preis gedrückt wurden. seit längerem versuchen auch die hersteller, ein finanzielles 'mehr' zu erwirtschaften, oder wie sie sagen, die gestiegenen kosten auf den kunden abzuwälzen, indem wir als kunden 'versteckte' preiserhöhungen hinnehmen sollen. da wird einfach die menge des verkauften reduziert - und damit es nicht so auffällt die verpackunggröße nicht verändert.
Sicher, deswegen geht es dem Handel ja auch so verdammt gut, sieht man an Karstadt, Quelle, Wal-Mart & Co., an den blühenden Innenstädten usw. 8)

Nee nee, da machst du dir es etwas sehr einfach. Es gibt sicher viele Ursachen für Preisanstiege, der Handel aber verdient ganz sicher nicht mehr als früher, im Gegenteil, das ist ein knallhart umkämpfter Markt.

Was vielmehr sicher dazu beiträgt: Die Leute haben viel höhere Ansprüche als früher. Vor 10 Jahren gab es am Bahnhof dünnen Filterkaffee von der Frittenbude aus der Warmhaltekanne für 1 DM, den man an Tischen aus Resopal trank und dazu ein Raiders aufmachte. Heute hat man vom Boden bis zur Decke durchgestylte Cafés, in denen man 17 Sirups in 30 verschiedene Sorten Kaffee mixen kann, der aus gigantischen Hightech-Maschinen bezogen wird, dazu gibt es eine Riesenauswahl an Muffins, Cookies und belegten Brötchen. Klar hätte damals niemand 8 DM für einen Kaffee bezahlt, auch nicht für einen Grand Latte Cremoso Deluxe, aber heute will eben niemand mehr den dünnen Filterkaffee für 50 Cent von der Frittenbude.

Ein Herd war eine weiße Blechkiste im Standardmaß 60 x 60 mit vier Stahlplatten obendrauf, die durch eine Wendel beheizt wurden, bedient durch meschnische Drehregler. Heute hat man Ceranfelder in den exotischsten Maßen, mit jede Menge Sensoren und Automatiken, die passgenau in die Arbeitsfläche eingelassen werden.

Ein Pfannenwender war ein gestanztes Blech mit zwei Biegungen, mit dem man in der nackten Pfanne rumkratzte und überall Rost ansetzte. Heute hat er eine Fläche aus hitzebeständigem Kunststoff (zur Schonung der Teflonpfanne), in die ein stabiler Stiel aus Edelstahl eingelassen ist, der oben von einem ergonomisch geformten Griff mit "Soft-Touch"-Oberfläche eingeschlossen wird.

Wir haben heute eine gigantische Auswahl von Produkten, die fast alle viel aufwändiger hergestellt werden als früher, und genügend Leute, die bereit sind, dafür zu zahlen. Den Blechpfannenwender, den Herd mit Kochplatten, den Warmhaltekannenkaffee, all diese Dinge wären auch heute noch preiswert herzustellen, aber sie will keiner mehr, man zahlt halt lieber 9,90 € für das Ding mit Softgrip als 1,90 € für das Blechteil (das damals 9,90 DM gekostet hatte).

Und insofern, ihr ahnt es schon, halte ich die Aussage, dass "die Qualität der Konsumgüter trotz steigender Preise eher schlechter wird", für völligen Unsinn!
Geht mal bitte in den Keller, was ihr so dort noch so herumliegen habt, und fragt euch bei jedem Gegenstand "Würde ich den so heute im Neuzustand noch kaufen?" Ich meine nicht modisches Design, sondern wirklich Qualität der Materialien, der Konstruktion usw. Sicher, ein paar Dinge werdet ihr dort finden, die vielleicht früher solider waren. Aber überwiegend werdet ihr das finden, was ihr heute als "Billigschrott" anseht, was in keinem Laden mehr liegt, nicht weil es zu teuer herzustellen wäre, sondern weil es niemand mehr haben will, oft nicht mal mehr geschenkt, weil direkt daneben etwas viel besseres liegt.
jaaah, schuhe sind wirklich verdammt teuer geworden :whistling: . jeanshosen aber auch, hatte mir jetzt aus verlegenheit mal eine gekauft, die war die einzige in reinem dunkelblau ohne ausgebleicht und eingerissen oder vorgeknittert ab werk, die ich überhaupt gefunden hatte, die lag bei 149 €. das haben früher die boss arkansas in DM gekostet ..
Schuhe: Volle Zustimmung! Aber Jeans? Vor 10 Jahren war ich überglücklich, wenn ich im lokalen Outlet mal eine brauchbare Jeans mit kleinen Fehlern für 120 DM gefunden habe. So viel habe ich seit 5 Jahren für keine Jeans mehr bezahlt. Sicher, ich war auch kürzlich in einem Kaufhaus, wo solche Dinger von einigen In-Labels für nicht unter 150 Euro verschachert wurden. Aber da habe ich nur fassunglos davor gestanden und drei Läden weiter eine für 39,90 € gekauft, die meines Erachtens ebenso gut aussah. Gute Arbeitsbedingungen für die Näherinnen garantieren die Nobelmarken ja auch nicht, Hugo Boss & Co. verweigerten kürzlich erst Stiftung Warentest jedwede Auskünfte und Fabrikbesuche, während einige Billigketten sie erlaubten.


ich lade Dich gerne mal hier in WOB zum Essen ein. 12 oder 13 Euro für eine Pizza auszugeben ist kein Problem. Das ist dann natürlich ein vernünftiges Restaurant, kein Höker wo man im Stehen auf die Pizza zum Mitnehmen wartet.
Hmmm, ich war in Wolfsburg auch schon ein paar Mal Pizza essen, ist so drei bis vier Jahre her, aber an solche Preise kann ich mich nicht erinnern.

Hierzulande sind die Preise wenigstens nicht so, eine Pizza für 10 € wäre unverkäuflich, es sei denn, man hat es geschafft, sich einen Ruf als Promi-Italiener zu erarbeiten. Ich rede auch von Restaurants, in der Stehpizzeria kann man nochmal 1 bis 2 € abziehen.

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Dienstag, 10. Januar 2012, 02:10

Ganz schlimm war die Preissteigerung für Brötchen 1977 gab es die noch für 7 Pfennig, und 1983 mußte ich in der gleichen Bäckerei 16Pfennig bezahlen.

Jaaa diesen Preissprung habe ich mir gemerkt.

Kennt Ihr denn noch die Preise von 2 Jahre vor der € Einführung zur € Einführung und genau 2 Jahre später?

Ich bin fein raus ich habe Zur € Einführung nicht in einem €-Land gelebt. deshalb habe ich andere Preissteigerungen beoachtet und mir geht mir das Gemecker ziemlich auf den Keks :thumbdown: . Ein Preis für diverse Produkte zu einem Zeitpunkt vor ca. 10 Jahren haben sich alle gemerkt und behalten ihn auch noch für die nächsten 10 Jahre und zitieren Ihn. :dash:

Ich gebe jedoch zu das gerade in vielen Teilen der Gastronomie DM 1:1 in € umgetauscht wurde. :nono: :heul:
Außerdem gab es Probleme mit dem Gemüseanbau im € Einführungsjahr da stiegen auch die Preise in GreatBritain deutlich an.
Ach Ja, schöne smilies hier!
Eule

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Dienstag, 10. Januar 2012, 02:11

was du zu jeanspreisen schreibst, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. zu DM-zeiten gab es markenjeans an allen ecken zu verführerischen 'sonderangebotspreisen': mustang, wrangler und m.a.c. für 33DM, h.i.s. und replay für 39DM, blue system für 29,90DM, pioneer für 29DM, levis und diesel für 49DM, boss für 69DM und joker für 75DM. warum du dann ausgerechnet im lokalen outlet für eine jeans mit kleinen fehlern 120DM berappt hast, ist mir unverständich.

auch was du zu den (nicht) wachsenden gewinnen des handels schreibst ist hinterfragenswert: du führst mit wal-mart eine handelskette an, die in deutschland nie richtig fuß fassen konnte, obwohl sie in usa zu den branchenriesen gehört, mit quelle einen versandhandel, dessen umsätze überwiegend auf katalogbestellungen basierten und der den trend der onlinebestellung mustergültig verschlafen hat und mit karstadt eine kaufhauskette, die sich anscheinend durch die kosten der völlig überteuerten rückmietung, der von ihr veräußerten immobilien in den konkurs zu manövrieren drohte. die großen deutschen handelsketten (Edeka-Gruppe, Rewe-Gruppe, Metro Gruppe, Schwarz-Gruppe (lidl, kaufland ..), Aldi-Gruppe, Globus, Norma und Müller) haben umsätze und gewinne im letzten jahrzehnt fast durchgängig gesteigert und expandieren nahezu ungebremst in vielen europäischen und außereuropäischen märkten. und dass die innenstädte veröden, weil immer mehr kleine händler sich gezwungen sehen, ihr geschäft aufzugeben, liegt ja genau an der übermächtigen konkurrenz der großen handelsketten und der immer stärker überhand nehmenden mega-, shopping- und outlet-center auf 'der grünen wiese'.
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